Ein weiterer Aspekt gegen die Pendlerei ist bisher nicht genannt worden. Und zwar interpretiere ich in den Nestbeu hinein, dass ihr beabsichtig eine Familie zu gründen. Und wenn erst mal der Nachwuchs da ist, wirst Du merken, dass jede Minute mehr nach Hause nervt.
Mann kommt abends nach Hause und der/die Kleine ist schon im Bett. Wäre Mann ne halbe Stunde eher da gewesen, hätte Mann noch kurz was von ihr/ihm gehabt. Außerdem kann immer mal was dazwischen kommen, so dass man schnell nach Hause/zum Kindergarten/etc. muss. Auch hier ist die lange Strecke und evtl. ÖPNV eher hinderlich.
Andererseits: wieviele Ehen halten heute noch so lange, dass sich deswegen ein Haus anzuschaffen, überhaupt lohnt? (Sorry für diesen Satz, aber die Realität ist härter als die Illusion) Manche Ehen gehen auch an der fehlenden Zeit miteinander in die Brüche...
Auch wenn du jetzt meinst, dein Traumhaus gefunden zu haben, an deiner Stelle würde ich weitersuchen. Durch die große Zahl der Privatinsolvenzen sollte auch ein regelmäßiger Gang zum Gericht bezüglich Zwangsversteigerungen für dich drin sein. So kommst du evtl. doch noch an ein bezahlbares, dir gelegenes Haus in deiner Nähe.
A propos Nähe: Wie sieht es mit deinem Freundes- und Verwandtenkreis aus? Leben die eher an deinem jetzigen Wohnort? Ist wohl anzunehmen, ziehe das bitte noch mit ins Kalkül. Sich an einem neuen Wohnort einen neuen Freundeskreis aufzubauen ist nicht einfach, vor allem wenn man in ein kleines Kaff zieht (eigenbrötleriche Menschen, die was gegen Zugezogene haben, sind dort idR an der Tagesordnung).