Beiträge von SebastianBonn

    Danke, das kenne ich schon :).


    Meine Frage ging jedoch einen Schritt weiter, nämlich, ob man auch ein Ladegerät integrieren kann, weil sowohl Datenkabel als auch Ladegerät laut Steckerbelegung gemeinsam an Pin 1 angeschlossen werden müssten?!

    Ein uralter Thread, aber das Thema ist ja immer noch aktuell, und ich hätte dazu eine Frage.
    Ich möchte für ein Siemens-Handy ein serielles Datenkabel löten, das zugleich den Akku lädt.
    Weil ja aus der seriellen Schnittstelle kein Strom kommt, wäre ich durchaus bereit, dafür das Netzteil zu opfern, aber:


    kann ich dann einfach GND vom Netzteil und GND vom Datenkabel an den selben Pin anschließen?
    Oder funktioniert Laden und Datenkabel gleichzeitig einfach nicht? (Müsste dann einen Infrarot-Adapter kaufen)

    Mit voller UMTS-Geschwindigkeit von 45 KB/Sek komme ich beim Nachrechnen auf ziemlich genau eine Stunde Download pro Tag.


    Veranschlagen wir für GPRS 6 KB/Sek, dann haben wir 237 Stunden pro Monat, oder die besagten 7 Stunden pro Tag.


    Mit GPRS dürften die 5 GB also tatsächlich eine mehr theoretische Grenze darstellen.

    Zitat

    Original geschrieben von gaspode
    Wo meinst Du sollten die ganzen OS X Hardwaretreiber für Hardware herkommen die nicht von Apple ist?


    Die werden von Apple selbst bei der Intel-Version von OS X mitgeliefert, denn die mittlerweile auch von Apple eingesetzte Intel-(PC)-Architektur ist ja standardisiert ;).


    In der Tat läuft OS X grundsätzlich erstmal nur deshalb nicht auf normalen Intel-PC, weil es beim Starten ein nur bei Macs eingebautes Trusted Platform Module sucht.
    Das ist eine Art Dongle, ein Chip, der keinen anderen Zweck hat als für Kopierschutz- und DRM-Zwecke den einzelnen Rechner identifizierbar zu machen, bei dessen Fehlen OS X allerdings den Betrieb verweigert. :)

    Zitat

    Original geschrieben von T.W.G
    Was es für Mac OS X nicht gibt, kann man bequem unter Windows XP oder sogar Vista laufen lassen. Tüftler können auch bequem mit Linux arbeiten.
    Die Macs unterstützen alle 3 Betriebssysteme und sind daher äußerst flexibel! Das muss man bedenken.


    Das stimmt, Macs sind in der Hinsicht flexibler. Sobald man Windows installieren will, fängt allerdings schon vor der Installation auch das Windows-typische Gefrickel mit dem Bootcamp und dessen Treibern wieder an ;).


    Dass das neue Intel-Mac OS nicht auf richtigen PCs läuft, ist ja auch einer künstliche Beschränkung, weil Apple nicht möchte, dass das schöne Betriebssystem auf günstiger Hardware aus fremdem Hause läuft. Fairerweise muss man aber auch zugeben, dass das die Grundlage für einen wesentlichen Vorteil darstellt, nämlich dass dadurch bei Mac OS die Software kompromisslos auf die hauseigene Hardware abgestimmt werden kann :).


    Ist eine interessante Diskussion. Ich fürchte aber, dass ich damit vielleicht ein bisschen off-topic geführt habe. :)

    "Neuerfindung des [Multimedia]-Handys" würde zu der Idee passen, dass damit ein komplexes Gebiet in einer auf oberflächliches reduzierten aber damit anschaulichen Version einer breiteren Masse verständlich gemacht wird, die dann das erste mal in der Lage ist, dieses bewusst wahrzunehmen.


    Es kann gut sein, dass vielen Leuten erst hiermit klar wird, was für Möglichkeiten moderne Handys bieten, und sie das iPhone als das erste derartige Gerät, das sie bemerken, für eine Neuerfindung halten.


    Bevor es iPods gab gab es ja auch viele MP3-Player, die schon damals mehr konnten als der iPod heute kann. Aber der Großteil der Leute wusste damals gar nicht, was ein MP3-Player sein soll, geschweige denn was er im Leben nützt. Dann kam Apple und legte die technischen Details bis hin zur nichtssagenden Bezeichnung "MP3" unter die Haube eines modern klingenden Marketingkunstworts "iPod", das man über seinen Klang auch versteht, wenn man von MP3 noch nie gehört hat. Heute benutzen die selben Leute die Marke iPod synonym für MP3-Player (und das im technisch eher weniger interessierten Amerika noch öfter als bei uns).

    Ich werd auch noch mal meinen Senf dazugeben ;).


    Von dem was ich bis jetzt gesehen habe scheint mir das vor allem mal wieder ein Beispiel für die Wirksamkeit des Marketingzirkus Premium-Lifestyle zu sein.


    Apple hat einfach eine ganz andere Zielgruppe als viele andere Firmen und die Apple-Welt ist ein ziemlich in sich geschlossenes System.


    Man könnte also sagen, dass Apple seine Schickimicki-Welt aus Mac-Computer und iPod-Walkman halt mit dem iPhone-Telefon um einen weiteren Gebrauchsgegenstand erweitert, den man mit viel glänzendem Schnickschnack und darauf abgestimmter geschickter Vermarktung zu einem Prestigeobjekt aufgewertet hat.


    Denn das durchaus Innovative an diesem Gerät, das ja niemand bestreiten kann, scheint sich weniger bis gar nicht auf produktiv einsetzbare neue Features zu konzentrieren, sondern vor allem auf ästhetisch anspruchvolles Design von Hard- und Software gepaart mit einem Minimalismus, was die Fühlbarkeit der Technik angeht, die dahinter steckt.
    Wie beim Apple-Computer Mac und beim Apple-Walkman iPod soll der Nutzer möglichst nicht einmal eine Schraube zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn einen einen wechselbaren Akku oder einen Auswurfknopf für das CD-Laufwerk, so dass man erkennen würde, dass CD-Laufwerk und Tastatur unterschiedliche Teile sind. Aus diesem Grund ist auch nicht davon auszugehen, dass man am iPhone an der Registry tweaken oder Zusatzapplikationen installieren kann. Auch vom Mobilfunkanbieter dahinter soll man ja nichts merken.


    Stattdessen pflegt Apple wieder die Exklusivität und Ganzhaftigkeit eines in allen Aspekten geschlossenen Systems, und das kommt eben bei einer gewissen Zielgruppe gut an, während es bei anderen ein absolutes Ausschlusskriterium darstellt.
    Sicher wird das iPhone in dem selben Maße weniger vielseitig sein gegenüber einem Nokia- oder Windows-Mobile-Gerät wie der Mac ja auch weniger vielseitig ist als der PC in Bezug auf Auswahl bei Hardware und Software sowie deren Erweiterbarkeit und Bandbreite der möglichen Anwendungen. Ein Windows-PC kann alles mögliche sein und ist flexibel, aber die vielen Möglichkeiten möglichst auszureizen ist dadurch auch immer ein Gefrickel mit Einstellungen und Kompatibilitäten, es quillt überall vor Technik. Die Masche von Apple ist eben, einerseits die Funktionen und Vielseitigkeit zu reduzieren, so dass andererseits alles auch perfekt aufeinander abgestimmt ist und die Einzelteile im Hintergrund nicht mehr für den Besitzer sichtbar sind. Ein PC ohne Schrauben wäre undenkbar, denn man will ihn ständig öffnen, um neue Teile einzubauen. Ein Mac ohne Schrauben bietet dem Benutzer diese Möglichkeit gar nicht, bewahrt ihn aber dabei auch vor der Notwendigkeit dies zu tun.


    Man merkt das ja auch an den Reaktionen hier. Ein technikkundiger Windowsnutzer bemängelt über Windows Mobile sofort, dass das Betriebssystem außer dem Aufbau und dem Namen mit seinem großen Bruder Windows XP wenig gemeinsam hat. Für die Apple-Fangemeinde, die sich mehr für den Look des Systems als für dessen Funktionsweise begeistern, reicht dagegen allein der Name und das Design "OS X" für das iPhone-Betriebssystem, um Euphorie auszulösen, obwohl doch niemand erwarten kann, dass tatsächlich Desktop-Programme auf dem Ding laufen werden. Die Kompatibilität wird sich wenn überhaupt ähnlich wie bei Windows Mobile auf Widgets und ähnliches in einer Skriptsprache oder so beschränken, alles andere dürfte an völlig unterschiedlichen Architekturen scheitern, denn ein Telefon mit Intelprozessor wäre extrem unpraktisch was z.B. den Stromverbrauch angeht.


    Entsprechend wird das iPhone genau diese Zielgruppe der technikuninteressierten Leute ansprechen, die zwar keine Verwendung für "Funktion" haben, aber dennoch gerne mit etwas ausgefallenem und außergewöhnlichem die Bewunderung der Mitmenschen hervorrufen. Und am besten zu verstehen für die sind immer noch visuell-ästhetische "Spielereien". Wer außer Freaks, die sich damit irgendwie beschäftigen, hat schon einen Sinn für "technische" Schönheit?


    Daher denke ich, das iPhone wird nie eine völlige Konkurrenz für Nokia und Co sein. Es könnte allerdings diejenigen Nutzer von Nokia wegziehen, die sich die Geräte nicht wegen der Funktionen sondern wegen des hohen Preises und der Prestigeträchtigkeit der Marke gekauft haben.


    Ich könnte mir vorstellen, dass der Markt sich also in der Zukunft zwischen nützlichen und Lifestyle-Geräten mehr polarisiert, und jeder einfach zu dem greift, was er eher brauchen kann.
    Das bei den MP3-Playern ja auch geschehen ist - iPod, der nur mit iTunes synct aber hübsch aussieht, und "normaler" MP3-Player, der dank USB-Host überall funktioniert und auch mal als USB-Stick einsetzbar, aber eben nicht von Apple ist ;).



    Das einzige, was mir noch zu denken gibt, ist dass das iPhone zur Zeit ziemlich offensichtlich auf den amerikanischen Markt ausgerichtet ist. Dort spielen längere SMS, MMS und E-Mails keine Rolle, weshalb die fehlende Tastatur weniger stört. Im Gegenzug dazu und zu uns sind die Amerikaner auch begeisterte Nutzer ihrer Mailboxen, weshalb die neuartige Mailboxfunktion des iPhones dort sicher für mehr Furore sorgt.
    Handys sind wie alles andere auch (Autos ;) ) dort größer als bei uns und groß und groß und protzig gilt als schick.
    Auch Werbung und Marken spielen in Amerika noch eine größere Rolle als bei uns, weshalb man mit "Google"- oder "Yahoo"-Fähigkeiten wirbt. Viele werden das dort als Vorteil verstehen, weil sie sich gar nicht bewusst sind, dass Google im Prinzip auf jedem Handy mit Internet funktionieren würde :)