Beiträge von Nebelfelsen

    Zitat

    Original geschrieben von GeneralCuster
    Ursprüngliche Idee war es doch, das Verhältnis Mehrweg- zu Einwegverpackung zugunsten der Mehrwegverpackungen zu halten. Eben unter der Androhung eines Zwangpfandes wenn die Einwegverpackungen überhand nehmen. Die Industrie wußte das schon seit ewigen Zeiten. Sie hatte Jahre Zeit sich darauf einzustellen.
    Ich kann darin keine Schikane sehen. Eher ist dieses Mal die Lobbyarbeit der Industrie gründlich danebengegangen, weil das BMU unter Führung von Trittin hart geblieben ist.
    Jetzt der Politik (Trittin) die Schuld zu geben, finde ich historisch nicht ganz korrekt ;). Diesen Schlamassel hat sich die Industrie selbst ans Bein gebunden.
    Für mich sieht das ganz eher aus wie ein Fall von "selber schuld".


    cu


    Die ursprüngliche Idee muss aber hinterfragt werden, da man 1982 noch keine adequaten Recycling-Methoden kannte und auch das Duale System noch nicht existierte. Heutzutage muss erst einmal geklärt werden ob PET-Einweg und Weißblech-Einweg nicht sogar umweltfreundlicher als die Wiederbefüllung ist.

    Ich finds nur deshalb quatsch, weil wir ja ein duales System fürs Recycling haben und jetzt nur als Schikane das Pfand eingeführt wurde, die Industrie aber daraus noch den Nutzen zieht, billiger entsorgen zu können.
    Das Gesetz ist schliesslich von 1982, damals gab es das Duale System Deutschland noch gar nicht, oder?


    Mal eine andere Frage: Wie ist das rechtlich, wenn man Dosen ohne Pfand importiert. An Endkunden verkaufen wird man sie wohl nicht dürfen. Aber was ist, wenn man z.B. einen Lieferservice auf macht und aus Holland verschickt oder aber im Kundenauftrag nach Holland fährt, dort einkauft und wie eine Spedition die Lieferkosten berechnet und den Warenpreis nur als durchlaufenden Posten auf die Rechnung draufschreibt?


    Und wie ist es bei der Metro? Als Lebensmittelhändler zahlt man ja derzeit noch kein Pfand, wenn man in der Metro kauft. Das wird aber sicher zum Oktober anders, oder?

    Zitat

    Original geschrieben von PremiereFan
    Auf diese PFANDflaschen war schon immer Pfand drauf! Schon vor dieser neuen Regelung. :D


    Anfangs ja. Später gab es dann z.B. Volvic oder evian wahlweise in PET-Pfandflaschen oder in PET-Einwegflaschen in verschiedenen Größen (zwischen 0,5 und 1,5 L). Konnte sich der Shop also aussuchen, ob er mit Pfand oder als Einweg verkauft...

    Re: Re: Pfand: Warum auf Icetea keinen Pfand?



    Zur Pressmitteilung: Dannn wird halt Weizen o.ä. beigemischt und es heißt Früchtefrühstück.



    Trittin hat doch 1998 schon das Gesetz optimiert, da hätte er ja auch gleich statt des Pfandes eine Strafgebühr einsetzen können (damals waren Gesetzänderungen jeglicher Art doch überhaupt kein Problem, da Mehrheit in Bundestag und Bundesrat) und auch gleich eine Studie beauftragen können, wie gut oder schlecht Einweg-PET für die Umwelt ist.
    Ich bin jedenfalls der Meinung, dass es öklogisch nicht sonderlich sinnvoll ist, wenn ein ganzes Frachtschiff vollgepackt mit PET-Müll nach Asien fährt, damit das Zeug da recyclet wird (leider konnte ich keinen Link dazu finden, Recyclingunternehmen und Logistiker ist hier die Rhenus AG).
    Und durch das Pfandsystem wird es ja sicher nicht weniger Müll. Der wird jetzt hin- und hergekarrt und das kostet mehr Geld. Klar, dafür spart man aber auch wieder, weil die Industrie muss nicht mehr soviel Lizenzgebühren an das Duale System abführen.


    Machen wir doch mal eine Beispielrechnung auf:


    Das Duale System musste bisland 1.000.000 Einheiten Müll pro Jahr über den Grünen Punkt/gelben Sack recyclen und hat dafür 1.000.000 Geldeinheiten Lizengebühren pro Jahr bekommen.


    Sagen wir mal 40 Prozent davon waren Einweg-Getränkeverpackungen. Die fallen jetzt weg. Zumindest, was die Lizengebühren angeht. Also nur noch 600.000 Geldeinheiten Lizengebühren pro Jahr. Dennoch schmeissen aber viele Leute aufgrund des mangelnden Pfandsystems Ihre Flaschen weg und zwar in den gelben Sack. Spätestens dann, wenn sie den Kassenbon zur Rückgabe verloren haben. Also muss das Duale System vielleicht 10 Prozent des nicht bezahlten Mülls dennoch recyclen, also 500.000 Einheiten Müll.


    Die Einnahmen des Dualen Systems sinken um 40 Prozent, dafür muss aber auch nur der halbe Müll recyclet werden. Da die Betriebs- und Personalkosten aber sehr hoch sind, und der Personalabbau nicht so schnell betrieben werden kann (der ja auch den Staat wieder Arbeitslosengeld kostet), liegen die Kosten bei der halben Müllmenge nicht bei 60 Prozent sondern sagen wir mal bei 70 Prozent. Die fehlenden 100.000 Geldeinheiten müssen also auf die verbleibenden Lizenzzahler umgelegt werden, die dann auch wieder die Preise für Ihre Waren erhöhen müssen.


    Gleichzeitig steigen die Kosten, die die Unternehmen an Drittanbieter bzw. später an eine zentrale Clearingstelle für das Pfandsystem zahlen müssen, direkt und auch indirekt, da Personal- und Zeitaufwand innerhalb der einzelnen Unternehmen entsteht. Auch hier steigen also die Endverbraucherpreise an.


    Fragt sich nur, warum der Staat nicht gleich eine Pfandmarke (ein Aufkleber-Hologramm o.ä.) herausgegeben hat. Auf jedes Produkt geklebt hätte man das dann in jedem Laden zurückgeben können. Ganz einfach ohne teuren Automat o.ä.
    Aber wie kann ich mir nur anmaßen so eine triviale Lösung auch nur in den Mund zu nehmen. Wir leben schließlich im High-Tech-Zeitalter. Und anders als bei der Zigaretten-Steuer würde der Staat ja kaum was dran verdienen. Viel schlimmer noch: Auch die Händler könnten die Pfandbeträge nicht zurückgegebener Flaschen nicht mehr als Gewinn verbuchen sondern müssten eine korrekte Buchführung für den Pfand einreichen und den Müll an eine zentrale Sammelstelle abführen. Es wäre ja auch denkbar, dass jemand eine am Kiosk gekaufte Flasche zusammen mit seinen 10 bei Plus gekauften Flaschen eben dort abgibt. Das geht nun wirklich nicht. 10 Prozent mehr Aufwand ohne massig drann zu verdienen. Also nein. Schließlich wurde doch der Verkauf von Mehrweg gerade deshalb abgeschafft...

    Zitat

    Original geschrieben von Doc-b
    Gutscheine gibt es idR nur im Fernverkehr. Im Nahverkehr bekommt man oft nicht mal gesagt, warum man verspätet ankommt oder welche Anschlüsse noch fahren :flop:


    Dafür gibt es die 3S-Zentralen: Rufnummer ins Handy einspeichern für die betreffende Region, die können einem sofort sagen, ob und warum ein Zug nicht oder zu später kommt, wenn die Ansage ausfällt. Ab und zu drück ich am Gleis auch einfach auf den Sprechknopf an der gelben Rufsäule (die eigentlich nur für Bahnmitarbeiter ist) und ruf freundlich rein ob der und der Zug noch kommt, weil nichts angesagt worden wäre. Zwar hab ich über die Rufsäule noch nie eine Antwort bekommen, aber bisland kam jedesmal unmittelbar danach die gewünschte Durchsage am Gleis :D.


    Ganz blöd ist es, wenn man eine Monatskarte im VRR hat und dann ein Fernverkehrsticket kauft und auf dem Rückweg (am besten noch spät abends) am Zielbahnhof in den Nahverkehr umsteigen möchte um nach Hause zu fahren. Kommt da der ICE zu spät und verpasst man deshalb den Nahverkehrszug, für den man eigentlich kein Ticket hat, muss man bei einigen Mitarbeitern ziemlich lange diskutieren und manchmal geht auch gar nichts.

    Das ganze Pfandsystem ist hirnverbrannter Quatsch. Und damit Trittin sich endlich profilieren kann, weitet er das ganze noch aus.


    Man sollte mal darüber nachdenken, dass in einigen anderen Ländern, in denen ein Einwegpfand eingeführt worden ist, nochmehr Einwegverpackungen verbraucht worden sind. Schliesslich sind die Verpackungen oft leichter und güstiger. Und einige Verbraucher meinen: "Da ist ja Pfand drauf, dann kanns ja nicht schlecht für die Umwelt sein."


    Besser wäre eine Strafgebühr gewesen für Einwegverpackungen, die der Verbraucher zu tragen hätte. Dann gäbe es mehr Mehrwegverpackungen und dann, wenn man Einweg wirklich braucht (auf Reisen u.ä.) zahlt man halt 15 Cent mehr.


    Da ja jedes Geschäft separat sammelt gibt es auch kaum einen Vorteil im Hinblick auf die Sortenreinheit und ein günstigeres Recycling der Einwegverpackungen.


    In den Gesetzen ist ja auch immer die Rede von ökologisch vorteilhaften Verpackungen. Dabei ist vom Bund IMHO noch keine Studie beauftragt worden, die klärt ob PET-Einweg oder Mehrwegflaschen, die hin und hergekarrt werden müssen, ökologisch vorteilhafter sind.


    Das ist alles Augenwischerei und ich finde es absoluten Mist, dass ich nicht die Produkte kaufen kann, die ich möchte, da einige Geschäfte aus Bequemlichkeit bestimmte Produkte aus dem Sortiment nehmen. Als der "Billig,billig"-Trend einsetzte, hat es mich schon genug angek*tzt, dass hochwertige Produkte, die u.a. auch durch gute Testberichte überzeugten, kaum irgendwo zu bekommen waren, da das Top-Angebot für 10 EUR weniger beim Elektronik-Discounter angeboten wurde, kein Verbraucher sich mehr für Details und Preis-/Leistungsverhältnis interessiert und somit keiner das bessere Produkt gekauft hat und es aus dem Sortiment genommen wurde. Und jetzt kann ich noch nicht einmal mehr eine Cola-Dose kaufen, wenn ich unterwegs bin sondern muss eine von diesen ekligen Plastikflaschen nehmen, aus denen das Zeug einfach anders schmeckt. In 10 Jahren untersucht dann bestimmt eine Kommission, dass durch das ganze PET-Zeug irgendwelche Giftstoffe in den Körper aufgenommen wurden und dann ist das Geschreih wieder gross.


    Wenn ich das richtig sehe, dann sieht das derzeit mit dem Pfand beim Einweg folgendermassen aus:


    alle Getränke (außer Wasser) ohne Kohlensäure - kein Pfand
    Wasser ohne Kohlensäure - Pfand


    alle Getränke (außer alkoholhaltige Getränke (außer Bier)) mit Kohlensäure - Pfand
    Bier - Pfand
    andere alkoholhaltige Getränke mit Kohlensäure - kein Pfand


    BTW: Ab wann ist etwas ein Getränk? Kostet Sirup Pfand? Was ist mit dem Schwartau Früchtefrühstück und den WasserMAXX Konzentraten? Kosten Milchmischgetränke Pfand? Was ist mit Molkedrinks und Trinkjoghurt? Was wenn jemand Milch mit Kohlensäure verkauft?


    Es darf ja auch keinesfalls einfacher sein, sonst könnte der Trittin damit nicht seine ganze Arbeitszeit verschwenden. Da müssen schon ein paar Wirrungen drinn sein, dann kann man nämlich auch gleich noch Fördermittel für ein Verbraucher-Informations-Callcenter beantragen etc. etc.

    Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    War da nicht mal was mit der Versorgungspflicht?


    Ist vermutlich so wie mit dem Gebührenlimit beim Handy (hier reicht es ja auch, wenn die Netzbetreiber das Limit über Prepaid machen, Anspruch auf ein Limit in allen Tarifen hat man nicht): Sie können ja ein Handy benutzen, dann haben Sie doch Telefon. Und mit Verweis auf Viag Interkom auch mit Festnetztelefonnummer...

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Wir ändern keine Nicks bei Usern mit mehr als sagen wir mal 5 Postings, da sonst keiner mehr durchblickt und Carsten dann wohl laufend Unentschlossenen oder Chamäleons die Nicks ändern darf. Wer mit seinem Nick unzufreiden ist, darf sich gerne einen neuen anlegen, Die Postingzahl wird aber nicht übertragen.


    Könnt man ja automatisieren und für einen gewissen Zeitraum den alten Nick direkt unter dem neuen mit einem Hinweistext führen. Eine komplette history der alten Nicks dann obligatorisch im Profil. Und mit einer Funktion, dass man seinen Nick nur alle soundsoviel Tage oder nur 1 oder 2 Mal für die gesamte Laufzeit des Accounts ändern darf. Zumindest würde das in Zukunft einige Karteileichen verhindern. Aber das gehört ja nun eigentlich in Anregung/Kritik, deshalb bin ich jetzt lieber still.

    1. Zum Rechtsanwalt gehen


    2. Ehevertrag abstimmen und aufsetzen lassen


    3. Zum Standesamt und Termin machen (oft gibt es kurzfristig nichts). Manche Standesämter bieten Hochzeiten auch in historischer Kulisse (Schloss, Burg o.ä.) an zu besonderen Terminen. IMHO muss man fast überall noch das Augebot abwarten, kann aber sein, dass viele Städte schon dem Beispiel von Köln gefolgt sind oder dass es das generell nicht mehr gibt.


    4. Gästeliste erstellen und ungefähre Anzahl schätzen


    5. Geschenke aussuchen und auf einem Präsenttisch in einem Geschäft aufstellen lassen.


    6. Einladungen drucken lassen und drauf schreiben, wo man die gewünschten Geschenke kaufen kann.


    7. Bei Restaurants oder Veranstaltungshallen nach Räumlichkeiten anfragen und buchen. Für diesen Termin das Catering klären. Ideal natürlich eine Location wo man draußen feiern, sich ggf. aber auch in einen überdachten Bereich zurückziehen kann.


    8. Catering für diesen Termin reservieren


    9. Einladungen rausschicken und auf Zusagen warten, ggf. nachfragen.


    10. Catering verbindlich für betimmte Personenzahl buchen


    11. Eheringe kaufen (evtl. schon vorbestellen, wenns was besonderes sein soll).


    12. Anzug und Kleid kaufen


    13. Blumen bestellen


    14. Trauzeugen u. ä. Zubehör organisieren


    15. zum Friseur


    16. zum Standesamt


    17. heiraten


    18. Geschenke kriegen


    19. ausgelassen feiern


    20. Flitterwochen (sollte man möglichst auch vorher buchen)



    Oder fahrt einfach nach LasVegas und feiert die Hochzeit beim nächsten Geburtstag einfach im Partykeller. Ist einfacher, besonders, wenn man das so kurzfristig plant. :D