Die Wahrheit ist schlicht und ergreifend, dass die Aufgabe einer Filiale oder PA ist, möglichst viele Karten zu schalten. Das ist die alleroberste Priorität, da spielt eine tatsächlich für den Kunden optimale Beratung oder die Kundenzufriedenheit keine Rolle, dafür sind im Hause VF andere Instanzen (wie die 1212, das Business Team etc.) zuständig.
Wer den Kd. nur möglichst gut beraten will, hat bei VF im Filial-Vertrieb NULL Chance, weder als Filialleiter (die eh nur kleine Würste sind, die sich hierarchie-technisch nicht mal auf der Stufe eines Teamleiters befinden, aber wenn man ohnehin nicht zufrieden mit ihnen ist, für die lächerlichsten und kleinsten Fehler sowas von ruckizucki fristlos vor die Türe gesetzt werden), noch als Verkäufer, noch als eigenständiger Partner. Bei einem Partner kann u.U. die Situation noch viel prekärer sein. Denn wer dauerhaft unter den Zielvorgaben bleibt, riskiert nicht nur seinen Arbeitsplatz, sondern auch den seiner Mitarbeiter und seine Existenz, denn VF fackelt nicht lange, wenn es darum geht, erfolglose Partner auch ganz schnell wieder dicht zu machen.
Der Vertrieb bei Vodafone, und nicht nur bei Vodafone, bei anderen NB wird das mit Sicherheit nicht besser sein, ist knallhart und 100% Zielerreichung ist gerade einmal zufriedenstellend, erwartet werden eigentlich 120-200%. Zum Teil muss das sicher auch so sein, denn wer nur gut berät, tut dem Kunden zwar etwas gutes, wird aber nie viel verkaufen, von daher heiligt der Zweck viele der von VF eingesetzten Mittel.
Deswegen eine Bitte an alle: Habt Verständnis für die Verkäufer. Die verdienen zwar sehr gut bei VF, aber letztlich ist das einzige, was sie tun, ihren eigenen Arsch über Wasser zu halten, denn da gibt es nur die Chance zwischen a) gut sein und Geld verdienen und b) auf die Straße gesetzt zu werden. Wenn ihr den Eindruck habt, ihr seid betrogen worden, setzt euch mit dem Unternehmen auseinander. Der, der euch, eurer Meinung nach, über den Tisch gezogen hat, ist das allerschwächste Glied der Kette.
Es ist nun mal so, dass VF es verschmerzen kann, wenn von 100 ungewollten Zweit- oder Partnerkarten vielleicht 10 wieder storniert werden, denn unter dem Strich hat man dann immer noch 90 mehr verkauft, als der Kd. eigentlich wollte. Außerdem ist man bei 25 Mio. Kunden in einem weitgehend gesättigten Markt, einem hohen Bekanntkeitsgrad und mit vielen 1a- und 1b-Lagen in den Innenstädten eben nicht auf jeden einzelnen Kunden angewiesen.