Die Verbraucher, insbesondere die Familien, werden belastet.
Erhöhung der Mehrwertsteuer: 12,36 Mrd. Euro; Erhöhung der Versicherungsteuer: knapp 2 Mrd. Euro; Abschaffung der Eigenheimzulage: 3,5 Mrd. Euro; Gewährung von Kindergeld und Kinderfreibetrag nur noch für Kinder unter 25 Jahren; Reduzierung des Sparerfreibetrages: 750 Mio. Euro. Das Erziehungsgeld in Höhe von 1,9 Mrd. Euro wird abgeschafft, dafür mit 4 Mrd. Euro das Elterngeld eingeführt. Abschaffung des Sonderausgabenabzugs für Steuerberatungskosten: 600 Mio. Euro. Das ist besonders elegant: Einerseits verkompliziert man das Steuerrecht weiter, andererseits streicht man die Steuerabzugsfähigkeit von Beraterkosten. Hinzu kommt noch die Besteuerung von Kohle als Heizstoff: 33 Mio. Euro.
Für die Wirtschaft: Abschaffung der degressiven AfA für den Wohnungsbau: 150 Mio. Euro; Beschränkung der Verlustverrechnung bei Steuerstundungsmodellen: 2,135 Mrd. Euro; Verschärfung bei der Gewinnermittlung für Freiberufler: 500 Mio. Euro.
Für die Arbeitnehmer: Abschaffung des Freibetrages für Abfindungen: 450 Mio. Euro; Abschaffung des Freibetrages für Heirats- und Geburtsbeihilfen: 50 Mio. Euro; Abschaffung der Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer: 300 Mio. Euro; Reichensteuer für gutverdienende Arbeitnehmer: 1,3 Mrd. Euro. Schließlich die Autofahrer, zusätzlich zu den Steuererhöhungen: Streichung der Entfernungspauschale: 2,53 Mrd. Euro; Besteuerung von Biokraftstoffen: 370 Mio. Euro; Verschärfung der Einprozentregelung für Dienstwagen: 255 Mio. Euro - wobei man auch noch bedenken muss, welches Chaos in den Vorschriften bei der Dienstwagenregelung besteht. Allein um das richtig zu machen, braucht man einen Steuerberater.
Der von der Großen Koalition angestrebte Gesundheitsfonds löst nicht die Struktur- und Finanzprobleme. Die Bürger zahlen einen sehr hohen Preis (0,5 % mehr Krankenversicherung), damit Union und SPD in der Gesundheitspolitik ihr Gesicht wahren können.