Beiträge von Stefan

    Hä?


    Yeah - endlich mal wieder ein Thread für mich! :D


    Zitat

    Original geschrieben von ThaFUBU
    ca. 25kmh
    Ich hatte auch schon 220 auf dem tacho.
    Obwohl meiner nur mit 180 eingetragen ist.


    Und weil der Tacho Deiner Möhre ein Eigenleben hat, kann man das so pauschalisieren?


    Wenn ich z.B. 70 km/h fahre, so sind das echte, gemessene 68 km/h. In der Ebene bleibt die Tachonadel bei ziemlich genau 220 km/h stehen, im Windschatten werden's dann so um die 225 km/h, eingetragen sind 214 km/h als Vmax. Geht's ein bisschen Bergab, ist auch schonmal kein Tacho mehr übrig und die Nadel steht bei 240 km/h. Maßgeblich ist aber immer nur das in der Ebene erreichte Tempo. Moderne Tachos sollten relativ genau sein und sich in diesem Bereich bewegen.


    Desweiteren ist die Vmax ein teilweise dehnbarer Wert. Mein erstes Auto, ein Fiat Tipo Suite, ist lt. Tacho 190 km/h gelaufen, das waren dann wohl echte 180. Eingetragen ist er mit 172 km/h bei 75 PS. 5-10 km/h über Vmax sind also meist drin.



    Zitat

    Original geschrieben von Nokiacommi
    (...)Traurig wenn man ein Auto braucht um Image und Eindruck zu verbreiten.


    Noch trauriger, wenn von den 400PS-Abgasen ein Butterblümchen am Strassenrand eingeht. :(



    In diesem Sinne ... ich muss mal wieder protzen gehen und der gnadenlosen Leistung meines Heizölferraris freien Lauf lassen!



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
      Stefan:


    Wenn man hier manche Beiträge so liest - ich glaube, in diesem Land gibts mehr "Überzeugungsarbeit" zu leisten, als irgend jemand erbringen kann, findest Du nicht auch?... ;) :D


    Die Gewerkschaftshirnwäsche scheint gewirkt zu haben. Dagegen ist der gesunde Menschenverstand anscheinend machtlos. ;):D


    Hätte mal unseren Kunden erleben wollen [small](dieser Beitrag wird übrigens gerade in Heilbronn verfasst)[/small], wenn ich heute Nachmittag um 17 Uhr nach acht Stunden Arbeit das Weite gesucht und ihn mit dem gecrashten Server alleine zurückgelassen hätte. Ich werde wohl gegen 23 Uhr hier raus kommen und dann noch meine 1,5-2 Stündige Heimfahrt im Tiefflug nach Freiburg antreten. Macht dann für den heutigen Tag 16 Stunden...


    Mann, muss ich doof sein... :rolleyes:



    Stefan

    Stendate, ich danke Dir für diesen Beitrag! :D Endlich einer, der es offen und ehrlich ausspricht. ;)



    Irgendwie fühle ich mich hier aber wie in einer Sektenveranstaltung. Sekte A predigt den Weltuntergang, wenn der IE weiterhin genutzt wird, Sekte B dementiert alles und sieht die Welt auch in Opera- und Mozillakreisen untergehen. :D


    Es ist eben letztendlich eine Glaubensfrage.


    Ich habe erst neulich Firefox ausprobiert, bin damit allerdings nicht so richtig warm geworden. Man ist halt ein Gewohnheitstier. Und wenn der IE nicht böse zu mir ist, warum sollte ich ihn dann nicht nutzen? Ein bisschen gesunder Menschenverstand reicht schon, um sich den "Gefahren" nicht schutzlos auszusetzen.


    Werde ich Opfer des Internet-Raubrittertums, seid Ihr die ersten, die es erfahren werden.



    Stefan

    Jetzt können sich die "Alternativen" natürlich wieder in dieser Meldung suhlen und mit stolz geschwellter Brust verkünden, dass man den IE schon lange nicht mehr benutzt.


    Vielleicht bin ich die absolute Ausnahme, aber ich hatte in den letzten 8 Jahren, die ich einen Internetzugang habe, seit ca. 2 Jahren mit der integrierten Firewall von XP, noch nicht einen Virus, Wurm, Trojaner oder Dialer. Und das mit dem IE. Bei ca. 80 Stunden im Monat kann man wahrlich nicht von Wenigsurfer sprechen.


    Aktuelle Updates, ein Virenscanner und ein bisschen Gespür und Vorsicht beim Surfen sind das einzige Geheimnis.



    Aber ich möchte euch natürlich nicht die Freude daran nehmen, blind auf MS zu kloppen, überlest dann meinen Beitrag einfach.



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Sach ich doch: die 40-Std.-Woche ist längst Realität ;)


    Aber wenn ich mir Deine Zahlen mal rausgreife und exemplarisch betrachte: rein statistisch fehlt Deinem Unternehmen also eine Arbeitskraft für 162 Tage inkl. Urlaub - das wäre also mehr als eine halbe Stelle.(...)


    Nimmt man die Überstunden der Kollegen noch dazu, besteht rein Stundenmäßig der Bedarf für 2 weitere Mitarbeiter. Das Problem ist wie so oft ein finanzielles. Zum einen sind die Gehälter in diesem Bereich keine Schnäppchen und dann muss auch noch ein Geschäftswagen finanziert werden, was Mehrkosten von ca. 600-800.- € mtl. pro Mitarbeiter ausmacht. Insgesamt wären wir dann knapp im sechsstelligen Bereich allein für die Kosten der beiden Mitarbeiter.


    Bis also ein finanzielles Fundament für einen weiteren Mitarbeiter steht (was wir wohl glücklicherweise dieses Jahr noch erreichen werden), muss jeder Stunden kloppen.


    Vor diesem Hintergrund, der einen Großteil der mittelständischen Unternehmen betrifft, kann ich nicht nachvollziehen, dass sich so viele vor der 40-Stunden Woche fürchten. Es kann eben nicht immer nur alles nach den Wünschen der Arbeitnehmer geschehen. In wirtschaftlich schlechten Zeiten muss sich halt jeder mal etwas am Riemen reissen und mehr Leistung erbringen.


    Bis die Politik zu Potte kommt, kann es noch dauern. Wobei ich die von der Bundesregierung initiierte "Job-Card", für einen großen Schritt halte, wenngleich sie den gewaltigen Verwaltungsapparat nur vereinfacht, aber nicht verringert. Wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung. Die Datenschutzbedenken sollten dann durch diverse Anpassungen bis zum geplanten Start auch ausgeräumt sein. Aber irgendwas is ja immer. ;)



    Stefan

    Kann sich noch irgendjemand hier (und sei es nur aus Erzählungen) daran erinnern, dass vor ein paar Jahrzehnten in D noch weit mehr als 40 Stunden die Woche und auch Samstags gearbeitet wurde?


    Der Lebensstandard und das Durchschnittseinkommen haben sich in Deutschland seither stetig erhöht, die Sozialabgaben und -ausgaben ebenso. Nur ein Wert ist immer kleiner geworden: Die Arbeitszeit. Heisst weiterhin, dass die Arbeit in Deutschland immer teurer geworden ist.


    Und genau an diesem Punkt muss angesetzt werden. Auch wenn es schmerzt, muss die Arbeitsleistung in Deutschland günstiger werden, um auf Dauer national und international konkurrenzfähig zu bleiben. Und das ist kein Nachgelaber der Parteien, sondern knallharte Realität. Das kann natürlich nicht nur durch die Erhöhung der Arbeitszeit geleistet werden, vor allem die Verwaltung der Arbeits muss, wie es DUSA-2772 schon ansprach, vereinfacht und verringert werden. Die 40-Stunden Woche flächendeckend wieder einzuführen ist nur ein Schritt in die richtige Richtung.



    Ich gehe auf das populistische Gewerkschaftsgerede über die überbezahlten Manager und die bis aufs Letzte ausgebeuteten Angestellten der Großkonzerne erst garnicht ein, sondern erkläre einfach mal die Situation, in der ich mich befinde, was auf mehrere zehntausend andere mittelständische Betriebe übertragbar ist.


    In meinem Arbeitsvertrag stehen 40 Wochenstunden und ich bekomme 26 Tage Urlaub pro Jahr (ein Aufschrei geht durch TT). Überstunden werden nicht vergütet.


    Im Mai 2002 habe ich dort angefangen. Damit wurde meine "Abteilung" personell um 30% aufgestockt. 2002 war - gegen den Trend - ein relativ gutes Jahr, im September wurden zumindest zwei (die ersten seit 5 Jahren) Azubis eingestellt, die ihre Ausbildung zum IT-Systemkaufmann absolvieren. Welche Flaschen wir uns dadurch ans Bein gebunden haben, ist ein ganz anderes Thema.


    2003 dagegen hat uns die Flaute der Wirtschaft und die Panikmache der Politik (Gesundheitspolitik) voll erwischt: 25% Umsatzeinbruch, an Gewinn war nicht zu denken. Personal wurde nicht abgebaut.


    2004 hingegen läuft wieder relativ gut, in den ersten beiden Quartalen wurden bereits 80% des Jahresumsatzes 2003 erwirtschaftet. Die Pläne, einen vierten Mann in meiner Abteilung einzustellen, sind sehr konkret. Und das nicht aus sozialen Gründen auf Kosten der Anderen, sondern weil er gebraucht wird.


    Auf der anderen Seite hingegen haben sich bis dato bei mir 650 Überstunden angesammelt und ich habe dieses Jahr einen Resturlaubsanspruch von 35 Tagen.


    Wo kann man jetzt also die schlauen Gewerkschaftsvorschläge ansetzen? 4-Tage Woche? Arbeitszeitverkürzung? Kurzarbeit?


    So wie ich müssen Millionen anderer Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen die Arschbacken zusammenkneifen. Beklagen sich diese ständig? Sicher nicht.


    Ich wage zu behaupten, dass dort noch eine andere Arbeitseinstellung und -Moral herrscht als in den von hauptamtlichen Betriebsräten und Gewerkschaften verhätschelten Großbetrieben sowie Verwaltungen. Ich habe auch beide anderen Seiten miterlebt. In einem Konzern mit 25.000 Mitarbeitern und einer 3.000 Mann starken Stadtverwaltung. Dort wurde am meisten gejammert und am wenigsten gearbeitet. Und genau deshalb bin ich mit meiner momentanen beruflichen Situation recht zufrieden. Ich habe zwar etwas weniger Freizeit, werde aber gebraucht und meine Arbeitsleistung wird anerkannt. Zum jammern und heulen bleibt dabei sowieso keine Zeit.



    Und jetzt kommt mir nochmal, dass 40 Stunden Ausbeutung sind und die Freizeit des Arbeitnehmers immernoch das höchste Gut sind. Und nochmal: Ich spreche dabei nicht nur für mich, sondern für viele Millionen andere Arbeitnehmer auch.



    Aber solange man die Bildzeitung zitieren kann, ist ja alles in bester deutscher Ordnung.



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von matze929
    Das stimmt doch so nicht. Natürlich kannst Du Dir einen leisten, sei es auf Raten oder sonst wie. Ein Tscheche kann das nicht, der verdient 400 Euro im Monat für 40 Std Woche, wie soll er ein Skoda für 15000 Euro bezahlen, selbst auf Raten ?


    Das ist vielleicht der Durchschnittslohn.


    Kann sich ein Deutscher mit seinem Durchschnittslohn (IIRC ~2.200.- € brutto) einen VW für 20.000 € leisten - selbst, wenn er ihn in Raten bezahlt?



    Deine Argumentation zieht irgendwie nicht.



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von matze929
    Schon mal dran gedacht das der Tscheche sich keinen nagelneuen Skoda leisten kann ? Ist das ok ?


    Ich kann mir auch keinen nagelneuen VW leisten. Ist das OK?


    Anders gefragt: Ist es unbedingt erforderlich, dass sich jeder einen nagelneuen VW leisten kann?



    In der momentanen wirtschaftlichen Lage muss jeder etwas kürzer treten. Man geht eben nicht nur arbeiten, um sich die Annehmlichkeiten des Lebens leisten zu können. Jeder Mitarbeiter trägt zum Erfolg seines Arbeitgebers bei. Brummt die Wirtschaft, steigen auch wieder die Löhne. Oder stimmt es Dich nicht bedenktlich, dass Lettland, Ungarn, Tschechien etc. Wirtschaftswachstüme zwischen 4 und 6% erarbeiten und Deutschland an der 0,5%-Marke herumkratzt?



    Stefan

    Oh Mädels - bleibt doch mal realistisch. Ein Autoradio mit einem Listenpreis von >150.- € für knapp 22.- €. Das schreit doch förmlich nach Irrtum! Was ist denn verwerflicher - sich auf das vermeintliche Schnäppchen wie die Geier stürzen (obwohl die Zweifel überwiegen), oder das allgemeingültige Recht in Anspruch nehmen, wie es der Otto Versand getan hat?


    Die Schnäppchenjagd war doch von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Solch ein Fehler kann jedem Unternehmen unterlaufen - also haltet doch einfach mal den Ball flach und freut euch lieber auf das nächste, reale Schnäppchen.



    Stefan

    40 Stunden pro Woche und Du sprichst von Überarbeitung? Wo lebst Du denn?



    Auch in meinem Arbeitsvertrag stehen 40 Stunden. Nicht den Funken eines Gedanken habe ich an diese Zahl verschwendet, als dieser damals zur Unterschrift vorlag. Gut, ich konnte damals nicht ahnen, dass daraus ca. 50 und teilweise mehr werden, aber ich habe einen Job, sowie einige Annehmlichkeiten und Vorteile.


    Letztendlich reden wir momentan über eine Stunde täglich. Diese kann und muss jeder mehr leisten. Solange sich die Lohnkosten weiter auf diesem Niveau befinden, ist es doch nur Wunschdenken, dass die Arbeit in D irgendwann mal billiger werden könnte. Der Staat kann das nicht allein über Steuersenkungen etc. leisten, auch der Arbeitnehmer muss die Backen zusammenkneifen und seinen Teil dazu beitragen.


    Warum ist ein VW denn so viel teurer als ein Skoda, obwohl überwiegend Gleichteile verwendet werden? Weil ein Tscheche, auch auf die deutschen Lebendverhältnisse umgerechnet, eben immernoch viel mehr für sein Geld leistet und ein Skoda einfach günstiger produziert werden kann.


    Genau das ist das große Problem in Deutschland. Jeder will sich seinen Lebensstandard hoch erhalten, aber am besten so wenig wie nur irgend möglich dafür arbeiten. Aber auch dann ist man noch nicht zufrieden, in der ausreichend vorhandenen Freizeit kann man sich ja dann zusammen mit den Gewerkschaften über die Großverdiender auslassen und die immer größer werdende Schere zwischen den Gesellschaftsschichten bemängeln. Soll dann mal aktiv etwas dagegen gemacht werden, ist das Geschreie wieder groß.


    Auch die 40-Stunden-Woche ist kurzfristig kein Allheilmittel - langfristig betrachtet wird sie die Lohnkosten aktiv senken und zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit in der Weltwirtschaft beitragen.



    Also: Die 40-Stunden Woche ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.



    Stefan