Beiträge von D-Love

    Vor allem, was hat die Hardware-Ausstattung des Handys mit dem Betriebssystem zu tun? Klar, hat sich Nokia nicht mit allen S60-Phones mit Ruhm bekleckert, wobei man auch ganz klar sagen muss, dass es schlicht und ergreifend Nokia-Produktpolitik ist, nicht in ein Handy alle möglichen Funktionen einzubauen, aber ich wüsste nicht, in welchem Bereich Symbian gegenüber Windows Mobile und z.B. dem SDA unterlegen wäre.


    Außerdem hält mit entsprechender Software selbst das hässliche, alte 3650, vom Display und Mono-Sound mal abgesehen, immer noch sehr sehr gut mit jedem Microsoft-Handy mit.

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    Original geschrieben von Printus
    Ich finde auch daß der Umgang mit diesem Ereignis inzwischen an manchen Stellen lächerlich wird: erste Radiosender haben beschlossen "Die perfekte Welle" von Julie, seit ein paar Wochen ganz oben in der deutschen Hitparade, nicht mehr zu spielen weil man da falsche Assoziationen ziehen könnte. Ehrlich, das kann ich nicht verstehen. Drehen die Wasserwerke demnächst auch den Hahn zu weil das Wasser die Katastrophe bewirkt hat?
    Oder wenn hier kritisiert wird daß irgendwo steht "Gigantische Flutwelle" - ja wie soll man das, was da passiert ist, denn sonst nennen?


    Ich finde nicht schlimm, dass man den Song nicht mehr spielt, der außer dem Titel auch im Liedtext Bilder benutzt, die momentan wirklich nicht angemessen sein könnten. Schlimm und heuchlerisch finde ich nur, wie sich die Radiosender in Pressemitteilungen geradezu damit brüsten, dass sie den Song nicht mehr spielen, um als besonders moralisch dazustehen. Den Opfern wäre sicher mehr geholfen, wenn die Radiosender ihre PR-Abteilungen lieber verstärkt dazu nutzen würden, um Spenden zu sammeln als sich mit solchen Belanglosigkeiten, die im Moment die wenigsten interessieren dürften, an die Öffentlichkeit zu wenden.

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    Original geschrieben von Drummaster
    Ehrlich gesagt muss ich dem E-Plus Menschen recht geben, es wäre an der Zeit gewesen endlich mit dem 1,- Euro Handy Wahn aufzuhören und stattdessen endlich Tarife zu schaffen die einem nicht ohne Ende das Geld aus der Tasche zu ziehen, so muss das Geld aber weiterhin über die Tarife rein wenn das Handy verschleudert wird. Gerade bei den Tarifen gehört Vodafone zum Klassenprimus möglichst viel Geld zu nehmen, wenn ich mir die Datentarife ansehe könnte mir schwindelig werden.


    Vodafone macht jedenfalls keine Angebote mit 240 € Barauszahlung wie E+, sondern staffelt bereits deutlich nach Tarif und Umsatz des Kunden, um die Subventionen auf eine vernünftigere Grundlage zu stellen. Die Frage ist, ob es dann nicht scheinheilig ist, einem Mitbewerber in Sachen Subvention etwas vorzuwerfen, wenn man seinen eigenen Kunden teilweise sogar das Bargeld hinterher wirft.


    Fakt ist, E+ schlägt die beiden D-Netze schon heute in Sachen Tarife teilweise um Welten UND subventioniert Handys. Dennoch kann man gegen die beiden Großen keine wirklichen nennenswerten Erfolge verbuchen. Vor allem VF aber auch T-Mobile liegen trotzdem weiterhin, was Neuaktivierungen anbetrifft, deutlich vor E+.


    Daraus kann man schlussfolgern, dass der gemeine Handynutzer es ohnehin schon lange aufgeben hat, im Tarifdschungel durchzublicken und hauptsächlich nur der Handypreis und die mtl. Grundgebühr interessiert. Das deckt sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen früher im Verkauf. Außerdem punkten beide gegenüber E+ und o2 mit deutlich besserem Service, einer vielerots höheren Präsenz und, so ist es nun mal im Falle E-Plus immer noch, einer deutlich dichteren Netzversorgung.


    Zudem hat E+ IMO ein gewaltiges Image- und Markenproblem. Während o2 sich durch diverse Werbeanstregungen durchaus als hochwertiger Anbieter positioniert hat, hat E+ immer noch vor allem ein Image: billig und ausgeflippt.


    Außerdem muss man bedenken, dass der Deutsche kein Handy-Poweruser ist. Es werden in der Masse nur kurze Gespräche geführt und auch viel SMS geschrieben, der durchschnittliche Umsatz beträgt gerade einmal 25 € pro Kunde. Von daher werden sich viele mit Sicherheit nicht daran stören, ob sie jetzt für 0,19 € oder 0,09 € in der Minute telefonieren, wenn sie mal telefonieren. Die Tarifdetails werden überschätzt. Ein bisschen blabla und der Kunde ist überzeugt, Vertrag gemacht und fertig.


    Das Problem, das E+ hat, ist nicht Vodafone, denn in einer Marktwirtschaft gibt es nun mal Konkurrenz. Das Problem ist für mich folgendes: VF hat kein Problem damit, wenn ein Kunde erst ab dem 16. oder 17. Monat tatsächlich einen Nettogewinn erbringt, denn VF hat genügend Kunden, arbeitet sehr rentabel und effektiv, hat eine große Kapitaldecke. E-Plus dagegen macht durch die Dumpingtarife, die ja keinesfalls bedeuten, dass die Kunden auch mehr telefonieren, möglicherweise erst viel später einen Gewinn, schafft es nicht, genügend Kunden zu akquirieren, um das zu auszugleichen und wird dann auch noch in einem Bereich, wo man monetär überhaupt nicht mehr dagegen halten kann, nämlich der Subvention von Hardware von VF so massiv unter Druck gesetzt, dass man in Gefahr gerät, noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.


    Zusammengefasst: E+ akquiriert für seine Tarif- und Kostenstruktur zu wenig Kunden. Das ist nicht das Problem von Vodafone, sondern das Problem des E+-Vertrieb und des E+-Marketing.


    Und dieses Problem wird bleiben, selbst wenn alle Anbieter die Handysubventionen streichen würden. Dann könnten VF und TMOB immer noch die Tarife von E+ massiv unterbieten und würden E+ wahrscheinlich umso schneller den Garaus machen, um danach die Tarife wieder anheben zu können, ohne die Handysubventionen wieder in der alten Form einzuführen. Das heisst, langfristig besteht die Gefahr, dass der Kunde sogar wieder mehr bezahlen müsste als jemals zuvor, da die Großen ganz schnell massive Verdrängungsstrategien fahren werden, wenn zuviel Druck von den kleinen Anbietern kommt. Beispiele gibts für so etwas genug, das Paradebeispiel ist natürlich der Strommarkt.


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    Mir kann auch Vodafone noch so ein tolles Plastik Motorola für einen Euro anbieten mit dem tollen Vodafone Branding, kaufen werde ich es Garantiert nicht und Vodafone sieht mich mit ihrer Branding und Preispolitik auch so nie wieder.


    Den meisten Kunden sind Brandings egal. Wenn man den Kunden zwei Typen des gleichen Handys hinlegen würde, eins mit Branding, eins ohne und sagen würde, das mit kostet 1,-, das ohne 99,-, würden 99% aller Nutzer sich für die 1€-Variante entscheiden. TT ist alles, aber nicht repräsentativ für den deutschen 0815-Handynutzer.


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    Die meisten Handy User können sich unter UMTS höstens Video Telefonie vorstellen, werden diese aber nach den ersten Saftigen Rechnungen sowieso nicht mehr nutzen oder ist es etwa an der Zeit die Verschuldung durch Handy nutzung weiter in die höhe zu treiben?


    MMS ist sicher nicht so eingeschlagen, wie man sich das erhofft hatte, und VideoTelefonie ist auch nicht unbedingt der Dienst, der mich persönlich jemals reizen würde, aber nur zu deiner Info: Es werden hohe dreistellige Millionenbeträge, bald sogar Millardenbeträge mit polyphonen Klingeltönen, Real Tones, Handylogos und Java-Games gemacht. Das wäre nicht möglich, wenn die NB nicht entsprechende Handys so unter das Volk gebracht hätten, wie sie es getan haben. Und ich kann es noch mal wiederholen: Gerade VF hat UMTS endlich von der Technikschiene weg gebracht. Die anderen Anbieter wissen doch überhaupt nicht, wie sie UMTS an den Mann bringen sollen. VF profitiert hier einfach von dem erfolgreichen VF Live!-Konzept, das bereits fest in den Markt eingeführt ist, und das mit UMTS jetzt einfach weiterführen und ausbauen kann. E+ dümpelt in dem Bereich mit dem propietären i-mode-Gemurkse hoffnungslos dahin.


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    Zusammengefasst finde ich die Kritik gerechtfertigt und Mutig das es mal ein Provider ausspricht, es wird höchste Zeit zum Umdenken auch wenn ich mit dieser Meinung wahrscheinlich der breiten "Geiz ist Geil" Fraktion gegenüber auf verlorenem Posten stehe die nur den Anschaffungspreis von einem Euro sehen.


    Herr Bergheim sollte sich besser um sein eigenes Unternehmen kümmern und erstmal da seine Hausaufgaben machen, da gibt es wahrlich genug zu tun. Wie ein beleidigtes trotziges Kleinkind in der Presse rumheulen, dass VF die Lizenz nicht nur verstauben lässt und zum Spaß ein UMTS-Netz aufgebaut hat, sondern damit jetzt auch Geld verdienen will und anstatt die eigene Blödheit anzuprangern, die Handy-Nutzer per sé für zu dumm zu halten, um UMTS-Dienste zu nutzen, ist ein Eigentor aller erster Güte. Ich frage mich manchmal auch, ob Manager wie Herr Bergheim nicht glauben, dass auch die eigenen Kunden solche Interviews lesen könnten.

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    Original geschrieben von ganymed
    Weiß einer wo bzw. wie die VF Mitarbeiter geschult werden?


    Kann es sein dass die Motivation eher durch Druck ausgelöst wird?


    Die meisten Schulungen werden intern durch die Filialbetreuer (Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, der mehrere Filialen in einer Region betreut und der direkte Vorgesetzte der Filialleiter und des Verkaufspersonal ist) durchgeführt, aber externe Coaches können durchaus auch einmal zum Einsatz kommen. Natürlich gibt es auch unter den FBs Schnullis, aber zum großen Teil kann man sagen, dass das super ausgebildete und sehr motivierte Leute sind, die sehr gute Trainings und Coachings machen und ihr Wissen auch sehr gut an die Mitarbeiter weitergeben können.


    Zum Thema Druck. Druck gibt es im Vertrieb immer. Der kommt von ganz oben und wird von Ebene zu Ebene weitergegeben. Wer damit umgehen kann, Spaß am Verkaufen hat und das auch gut kann, kann bei VF auch als Verkäufer alt werden, sehr gutes Geld verdienen und wenn Potential vorhanden ist, sogar richtig und vergleichsweise schnell die Karriereleiter aufsteigen. Bezahlung ist für den Einzelhandel absolute Spitze, weil VF möchte auch wirklich nur sehr gute Leute im Verkauf. Wer das nicht ist, wird dort auch im Vertrieb nicht alt werden, das ist die Kehrseite der Medaille.


    Gibts du Vodafone viel, wird Vodafone dir viel zurückgeben. Gibts du Vodafone nicht viel, dann geh nach Hause.

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    Original geschrieben von muellix


    Und Hamstermentalität in Zusammenhang mit Sparquote zu setzen, halte ich für sehr gewagt. Sag das mal einem Opelaner in Bochum, der gerade ausrechnet, wie lange er mit seiner Abfindung auskommen könnte.


    Ich rede ja nicht von Menschen, die von unmittelbarer Arbeitslosigkeit betroffen sind, sondern von den vielen, die Mehrheit, die sich eigentlich gar keine akute Sorge um ihren Arbeitsplatz machen muss und durchaus mehr konsumieren könnte, es aber nicht tut aus der Angst heraus, dass irgendwann (sehr dehnbarer Begriff) mal schlechtere Zeiten kommen könnten. Nur wenn die wirklich mal kommen, dann bringt auch das wenig zurückgelegte Geld nichts, denn das ist dann sowieso ruckzuck futsch, vielmehr potenziert sich dieses Kleinsparsyndrom vieler einzelner mit der Zeit zu einem wirklichen Problem und die Wahrscheinlichkeit, dass "schlechtere Zeiten" eintreffen, vergrößert sich viel mehr.


    VF versteht es halt, die Leute zum Kaufen zu motivieren. Die Verkäufer werden, und das muss man auch mal sagen, hervorragend ausgebildet und super gecoacht und wer gut ist, kann richtig gutes Geld verdienen, auch wenn manche Verkaufsmethoden natürlich fragwürdig sind. Wenn man sich ansieht, was für Verkäufer einem im sonstigen Einzelhandel teilweise begegnen, dann ist die Krise bei manchen Unternehmen vor allem auch hausgemacht.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Ganz hart gesagt: denen geht es besser als den Opfern in Sri Lanka oder einem Penner in Mexico Stadt z.B. - was nicht heisst, dass sie keine Hilfe brauchen. Aber die Möglichkeiten des sozialen Netzes, die es hier gibt (Tafeln, Bahnhofsmission, Wohnheime etc.), gibt es dort nicht denke ich. Mit Vermarktung hat das denke ich nix zu tun.


    Eben, außerdem sind viele der in Deutschland auf der Straße lebenden selbstverschuldet in ihrer Situation und haben oftmals auch überhaupt keine eigene Motivation, sich wieder um ihr eigenes Leben zu kümmern. Angebote wie Wohnheime, Sozialwohnungen etc. werden doch überhaupt nicht in Anspruch genommen. Die leben doch oft aus freigewählten Stücken auf der Straße. Da gäbe es für mich keine Sekunde zu überlegen, ob ich Geld diesen Menschen oder den Opfern der Flutkatastrophe spenden würde.


    Die Menschen in der Krisenregion dagegen haben teilweise ihre komplette Familie, all das was ihr ganzes Leben ausgemacht innerhalb von Sekunden verloren und da kann ich im Vergleich kein Mitleid empfinden mit einem Penner, der im beheizten Bahnhof in der Ecke liegt und an seiner Wodkaflasche nuckelt. Ganze Familien ausgelöscht innerhalb von Sekunden. Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so erschüttert von einer Katastrophe wie von dieser. Wenn man die Zahl 70.000 Tote hört, dann ist diese Zahl so groß, dass man sich das gar nicht mehr vorstellen kann, aber wenn man dann Einzelschicksale sieht, Mütter und Väter, die ihre toten Kinder bergen und durch die Gegend tragen, Menschen, die ihre ganze Familie verloren und als einzige überlebt haben, Kinder, die nach ihren getöteten Eltern schreien, dann ist das unglaublich erschütternd. Man hat auch manchem Reporter angemerkt, dass er/sie nahe dran war, in Tränen auszubrechen.


    Ich weine normalerweise nicht, wenn ich eine Katastrophe in den Nachrichten sehe, aber diesmal ist es mir passiert. Auch wenn man die Katastrophen nicht miteinander vergleichen sollte, denn jedes Einzelschicksal ist gleich schlimm, aber das hat eine ganz andere Dimension als ein Terrorakt wie der 11. September oder ähnliches. Für mich persönlich zumindest. Dass es einige Medien und manche Menschen anders sehen, mag daran liegen, dass ein reicher getöteter amerikanischer Börsenmakler, der im WTC Millionen vor sich her schob in unserer Welt eben doch mehr zählt als ein armer getöteter Mensch aus Südostasien, zu mal die Menschen dort wirklich überhaupt nichts für die Katastrophe konnten, während 9/11 mit einer anderen amerikanischen Politik durchaus zu vermeiden gewesen wäre und Bin Laden ein selbst geschaffenes Problem war. Aber bitte keine Diskussion dazu, das gebührt diesem Thread nicht. Das ist meine persönliche Meinung. Beides ist gleich schlimm. Ob die Pietät und die Berichterstattung bei 9/11 überangemessen war oder sie jetzt unangemessen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Wenn alle Firmen so gut im Verkaufen ihrer Produkte wären, wie es Vodafone ist, hätten wir wahrscheinlich einige Probleme weniger in unserem Land ;-)


    Im VF-Shop scheint der Bundesbürger seine blödsinnige Hamstermentalität (um für schlechtere Zeiten wirklich effektiv hamstern zu können, verdienen die meisten eh viel zu wenig) zumindest doch abzulegen.

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    Original geschrieben von NoNick
    Wobei es wirklich nicht anders geht. Meines Erchtens kann solchen einen Versuch nur mit einer starken Marke wagen. Einer Marke deswegen, weil nur wenn die Marke interessant ist sich die Kunden die Mühe machen und schauen warum der Preis für die Hardware so teuer ist. Und echte Marken im Bereich Mobilfunk gibt es IMHO nur 2 in Deutschland. Vodafone und o2.
    o2 würde sicher gern die Subvention abschaffen, aber wenn der Versuch schief geht, kann o2 dicht machen. o2 ist nicht in der Lage einen Einbruch bei den Kundenuahlen zu verkraften. Vodafone dagegen schon.... Aber da werden wir wohl lange warten müssen.


    Bis die Tage...


    NoNick


    VF weiss eben, dass bis auf T-Mobile niemand in der Lage ist, die derzeitigen UMTS-Hardware-Preise mitzugehen. Und selbst die müssen tief durchatmen, um da mithalten zu können. Für VF ist das doch viel angenehmer, als die Tarife zu senken. Denn die Handy-Subs kann man auch wieder runterfahren, wenn die entsprechenden Umsätze, die dagegen stehen, nicht stimmen. Aber eine deutliche Tarifsenkung kann man so leicht nicht mehr rückgängig machen. Man greift e+ und o2 also vor allem dort an, wo diese sich eigentlich positionieren möchten, nämlich als preisgünstige Alternativen zu den beiden großen, nur VF senkt die Preise in einem Bereich, der a) mehr ins Auge sticht als die immer noch recht undurchsichtigen Tarife und an das Bedürfnis der Menschen appelliert, ein schickes neues Handy zu besitzen und b) in dem die beiden anderen überhaupt nicht dagegen halten können. Auf lange Sicht wird, da bin ich mir sicher, von e+ und o2 nur noch einer übrig bleiben. Diesem Druck, den die beiden großen jederzeit aufbauen können, können die mit ihrer finanziellen Mitteln und ihrer Kundenzahl auf Dauer nicht standhalten.


    Von daher ist Herr Bergheims Frustation verständlich, aber wenn schon der Vorstand die Flinte ins Korn wirft und keine Ideen hat, wie man sich selbst wieder neu behaupten kann, dann finde ich das schon bedenklich.


    Und genau mit dieser technische Ahnungslosigkeit der meisten Nutzer versucht Vodafone doch endlich aufzuräumen, in dem sie die damit verbundenen Produkte wie Videotelefonie, MobileTV, Musikdownload etc. in den Vordergrund rücken.


    Ob die Kunden die Produkte letztlich nutzen und wie schnell in welchem Umfang, bleibt natürlich abzuwarten, aber die Lizenzen sind nun mal gekauft, die Netze aufgebaut, die Hardware ist auch da, also ist es doch besser, jetzt einfach mal richtig durchzustarten.


    E+ hat doch überhaupt kein Plan, kein Konzept, kein gar nichts. Das hat man schon mit i-mode gesehen, das man in Rekordzeit mit katastrophaler Hardware mehr oder weniger beerdigt hat, bevor es überhaupt angefangen hat. Das sieht man beim Hiptop, der ja auch alles andere als ein durchschlagener Erfolg zu sein scheint. Auch die Datenkarten gab´s bei der Konkurrenz früher. Günstige Voice-Tarife kann e+ kreieren, aber von Datenprodukten und vor allem wie man diese an den Mann bringt, muss man e+ nach den Erfahrungen der letzten Jahre wirklich jede Kompetenz absprechen. Während VF UMTS endlich wieder positiv belegt hat, eine große Auswahl an immer besser werdenen Geräten im Angebot hat und es geschafft hat, dass Kunden endlich neugierig werden auf diese neue Technologie, hat e+ nur ein paar Alibi-UMTS-Telefone wie die indiskutable Megagurke 7600 ins Programm genommen.


    Und was die Konkurrenz angeht: VF hat doch an sich überhaupt kein Problem mit den Subventionen, man macht trotzdem Millardengewinne und hat die oben angesprochenen 50% Umsatzrendite. Zwar möchte man die auch reduzieren und das hat mit der neuen Staffelung ja z.T. auch erreicht, aber mit so viel Kapital und so viel Gewinn steht man nicht unter Zugzwang. Man kann abwarten, bis sich die anderen Anbieter die Finger an der Thematik verbrannt haben. Abschaffen wird man die Subventionen ohnehin nicht können, dafür haben sich schon viel zu viele an Handys für 1€ gewöhnt, als sich die Schraube komplett zurückdrehen ließe. Für E+ dagegen, die von allen deutschen NBs die geringste Kapitalbasis haben dürften, stellen die hohen Hardwaresubs mit Sicherheit ein weitaus größeres Liquiditätsrisiko dar.

    E-Plus weiß, wie wichtig die Handysubvention in Deutschland ist, hat aber weder die finanziellen Reserven, noch den Mumm, selbst einen Vorstoß zu wagen. Das sollen lieber die beiden dicken D´s machen, damit man deren Kunden dann bequem abstauben kann. Leider ein bisschen sehr durchsichtig, Herr Bergheim :flop:


    Außerdem kann sich E-Plus ja dann gleich zu jeweils 50% an Vodafone und T-Mobile verkaufen. Offenbar will man ja ohnehin sich nur noch nach deren Verhalten ausrichten. Ganz nach dem Motto: "Sollen die anderen ihren Kunden etwas schlechtes tun, damit unser Produkt besser aussieht" anstatt "Wie können wir unser Produkt verbessern".