Beiträge von SebastianBonn

    D.h. die Inside- bzw. Mobileoption und die Nebenzeit fallen jetzt auch weg?
    Also wird alles wie ein Basix/Kombi bei der D-Netz-Konkurrenz, außer dass Gespräche aus der Homezone einen Cent billiger sind.

    Satelitentelefone sind in der Regel Telefone auf Schiffen, in Flugzeugen oder welche die man in die Wüste oder in die Antarktis mitnimmt. Das Telefon funkt direkt zu einem Sateliten.
    Manche Leute holen sich sowas auch als Einzelpersonen für Reisen in exotische Länder, oder um von den terrestrischen Netzen unabhängig zu sein.
    Um es kurz zu machen, vergiss es. Solche Nummern begegenen wahrscheinlich 99% der Telefonnutzer nie.
    Ich glaube die beginnen irgendwie mit 008876 oder so ;)

    Das sind in der Tat die Versuche, mehr Geld rauszuschlagen, wo es eigentlich kein Geld zu holen gibt.


    Ich glaube auch nicht, dass o2 mit den Flatrate-Kündigungen tatsächlich massiv Kunden vergraulen wollte. Die sind wahrscheinlich davon ausgegangen, dass alle Kunden reumütig zum vier mal teureren Datenpaket wechseln.
    Aus diesem Grund bieten ja auch die Netzbetreiber idR keinen vernünftigen GPRS-by-Call-Tarif an. Die glauben, dass dann jeder Kunde zusätzliche 10 EUR garantierte Mehreinnahmen bringt. Dass damit aber nur die Volksmeinung immer weiter gefüttert wird, mobiles Internet wäre so oder so unbezahlbar, drängt die monatlichen Dateninklusivpakete ja noch zusätzlich in eine Nischenrolle. Früher oder später könnte die einzige Möglichkeit, das Internet auf dem Handy für die breite Masse nutzbar zu machen, eine Dumping- oder Kostenlosflatrate sein, die möglicherweise mit einer von anfang an sinnvollen Preis- und Produktpolitik verhinderbar gewesen wäre.


    Bei keinem anderen Produkt ist die Preiskluft zwischen "Billig-Tarif" und "Profi-Tarif" so groß wie bei GPRS.
    Der teuerste Fremdnetzpreis bei T-Mobile von 59 Cent verglichen mit dem günstigsten bei rechnerischen 5,9 Cent bei Mindesteinnahmen für T-Mobile von 60 EUR entspricht einem Preisgefälle um den Faktor 10.


    Der teuerste Preis für GPRS beträgt über 9 EUR pro MB. Dem gegenüber steht der günstigste Preis bei Mindestabnahme von nur 50 EUR bei 0,01 EUR pro MB. Obwohl die Mindestabnahme im Profi-Tarif sogar 10 EUR weniger wert ist als bei den Sprachtarifen, sind die Verbrauchspreise im Vergleich zum Einsteigertarif um den Faktor 900(!) günstiger. Oder anders ausgedrückt - das Preisgefälle innerhalb eines Anbieters bei Datenprodukten ist 90 mal größer als das bei Sprachkommunikation.


    Dass die hohen GPRS-Tarife von gestern reine Fantasiepreise waren zeigen ja schon die GPRS-Tarife von heute. Die technische Kapazität einer GPRS-Funkzelle hat sich seitdem nicht nennenswert verändert, der Backbonetraffic spielt bei Datenmengen im KB-Bereich sowieso keine Rolle. Trotzdem bekommt man heute für 35 EUR bei T-Mobile bis zu 5000 (!) mal so viele Daten wie vor 4 Jahren! Und wenn die Entwicklung so weitergeht, sind wahrscheinlich auch die heutigen Preise noch überhöht.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht auch bei jeder Unterbrechung der GPRS-Verbindung durch GSM-Verbindungen gerundet wird.


    Das wäre z.B. der Fall bei jedem ankommenden oder abgehenden Anruf und eventuell sogar jeder ankommenden oder abgehenden SMS, für die dann auch jeweils ein neuer 100KB-Block fällig wäre.
    Beim Ein- und Ausschalten des Handys und bei Funklöchern und Verbindungsabbrüchen natürlich sowieso.


    Außerdem runden manche Anbieter doch stündlich auf die nächsten vollen 100KB auf, ein ganzer Monat online wäre dann selbst ohne Datenübertragung bei 72 MB Onlinekosten.


    Diese Blockabrechnungen sind die größte Kundenvera****e seit langem, weil sie die Kosten, die bei der Abrechnung nach Volumen ja für die meisten Normalos sowieso schon mehr als undurchsichtig sind, selbst für Profis und Leute, die eigentlich wissen was sie tun, noch unklarer und unkalkulierbarer machen.


    Über die jeweiligen Details müsste man sich dann mal informieren.

    Lustig ist doch, dass es durch das Verbindungsentgelt aus dem Ausland billiger ist, versehentlich eine Mailbox oder ähnliches zu erreichen, als aus dem Inland.


    20-Sekunden-Verbindung im Inland bei 16 Cent (60/60) + 6 Cent pro Anruf = 24 Cent
    20-Sekunden-Verbindung aus dem Ausland bei 39 Cent (30/30) = 20 Cent

    Sagen wir mal so, o2 wird in absehbarer Zeit außer der schönen Marke wenig bis keine Alleinstellungsmerkmale mehr zu bieten haben, wenn sie nicht radikal den Kurs ändern.


    Wenn sie jetzt noch den Genion-Tarif verteuern, während die allgemeine Tendenz bei solchen Tarifen genau in die entgegengesetzte Richtung läuft, und die WAP-Flat aufgrund der jüngsten Ereignisse nicht mehr als ernsthafte Tarifoption gesehen werden kann, sehe ich tatsächlich keinen Grund mehr, überhaupt bei o2 zu sein.
    Die scheinen ja wirklich vollkommen auf die Macht von Bonuswelt, Celebrity Endorsment und stylischem Logo zu setzen, oder sie ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus.
    Alles, was o2 noch attraktiv macht, ist die BWHZ in Verbindung mit einem Minutenpaket oder einem Online-Tarif. Das kann aber T-Mobile inzwischen auch leisten.
    Das o2-Netz ist nichts besonders herausragendes, womit man auch noch Werbung machen kann. Wenn man die Wahl hat, für weniger Geld bei T-Mobile auch bei Regen oder in der U-Bahn telefonieren zu können und außerdem auf das National-Roaming-Konstrukt mit allen damit verbundenen Nachteilen (wg. Automatischer Netzwahl im Roaming in Grenznähe, Gesprächsabbrüche, etc) verzichten kann, würde jeder vernünftig denkende Mensch doch gegen o2 entscheiden. Abgesehen davon, dass Zuverlässigkeit, Innovationsstärke und Kundenservice von o2 ja auch nicht gerade berühmt sind.

    So wird es wahrscheinlich enden!
    Ich habe mir schon überlegt, wenn o2 mich auch kündigt, ggf. zu WIND, E-Plus oder Base zu wechseln.


    Da würde ich dann vier mal so viel Geld lassen, während o2 an mir keinen Cent mehr verdient.


    Das interessante ist nämlich, dass jetzt, nachdem ich einmal "Blut geleckt" habe, was das mobile Internet angeht, ich nicht mehr drauf verzichten möchte, bloß weil o2 es streicht. Viel eher würde ich das zur Gelegenheit nehmen, auf richtiges UMTS mit allen Diensten (POP3, Putty, Remotedesktop, Webradio, MP3s von zu hause streamen, etc) umzustellen.
    D.h. o2 hat mit seinem Angebot samt dessen Einstellung den anderen Anbietern auch noch einen Gefallen getan, indem sie mit einem günstigen Lockvogel Kunden "angefixt" haben und diese dann verärgert von der Konkurrenz abgesahnt werden können ;)