Hi Alper,
ja, du erfährst die Auswirkungen des Klimawandels am eigenen Leib.
In seinen 4,5 Milliarden Jahren erfuhr unser Planet ne Menge Abwechslung, was Temperaturen anging - noch vor knapp 10.000 Jahren (das ist verdammt wenig!) waren große Teile Norddeutschlands unter einer Eisschicht begraben und als diese wegschmolz, zeigte sich das, was wir heute Endmoränenlandschaft nennen. Wenn du in Niedersachsen wohnst, ist die Chance relativ groß, dass du ebenfalls Bewohner einer solchen Landschaft bist.
Wie oben erwähnt, ist die Erde, wie wir sie meist von Geburt an kennen, kein Dauerzustand, sondern ständig im Wandel. Wenn wir vom Klimawandel sprechen, reden wir zu 99% von einem Zeitraum, der frühestens um 1850 begann, vielerorts noch viel später, nämlich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als unsere Vorfahren im mitteleuropäischen Raum begannen, das Wetter, Witterung und letztendlich auch über eine größere Zeit hinweg das Klima zu erfassen und schriftlich zu fixieren. Betrachtet man die Jahresmittelwerte der Temperatur, entdeckt man tatsächlich einen Anstieg der Temperatur - einige Forscher einigten sich auf den Begriff Hockey-Kurve, da die Form einem Hockey-Schläger gleicht.
Dieser Anstieg im letzten Jahrhundert ist sicherlich auch der Industrialisierung bzw. vielen anderen Faktoren aus der Ecke "Mensch" zuzuschreiben. Allerdings gibt es wenig Anhaltspunkte, dass es eine ähnliche Situation nicht schon einmal gab, denn schließlich ist unser Planet im ständigen Wandel. Man könnte die Entwicklung als Auf-und-Ab bezeichnen, wobei wir jetzt augenblicklich erstmal Teil 1, nämlich "Auf" bewusst kennenlernen und miterleben.
Mache dir vorerst also keine Sorgen und übertreibe es nicht mit dem Auto-stehenlassen und den Energiesparlampen ;). Dadurch kommt der Schnee auch nicht wieder...