Beiträge von D-Love

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber auch die beiden anderen Angaben kommen mir sehr hoch vor. Ich würde bei nem TK-Shopmitarbeiter (mittlere Reife, Ausbildung als Einzelhandelskaufmann, 3 Jahre Berufserfahrung) so von 1.400€ Basisgehalt und 300€ bis 800€ Provision ausgehen, das wären dann 1.700€ bis 2.200€ brutto, was dann netto so 1.100€ bis 1.450€ entsprehen dürften.


    Martyn, von was du ausgehst trifft aber leider in den seltensten Fällen zu :D


    Ich habe in diesem Unternehmen gearbeitet und das waren die Gehälter. Und die basieren auf dem TV Telekommunikation, der zwischen der IG Metall und den AG abgeschlossen wurde.


    Und 2. Verkäufer werden nach Entgeltgruppe III bezahlt und 1. Verkäufer (stv. Filialleiter) nach Entgeltgruppe IV. Zumindest bei VF. Und natürlich reden wir hier von festangestellten Shopverkäufern und nicht von Aushilfen.


    http://www.vodafone.igm.de/


    Und dass der kleine Handyshop in deinem Dorf in Niederbayern hinter dem 7. Berg rechts das nicht zahlt, ist auch klar. Aber du darfst auch gerne glauben, dass TK-Konzerne wie Vodafone, T-Mobile oder E-Plus ihren festangestellten VK ganz sicher nicht Hungerlöhne von 1400 Euro brutto bezahlen.

    Bei meinem früheren Arbeitgeber war das damals ungefähr so:


    2.VK:
    ca. 2050 € brutto + Provisionen


    1.VK:
    ca. 2300 € brutto + Provisionen


    Durch Tariferhöhungen wird das heute etwas höher liegen.


    Die guten VK hatten in guten Monaten um die 3000 € brutto.


    Aber du solltest dir bewusst sein, dass der Job in der Branche erheblichen Erfolgsdruck mitbringt und das bei einem bereits sehr gesättigten Markt. Und der Fokus liegt nicht auf Beraten oder besondere Fachkenntnisse, sondern ganz klar auf Verkaufen. Nur daran wird man gemessen. Deswegen ist der Job für Leute, die sich wirklich intensiv mit dem Thema beschäftigen, gar nicht unbedingt geeignet, denn 95% des Tages besteht nicht aus Fachsimpeln mit Gleichgesinnten oder gut gemeinter Beratung, sondern daraus jemandem, der "nur telefonieren will" den Vertrag mit den monatlich höchsten Kosten zu verkaufen.


    Ist auf jeden Fall ein Beruf, bei dem man zu einem Stück auch bereit sein muss, sich im wahrsten Sinne des Wortes zu verkaufen.

    Zitat

    Original geschrieben von hjanss
    http://www.teltarif.de/arch/2008/kw21/s30050.html


    <hat eine Berliner Beratungsfirma die Datensätze zu den Verbindungen <ausgewertet
    <Forderungen von über 400 000 Euro


    400 000 Euro !! Da kann man nur Kopf
    schütteln welcher Idiot das angeordnet hat.


    Es sind wohl auch hochvertrauliche börsenrelevante Informationen an die Presse gelangt und gegen die finanziellen Auswirkungen, die das haben kann, sind 400 000 € Peanuts. Da kann es um hohe Millionenbeiträge gehen.


    Nicht falsch verstehen. Ich möchte es auf keinen Fall rechtfertigen und hoffentlich werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, aber überlegt mal, wieviel Geld das kosten kann, wenn z.B. eine geplante Übernahme auf so einem Wege frühzeitig bekannt wird.

    Solche Fälle sind neben dem Anteil an solch einer Tat, die individuell zu begründen ist, auch das Resultat jahrzehntelanger Versäumnisse von Politik und Gesellschaft, die die Situation, in denen sich in Deutschland geborene Kinder ehemaliger Einwanderer oftmals wiederfinden, schlichtweg nicht erkannt und entsprechend gegengesteuert haben.


    Wenn man sich die demographische Entwicklung in Deutschland ansieht und die prognostizierte Entwicklung des Arbeitsmarktes, bei dem wir uns auf einen dramatischen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu bewegen, ist es unfassbar, wie wir eine Generation Migrantenkinder quasi hergeschenkt haben, weil wir uns nicht um ihre besondere Situation, die sich z.B. und u.a. aus einem von anderen Kulturen geprägten Elternhaus, verstecktem Rassismus in der Gesellschaft, oftmals schlechteren wirtschaftlichen Verhältnissen etc. ergeben hat, gekümmert haben, und sie an Hauptschulen, Parallelgesellschaften und Hartz IV verloren haben. Und die, die es zu einem Diplom gebracht haben, kehren Deutschland spätestens dann in großer Menge den Rücken, weil sie sich in anderen Ländern willkommener fühlen, als in dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind.


    Die Fehler, die wir da als Staat und Gesellschaft gemacht haben, werden uns noch ganz teuer zu stehen kommen.

    Zitat

    Original geschrieben von eltrash
    Du hast noch die Lagerkosten, anteilig der Miete Deiner Wohnung vom Auktionsbeginn bis zum Zahlungseingang vergessen sowie die Strom- / Internetkosten für Deinen PC, den Verschleiß Deiner Tastatur zum Tippen des Angebotstextes, die Kosten für Kugelschreibertinte zum Ausfüllen des Paketscheins zzgl. einer Pauschale von 0,1 Cent für jeden getätigten Mausklick.


    Na und? Jeder Kaufmann stellt seine Kalkulation so auf. Warum soll ich als VK, ob gewerblich oder privat, nicht auch sämtliche Aufwendungen, die ich im Zusammenhang mit dem Versand einer Ware haben, auch geltend machen können. Und wie hoch ich diesen Aufwand ansetze, ist letztendlich meine Entscheidung. Genauso wie es die Entscheidung des Käufers ist, dieses Angebot anzunehmen oder nicht.


    Wenn mich das DHL-Paket 6,90 € kostet (Stampit mal ausgenommen) und ich das ordentlich verpacke und zur Post bringen muss, kostet mich das nicht nur das Geld für die Verpackung, sondern auch Zeit. Wenn ich dafür 2,50 € zusätzlich geltend machen will, dann sollte mir das erlaubt sein. Dass ich diese 2,50 € natürlich nur bei Artikeln für mehrere hundert EUR geltend mache und ich nicht bei etwas für 10 € ist auch klar. Bei einem billigen Artikel würde ich vielleicht stattdessen nur 0,50 € aufschlagen.


    Diese ganze Überreglierung findet doch nur statt, weil mittlerweile soviele Hirntote im Netz unterwegs sind, die mit dem Abschluss eines Kaufvertrages, dessen Bestandteil eben auch die Versandkosten sind, intellektuell völlig überfordert sind und die dann in Zeitschriften wie ComputerBILD ihr Leid kundtun, was wiederum dazu führt, dass ebays Image geschädigt wird und die so einen Blödsinn einführen.

    Naja, das heißt für mich, wenn ich z.B. ein Handy in der Zukunft bei eBay versteigern sollte, ich keinen Nachnahmeversand mehr anbieten werden, weil bei 8 EUR wirklich gerade mal DHL-Paketmarke + Packset abgedeckt sind. Und Expressversand fällt auch flach.


    Man hätte IMO diese Grenzen so gestalten sollen, dass man auf jeden Fall eine Versandart anbieten muss, die unterhalb der Höchstgrenze liegt, es aber erlaubt, dazu auch hochwertigere Versandoptionen anzubieten.


    eBay überreguliert sich langsam und verliert zudem mit dem ständigen Paypal-Pushen den Fokus der Kunden aus den Augen. Ist ja an sich eine schöne Bezahlart, aber so penetrant aufzwingen wird auch nicht funktionieren.

    Zitat

    Original geschrieben von StebuEx
    Und 3.500 für ne Stelle ohne Studium, ohne Personal-/Führungs-/Budgetverantwortung und ohne große Berufserfahrung ist ja wohl nen Scherz....


    Wir reden hier von 200 Stunden.
    Das macht bei 17 Euro Stundenlohn, was ich für den Beruf und die Region Frankfurt definitiv für nicht zu viel halte, 3400 EUR.

    avalox, ich würde auch sagen, dass 2000 € viel zu wenig sind.
    Wie du selbst im Bekanntenkreis festgestellt hast, bekommen viele schon direkt nach der Ausbildung in normalen Bürojobs mehr und haben auch meist mehr Urlaub, müssen nicht am WE und am Feiertag arbeiten und unbezahlte Überstunden leisten.


    Wenn ich die Anforderungen, auch in Hinsicht auf deine Flexiblität sehe (Feiertagsarbeit, unbezahlte Überstunden usw.) und Frankfurt eine Region mit hohen Lebenshaltungskosten ist, dann würde ich bei einer durchschnittlichen Monatsarbeitszeit von 200 Stunden aber als absolutes Minium 3000 EUR brutto für angemessen halten. Eher 3400 EUR. Du bist für deinen Arbeitgeber ein absolutes Schnäppchen. Bei der Arbeitszeit verdienst du im Moment 10 € die Stunde. Das ist ja fast so billig wie Zeitarbeit und der AG muss nicht mal Unsummen an die Zeitarbeitsfirma zahlen. Das einzige, was ich als wirklich gehaltsähnlichen Vorteil werten würde, wäre der Firmenwagen. Das Handy hast du ja hauptsächlich aus Interesse des AG, damit er dich immer erreichen kann und wenn du geregelte Arbeitszeiten hättest, würdest du sicher auch nicht immer auswärts essen gehen.


    Das Problem ist natürlich, dass du viel zu niedrig eingestiegen bist und du da möglicherweise bei diesem AG nie mehr wirklich herauskommen wirst. Du kannst jetzt natürlich nicht 1000 EUR auf einmal mehr fordern. Aber ich würde dennoch mir einen Gehaltsvergleich besorgen und diesen beim Gespräch mit dem Chef auf den Tisch legen und dahingehend hinwirken, dass deine Bezüge in mehreren Schritten auf ein vernünftiges Niveau angehoben werden.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass trotz sehr guter Leistung nach dem ersten Jahr meistens nicht so viel geht. Beim zweiten Gespräch nach Beantragung eines Zwischenzeugnisses und einer Phase einer hohen Kündigungsquote in der Abteilung ging das alles dann plötzlich viel einfacher und man zu fast 100% meinen Vorstellungen entgegen gekommen und hat mir sogar schon für die nächsten 1,2 Jahre eine gehaltliche Perspektive aufgezeigt.


    Aber wie gesagt nach 1 Jahr würde ich noch nicht so wahnsinnig viel erwarten.