Das glaube ich ehrlich gesagt nicht.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben, die meisten alten Leute die ich kenne telefonieren eigentlch sehr viel, aber eben nie mit dem Handy. Onkel Horst Normalverbraucher fürchtet im Gegenteil hohe Gesprächskosten bei der Handybenutzung. Das ist ein subjektives Empfinden, das die wenigsten Leute im Gefühl haben und nicht im Kopf ausgerechnet, und das unabhängig davon ist ob die Minute 49 oder 1 Cent kostet. Was zählt ist der Gebührenzähler im Kopf.
Erst eine Flatrate lässt die Leute entspannter zum Handy greifen und auch mal mehr als das eine oder andere Gespräch führen.
Dabei ist es irrelevant, ob sich das rechnerisch lohnt oder nicht. Die Leute wollen ja keinen bestimmten Tarif, sondern das "unbeschwerte Gefühl beim Telefonieren" kaufen.
Genau aus diesem Grunde holen sich ja auch immer mehr Leute Base, während sich niemand für Clever One interessiert hat, was sich im Gegensatz zu Base auch in vielen Fällen gelohnt hätte. Base wird ausgeweitet und Clever One wird eingestellt.
Clever One war für clevere Rechner, hat aber keinen Normalverbraucher zum umfangreichen Telefonieren angeregt, weil der emotionale Anreiz fehlte und das bloße Rechnen bei den meisten diesen emotionalen Zugang nicht ersetzen kann.
Aus einem sehr ähnlichen Grund haben sich ja bei DSL Flatrates durchgesetzt. Mit den anfangs in vielen Fällen günstigeren Volumentarifen kamen Normalkunden nicht klar. Inzwischen gibt es so viele Flatratenutzer, dass die Mischkalkulation extrem günstige Preise ermöglicht.