Beiträge von Usul

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    Original geschrieben von bambi05
    Ich glaube, ich werde alt... hat die heutige Jugend eigentlich keine deutschen Namen mehr? Oder gabs davon auch ein paar zur Auswahl (ich habe nicht eine Folge von der ganzen Verdummung gesehen)?


    Das hat weniger mit deinem Alter zu tun als mit der an sich ganz einfachen Tatsache, daß nicht deutsche Jugendliche selten deutsche Namen haben. ;)


    Bahar heißt übrigens auf türkisch "Frühling" - ein schöner Name, und ich kenne eine Bahar, die auch ganz nett ist. :D


    Dennoch habe ich Popstars nicht angeschaut und werde es auch in Zukunft nicht tun. :p

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    Original geschrieben von MasterX
    Sorry falls die Frage dumm klingt.. Aber was ist an diesen Dingern so wertvoll, dass sie so teuer sind?? :confused: :eek:


    Das habe ich mich allerdings auch gefragt. :confused: (Ich muß zugeben, daß ich bisher noch nicht von diesen Geräten gehört hatte. :))

    Kleiner Board-Bug: Auf der Thread-Übersicht wurde mein letzter Beitrag als letzter Beitrag angezeigt... deswegen merke ich erst so spät, daß danach noch geschrieben wurde. :)


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    Original geschrieben von bambi05
    Wenn diese denn genehmigt wird, dann ist das selbstverständlich so. Du weißt aber sehr gut, dass in aller Regel die pöbelnden Linken ohne Genehmigung versuchen, eine genehmigte Demonstration zu stören/stoppen.


    Was ich weiß, sollte doch am besten ich wissen, oder? Und das, was du behauptest, weiß ich nicht... du kannst sie mir ja gerne durch irgendetwas Handfestes belegen und mich eines Besseren belehren. Aber einfach Behauptungen aufstellen, die in einigen Fällen durchaus stimmen mögen, und dann davon allgemeine Aussagen abzuleiten, ist argumentationstechnisch zwar ein sehr beliebter Kniff, jedoch halt nicht ganz richtig.

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    Original geschrieben von pallmall
    Nur weil du meine Aussage als Beleidigung empfindest, ist es noch lange keine-das Spielchen kannste im Muslimforum machen, aber sicher nicht hier.


    Wissenschaftlich gesehen ist das durchaus "krank", da beisst die Maus keinen Faden ab.


    Ich denke, auf deine unverschämte und nicht wirklich sinnvollen Beitrage sollte man in diesem Fall nicht eingehen. Ich für meinen Teil werde das so handhaben.

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    Original geschrieben von pallmall
    Ich finds irgendwo merkwürdig, daß sich Leute über vermeintlich "authentische" Gewaltdarstellungen "amüsieren"-deshalb ist man sicher kein schlechter Mensch, bloß ein kranker.


    Sehr gut... war der Thread bisher einigermaßen auf erträglichem Niveau, gleiten wir jetzt schon in Beleidigungsgefilde ab. :top:


    Ich finde Gewaltdarstellung in Film, Spiel, Musik und Literatur amüsant... ich kann damit umgehen... ich unterscheide zwischen Fiktion und Realität... ich bin im realen Leben nicht gewalttätig... werde ohnmächtig, wenn ich echtes Blut/echte Wunden/Brüche o.Ä. sehe... und am wichtigsten: Ich bin nicht krank. Und deine Aussage, pallmall, finde ich beleidigend.


    Niemand zwingt die Menschen, Spaß an Gewaltdarstellungen zu finden. Aber umgekehrt sollte auch niemand versuchen, solche Leute wie mich als krank oder "falsch" darzustellen, nur weil sie mit der Sache nichts anfangen können.

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    Original geschrieben von Elke2002
      Usul: Danke für Deine Ausführungen. - Aber ich kann dieses 'Recht' auf brutalstmögliche Spiele einfach nicht nachvollziehen, weil ich (noch immer) nicht verstehe, warum 5 Liter fließendes Blut besser als 1/2 Liter fließendes Blut sein sollen?


    Naja, dann kannst du es eben nicht nachvollziehen. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum jemand 1000 Euro für eine Briefmarke ausgibt, wenn er doch auch eine für 1 Euro bekommen kann... das ändert aber nichts daran, daß ich dennoch nicht das Recht anzweifle, daß man auch für 1000 Euro eine Briefmarke kaufen kann.


    Um dieses blöde Beispiel vergessen zu machen, möchte ich auf das Blut eingehen:
    Zum einen ist es so, daß Counter Strike - und daran denke viele Kritiker - nicht wirklich offensichtlich brutal ist. D.h. es fließt nicht literweise Blut und Gedärme fliegen nicht durch die Luft. Wie schon erwähnt liegt die Konzentration bei diesem Spiel eher auf der Taktik und der spielerischen Leistung.


    Es gibt andere Spiele, bei denen es anders aussieht. Beispiel "Blood". Da ist der Name Programm... die Gewalt wird sehr bildlich und unrealistisch extrem dargestellt. Man kann z.B. Gegner mit einer Signalpistole in Flammen setzen und sie rennen dann herum und schreien "Ah! It burns!".


    Warum macht so etwas Spaß? Mir macht es Spaß, weil es mich mehr oder weniger amüsiert. Die übermäßige Gewaltdarstellung finde ich ganz allgemein lustig - in Spielen, aber auch in Filmen, Literatur und Musik. Macht mit das zu einem schlechteren Menschen oder gar einem potentiellen Gewalttäter? Wohl kaum... es ist eine Art der Unterhaltung. Und diese Unterhaltung wird durch Zensurmaßnahmen geschmälert... es ist doch selbstverständlich, daß ich es nicht gutheiße, wenn ich Geld für ein Produkt ausgebe, dafür aber extra eine für Deutschland angepaßte Version bekomme (wenn überhaupt).

    Der meiner Meinung nach entscheidende Tip wurde schon genannt: In der Schule aufpassen.


    D.h. nicht, daß man den Lehrern an den Lippen hängen und nichts anderes machen soll... aber wenn man ganz allgemein den Unterricht verfolgt, bekommt man das Nötigste schon mit. Wenn z.b. Mathe ansteht und eine Aufgabe durchgerechnet wird, sollte man selbst mitdenken und nicht einfach nur mitschreiben. In anderen Fächern gilt das gleiche. Wer im Unterricht nicht nur mitschreibt (oder gar nichts macht), sondern aktiv mitdenkt, verinnerlicht den Stoff durchaus gut.
    Dann ist die Nacharbeit zu Hause nicht mehr so groß - bei mir hat es gereicht, den Stoff einfach nochmal nachzulesen. Schriftliche habe ich in der Schulzeit zu Hause eigentlich nicht gelernt. Und es hat zu einem durchaus guten Abi gereicht. :) Selbst wenn man dem entgegnet, daß dafür eine gewisse Begabung erforderlich ist, denke ich, daß man so die Heimarbeit effektiv verringern kann.
    Wenn man neben der aktiven Mitarbeit am Unterricht auch noch Spaß an der Schule hat - also nicht am Unterricht, sondern mit Freunden, quasi die schulische Frei- und Nebenzeit - ist das ganz auch nicht so ätzend, daß man psychologisch nicht gleich dicht macht. Das ist ebenfalls ein großer Unterschied zwischen denen, die zu viel Lernstreß beklagen, und denen, die lockerer wirken: Wer die Schule als schreckliches Schicksal erachtet und nie auch nur die geringste Lust hat hinzugehen, ist weniger empfänglich für den Unterricht. Wer allerdings während der Schulzeit seinen Spaß hat, lernt leichter. Das zeigt meine Erfahrung. Wir haben auch den ganzen Tag nur Unsinn getrieben - aber eben doch nebenher am Unterricht mitgemacht. War ganz lustig. :)


    An der Uni, so man denn da hingeht, sieht das ganze allerdings anders aus... auf diese Art wird man an der Uni weitkommen, außer man ist ein außerordentliches Genie. ;)

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    Original geschrieben von Elke2002
    Aha. Und was genau bringt Dir da den Spaß? - Oder anders gefragt: Warum bringen Dir bestimmte Spiele mehr Spaß als andere Spiele/Aktivitäten? - Was ist für Dich das Besondere daran?


    Ganz einfache Beispiele:


    - Rise of the Triads macht nur ganz kurz Spaß... dort wird hauptsächlich geballert und der Reiz geht (bzw. ging) davon aus, daß sehr viel Blut und Gedärme im Spiel waren und die Gegner dich auch noch anflehten, sie nicht zu erschießen. (Gegner waren "Böse", die die Weltherrschaft an sich reißen wollten). Das Spiel hatte für seine Zeit zwar einige Innovationen zu bieten, aber mehr als ne Stunde oder so hat es nicht zum herzhaften Lachen motiviert.



    - No One Lives Forever macht im Gegensatz dazu bis zum Ende Spaß. Es ist eines der besten 3D-Spiele aus der Ego-Perspektive und bietet viele neue, ungewohnte und vor allem gute Ideen (z.B. die Tatsache, daß man in der Rolle einer Frau spielt). Auch da werden Gegner getötet, aber es handelt sich dabei nicht um einen reinen Selbstzweck. Das Problem ist: Das Spiel ist in Deutschland entschärft... (Blut und Kopfschüsse etwa).



    Es ist wirklich eine sehr müßige Frage, warum jemand Spaß an brutalen Spielen findet... über Geschmack läßt sich nun mal nicht streiten. Aber daß in Deutschland Spiele - und zwar mehr als man gemeinhin denkt - entschärft werden, auf dem Index landen oder gar verboten werden, das ist eine Bevormundung der Spieler, die meiner Meinung nach nicht sein darf. Darum geht es... nicht darum, ob man nun brutale Spiele mag oder nicht.

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    Original geschrieben von BenediktW
    aber wo ich mir sicher bin ist, dass wir die gesellschaftliche Diskussion brauchen über ein mögliches Verbot. Denn in diesem Bereich sind lange keine Argumente ausgetauscht worden.


    Nach jeder vergleichbaren Gewalttat geht diese gesellschaftliche Diskussion los, die du forderst... erst letztes Jahr war es ein Thema, da sich die große Koalition laut Regierungsplan um eine rasche Lösung des Problems kümmern wollte (durch Verbote, aber da ist ja nix passiert bisher).


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    Als Gedankenanstoß werfe ich hier statt weiterer Plädoyers und Brandreden einfachmal den Text eines Stückes von Jan Delay in den Raum, das sich mit der Thematik beschäftigt.


    Na super... gut, daß dieser Text keine Brandrede ist. :rolleyes:

    Printus:
    Ich kann deinem Beitrag in fast allen Punkten nur widersprechen.


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    Original geschrieben von Printus
    Andererseits stellt sich aber durchaus die Frage welchen "Sinn" solche Spiele verfolgen. Was ist der Hintersinn wenn man, bemüht um realistische Darstellung, das Töten als Spiel "kultiviert"? Nervenkitzel, Spannung, Strategie kann man auch in anderer Form umsetzen.


    Diese Frage stellt sich vielleicht dir, aber nicht mir und vielen anderen... wenn ich z.B. einen der verschiedenen Hitman-Spiele spiele, wo es tatsächlich um das Auftragsmorden geht, dann macht das Spiel durchaus Spaß in seiner Form. Das macht nicht jedem Spaß, aber das muß es ja nicht.



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    Und ich denke schon daß eine Indizierung von brutalen Spielen dazu führt daß sich ihre Verbreitung vermindert. Nicht jeder kommt automatisch auf die Idee sich ein solches "Spiel" besorgen zu müssen nur weil es nicht mehr offiziell verkauft wird. Ein Verbot wird in der Masse schon dazu führen daß die Verbreitung der Software sinkt. Es ist mir ein bißchen zu simpel zu behaupten daß Verbote generell sinnlos wären weil das jeweils immer nur das Gegenteil des Gewünschten erziele. Dann bräuchten wir keinerlei Gesetze und Verbote.


    Ich bin mir nicht sicher, wie genau du dich in der Szene auskennst, aber vielleicht weißt du, daß man heute nicht mehr viel Ahnung braucht, um Spiele zu kopieren und/oder herunterzuladen. Es war schon zu meiner Jugendzeit so und wird es auch bleiben: Indizierung und Verbote stellen absolut kein Hindernis für den dar, der das alles spielen will. Und wenn man PRO Indizierung oder gar Verbote ist, sollte man sich fragen: Wen treffe ich damit? Der Spieler mit krimineller Energie, der sich Spiele problemlos auch illegal verschafft, wird sich davon nicht leiten lassen. Der stinknormale User, der keine Ahnung oder Lust zum Raubkopieren hat, wird sich darum nicht kümmern. Ich möchte nicht pauschalisieren, aber wer von diesen beiden entspricht eher dem Profil des gewaltbereiten Menschen, der Ziel dieser Aktion sein sollte?



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    Völliger Humbug ist natürlich daß andauernd über die Lehrer diskutiert wird. Wir wissen doch alle daß Lehrer einfach nur ihren Lehrstoff vermitteln, und sonst nichts. In aller Regel übernehmen Lehrer nicht wirklich pädagogische Aufgaben. Oder war ich auf den falschen Schulen?


    Entweder warst du auf der falschen Schule, oder ich war auf der falschen Schule... oder ich bin zu alt, oder du zu jung. Sicherlich sind Lehrer kein Ersatz für die Erziehung in der Familie - und weiß Gott nicht jeder Lehrer sollte seine Gedanken an die Schüler weitergeben dürfen. Aber von Humbug zu reden, wenn man Lehrer in die Pflicht nimmt, ist nicht angebracht - denn sie haben eine Erziehungspflicht. Auch wenn dies an vielen Schulen heutzutage nicht umsetzbar sein sollte. Allerdings setzt da ja auch die Kritik ein - wenn es zu wenig Geld gibt für genügend Lehrkräfte, ist das durchaus ein Grund, warum Kinder und Jugendlich augenscheinlich immer schlechter ausgebildet und leider Gottes auch erzogen werden.



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    Wobei ich das nicht mal nur negativ finden kann. "Das Leben" funktioniert schließlich auch nicht so, auch da wird man anhand von Faktoren, die mitunter nicht fair sind und dem Einzelnen nicht gerecht werden, beurteilt.


    Schlechtes Beispiel... "das Leben" hat noch so viele andere Unterschiede zur Schule, daß man nach deiner Lesart ja noch so einiges ändern am Schulsystem ändern müßte. Fakt ist, daß die Schule eine Erziehungsanstalt ist bzw. sein sollte. Schließlich schickt man nicht Erwachsene dorthin, sondern Kinder und Jugendliche - in dem Vertrauen, daß sie eine fundierte Ausbildung erhalten und die Erziehung nicht unter den Tisch fällt. Das ist auch der Anspruch einer jeden einigermaßen normalen Schule.



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    Letztlich ist es immer die Persönlichkeit des Einzelnen, die das Problem macht - oder eben nicht macht wenn jemand in der Lage ist sich halbwegs zurechtzufinden in der Gesellschaft.


    Dem stimme ich zu, aber diese Persönlichkeit kommt nicht von Ungefähr, sondern bildet sich ja erst im Laufe der Zeit. Insofern ist es meiner Meinung nach falsch, die erzieherischen Pflichten der Schule deshalb anzuzweifeln, weil ja eben u.a. erst durch diese die Persönlichkeit eines heranwachsenden Menschen erst gebildet wird (was auch nach der Schule noch weitergeht, aber das ist ja nicht das Thema).



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    "Killerspiele" machen sicher keinen zum Amokläufer, aber sie konfrontieren doch unnötigerweise damit daß Töten nicht als schlimmste, ultimativ denkbare Verhaltensweise, sondern als gewinnbringender Nervenkitzel dargestellt wird.


    Wenn man sich mal anschaut welches Gewalt- und Aggressionspotential in der Gesellschaft, gerade bei Jugendlichen, herrscht und sich zudem den Bildungsstand mancher Leute vor Augen führt - da bin ich mir nicht sicher ob nicht auch Computerspiele manchen Jugendlichen Gewalt und "Draufhauen" als eine Problemlösungsstrategie vorführen.


    Wie ich schon vorher versucht habe einzuwerfen: Warum wird bei einem hohen Gewaltpotential erst auf Computerspiele geschimpft (oder halt Splattervideos, Heavy Metal etc.)? Ich möchte der Theorie nicht widersprechen, daß brutale Spiele gewaltbereite Menschen negativ beeinflussen. Aber von wie vielen Menschen sprechen wir hier? Und wie viele Menschen sind nicht so gewaltbereit und stellen keine Gefahr für die Gesellschaft dar? Wie viele Menschen werden ohne Grund entmündigt, wenn ein Spiel indiziert oder verboten wird?
    Man sollte sich um die Gründe für das hohe Gewaltpotential kümmern und nicht versuchen, möglicherweise beeinflussende Faktoren auszuschließen. Das ist so, als ob man bei einem Großband in einem Haus erst Mal die Nachbarhäuser einreißt, damit der Brand sich nicht ausweitet - und nicht einfach mal versucht, das Feuer an seiner Quelle zu löschen. Wobei "einfach" nicht suggerieren soll, daß es sich dabei um eine einfache Aufgabe handelt. Allerdings ist so vieles im Leben nicht einfach... und für die Kinder und Jugendlichen der Gesellschaft sollte man sich auch mal an schwierige Themen heranwagen.



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    Die drei Täter, die in der vorvergangenen Woche einen Mithäftling in der JVA Siegburg ermordet haben, haben ausgesagt daß sie "mal einen Menschen real sterben sehen wollten". Man kann vielleicht nicht sagen daß Medien und Computerspiele diese verabscheuungswürdige Denkweise ausgelöst haben - aber wer schließt andererseits aus daß sowas ihre Phantasie NICHT beflügelt hat?


    Gegenfrage: Wie kann es sein, daß die Täter überhaupt die Möglichkeit hatten, in einer Justizvollzugsanstalt solch eine Tat zu begehen, ohne daß jemand intervenierte?
    Oder: Wer kann ausschließen, daß die Täter NICHT von Computerspielen in ihrer Phantasie beflügelt wurden?



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    Einfach zu sagen "ich spiele auch damit und bin kein Amokläufer" ist schön und gut, TT ist allerdings auch ein Forum von vielen überdurchschnittlich intelligenten Menschen, wir sind sicher kein repräsentativer Querschnitt durch die Gesellschaft. Wir hier reflektieren Dinge sicher oft besser / anders als ein einfach strukturierter Manta-Mannie. Ob man unsere Sichtweisen auch in der Abschlußklasse irgendeiner Hauptschule finden würde? Ich denke eher nicht...


    Das Argument "Ich spiele auch damit und bin kein Amokläufer" soll in erster Linie die Tragweite von Indizierungen und Verboten signalisieren - auch ganz friedliche Menschen, die Spaß an der Sache haben, werden davon betroffen. Das mag kein juristisch stichhaltiges Argument sein, aber es dürfte diejenigen zum Nachdenken anregen, die mancher Panikmache folgend meinen, daß brutalte Spiele fast schon unweigerlich zum Massenmord führen. Davon abgesehen: Doch, ich denke durchaus, daß auch die Schüler an den meisten Hauptschulen mit vielen von uns in vielen Punkten einer Meinung sind - ganz besonders in der Frage der brutalen Computerspiele.
    Auch sollte man nicht vergessen, daß hier nicht Akademiker unterwegs sind, sondern es wohl auch genügend Mitglieder gibt, die selbst einen Hauptschulabschluß haben.



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    Warum sind denn z. B. faschistische Neonazi-Propaganda-Bücher oder CD's verboten? Doch deswegen weil man verhindern möchte daß gewaltverherrlichende oder ausländerfeindliche Inhalte salonfähig gemacht werden. Wenn dieses Verbot auf bestimmte Computerspiele ausgeweitet würde kann ich das erstmal nicht schlecht finden.


    Neonazi-Propaganda wird nicht verboten, weil sie gewaltverherrlichend ist, sondern weil sie verfassungswidrige Inhalte suggeriert und weiterverbreitet. Wir wollen z.B. die Auschwitz-Lüge oder Aufforderung zum Rassenhass wohl nicht mit virtuellen Morden an virtuellen Gegnern in einem virtuellen Raum mit virtuellen Waffen und virtuellen Blut in einen Topf werden oder? (das ist eine rhetorische Frage, faktisch wird das schon getan)



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    Und daß sich die Frage nach der Herkunft der Waffen des Amokläufers stellt heißt nicht daß Computerspiele kein Thema sind. Das eine schließt das andere nicht aus.


    In meinen Augen schon... zumindest, was die öffentliche Betrachtungsweise angeht. Der Täter - und noch viele andere - kommt ohne größere Probleme an Waffen, aber als ausschlaggebender Faktor werden brutale Computerspiele genannt. Das ist nachgerade absurd. U.a. auch deswegen, weil hier wieder die angesprochene kriminelle Energie ins Spiel kommt: Wenn ich illegal Waffen beschaffen kann, dann kann ich mir auch verbotene Spiele illegal besorgen. Kein Verbot der Welt hilft dagegen. Und genau das ist der Punkt.