Zitat
Original geschrieben von Enis
Wobei der offene Fonds natürlich wieder das Problem hat, dass er in Zeiten großer Inflationsangst sehr große Kapitalzuflüsse hat, die er nicht vernünftig zu investieren weis, und umgekehrt Kapitalabflüsse in Zeiten sehr kleiner Inflation das langfristig angelegte Geschäftsmodell ins Wanken bringen können.
Die Frage ob offen oder geschlossen ist daher für mich eine Glaubensfrage...
Bin momentan nur grundsätzlich am Überlegen ob ein Immobilienfonds zur Zeit eine gute Ergänzung fürs Depot wäre.
Natürlich sind solche Fonds dann Black Boxes, aber auf direktem Wege in Immoblien zu investieren wäre natürlcih ungleich schwieriger :cool:
Wieso willst du dein (ich nehme mal an) hart erarbeitetes Geld dann in eine Blackbox investieren, von der du wahrscheinlich auch kaum Ahnung hast? Oder kennst du dich mit Wohnimmobilien/Gewerbeimmobilien aus?
Denk dran, bei Fonds hast du erstmal Provisionen, Performance Fees etc. zu zahlen.
Welchen geographischen Schwerpunkt soll der Fonds denn haben?
Müsste ich derzeit in Immobilien investieren, würde ich bspw. eine Dinckelacker AG oder Sedlmayr KGaA wählen, da ein hervorragendes Immobilienportfolio in Süddeutschland - v.a. München, annehmbare Dividende und moderat bewertet.
Den Vorteil bei diesen Anlagen sehe ich vor allem darin, dass die Eigentümer dieser Gesellschaften einen Großteil ihres Vermögens selbst in der Firma stecken haben und damit ein vitales Interesse an der erfolgreichen Entwicklung des Geschäfts haben, während Fondsmanager vielen Restriktionen unterliegen, die nicht immer zu deinem Vorteil sein müssen.
Gravierender Nachteil ist natürlich der niedrige Freefloat dieser Aktien. Aber wie oft wurden in letzter Zeit Immofonds abgewickelt.
Grundsätzlich ist jedoch die Frage, ob Immobilien als Assetklasse derzeit überhaupt interessant sind. Wieso gehst du denn von einer inflationären Entwicklung aus?
Das ist im Übrigen keine Anlageempfehlung sondern nur meine Meinungsäußerung.