Zitat
Original geschrieben von der_Osmane
Na mit der Einstellung sollte man aber keine Kinder auf die Welt bringen :confused:
Ich bin selber 24 meine Freundin 22 (sie ist übrigens Deutsche), wir sind schon seit 4 Jahren zusammen und wissen, daß wir auf jedenfall Kinder haben wollen (mindestens 2). Wir wissen aber auch, daß wir sie nach dem Studium haben wollen.
Kinder sind einfach etwas wunderbares, sie geben nicht nur Lebensfreude sondern viel mehr als man in Worte fassen kann. Wenn ich mal ein Neugeborenes in den Armen halten darf, werde ich sicherlich nicht über das Rentensystem nachdenken (du sicherlich auch nicht Nebelfelsen).
Da hast Du mich offenbar mißverstanden. Natürlich geht es mir auch um die Freude an den Kindern und am Zusammenleben.
Aber die von mir dargestellten Gründe bezogen sich auf die Notwendigkeit einer staatlichen Förderung.
Und immer mehr Familien verzichten leider zu Gunsten Ihrer Karriere und eines luxuriöseren Lebens auf Kinder. Was aber nicht heißen soll, dass Sie Kinder nicht mögen würden, wenn sie welche hätten.
Bei einigen ist sicher aber auch die Angst vorhanden, nicht genug Geld zu haben, um den Kindern ein gutes Leben und eine gute Ausbildung finanzieren zu können. Dort wo diese Sorge nicht vorhanden ist, kommen wir dann schon in der Bereich der Sozialhilfeempfänger, die mit dieser Haltung (von einigen Ausnahmen abgesehen) geradewegs in die Zweiklassengesellschaft steuern, man werfe nur einmal einen Blick nach Großbritannien *graus*. Wer da kein gut verdienender Geschäftsmann ist, weiß schon wenn die Kinder geboren werden, dass sie es auch niemals werden können. Leider findet man sich dort oft mit diesen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab statt sich zu wehren...
Ich habe meine Begründung etwas weitläufiger auf die objektiv messbaren Gefahren angelegt, daher stehen bei mir die materiellen Gründe im Fordergrund. Auf die einzelne Familie bezogen darf dabei aber die Liebe und die Fürsorge nicht fehlen, ich denke aber nicht, dass sie das generell bei den deutschen Familien tut. Demnach braucht man hier auch nicht die Liebe zueinander zu fördern. Das der Familienzusammenhalt in den verschiedenen Regionen unterschiedlich ist, ist normal, da kulturell bedingt. Einiges könnte man davon aber ruhig adaptieren, das wird aber auf lange Sicht teilweise sicher automatisch passieren, allein schon aufgrund der Zuwanderung und kulturellen Vermischung.
Dass Drittweltländer den demografischen Übergang noch nicht vollzogen haben, obwohl mehr Kinder als früher (aber leider immer noch nicht genug) überleben, liegt daran, dass die Strukturen hier einfach zu festgefahren sind. Hier kann man nicht sehr viel erreichen, auch wenn man noch so viele Gummis verschenkt und auflärt. Wichtig wäre hier, dass, zumindest für den Bereich Afrika, die katholische Kirche Ihre starre Position endlich aufgibt. Wenn man dann bei den Kindern mit einer vernünftigen Bildung beginnt, hat man schon einmal viel gewonnen, um die Probleme langfristig in den Griff zu bekommen. Aber auch die starke Abwanderung aus den ländlichen Gebieten muss aufhören, Landarbeit muss wieder attraktiver werden damit das Lohndumping in den Städten etwas abgeschwächt und die Armut geringer wird. Aber ich glaube, wir kommen zu weit vom Thema ab, wenn wir das hier in aller Breite ausdiskutieren.