ZitatOriginal geschrieben von Martyn
Ich hab gerade erste das Eingangsposting genauer gelesen, und ich finde auch das man z.B. in Brandenburg und Meck.-Vorpommern mehr investieren könnte. Ich denke das wenn hier schon Frankfurt/Oder als Beispiel genannt worden ist, die Standortfaktoren für einen Betrieb auch nicht wesentlich schlechter wären, als z.B. in wo in Bayern, BW oder Hessen.
Das Problem ist doch vor allem, dass dort oben für viele zukunftsträchtige Branchen die qualifizierten Mitarbeiter fehlen.
Klar, die Jugend wird am Ende ihrer Ausbildung auf einem mit dem Westen vergleichbaren Stand sein, aber wo investiert wird, müssen doch auch qualifizierte erfahrene Arbeitnehmer zur Verfügung stehen und das ist dort nicht der Fall.
Man kann natürlich Firmen dort bauen und Wessis als Arbeitnehmer importieren, doch damit ein Wessi in Osten geht, muss man ihm mindestens genauso viel zahlen wie im Westen, wahrscheinlich mit "Schmerzensgeld" (mal ehrlich, welcher Arbeitnehmer mit guten Arbeitsplatzchancen in Ba-Wü geht freiwillig nach MeckPom) noch mehr. Damit ist dann auch der einzige Standortvorteil, nämlich der, der billigeren Arbeitskosten, zunichte gemacht.
Zudem bringen den Osten Werktagsossis, die am WE in Westen zurückfahren und dort ihren Lohn ausgeben, relativ wenig. Auch die Infrastruktur ist dort bedeutend schlechter. Auch wenn das hart klingt, wenn man manche Orte in Baden-Württemberg oder Bayern mit vergleichbaren Orten in z.B. MeckPom vergleicht, dann hat man manchmal den Eindruck, man sieht den Unterschied zwischen einem Erste- und einem Zweite-Welt-Land.
Die politischen Verhältnisse in einen Oststaaten tragen natürlich auch nicht unbedingt dazu bei, dass vor allem ausländische Investoren dem Osten die Türe einrennen. Wenn 30% der Einwohner undemokratische Parteien wählen, ist das schon alarmierend und das kann man auch nicht immer auf die schlechte Politik schieben, da mangelt es einfach an politischer Bildung und Integrationsbereitschaft in die Bundesrepublik.