Beiträge von Printus

    Wenn etwas, das für die Verzollung notwendig ist, fehlt (hier: eine korrekte Rechnung) landen Pakete, die DHL transportiert, beim nächstgelegenen Zollamt und man muss sich dorthin begeben um das Paket dort selbst anzumelden und abzuholen. Das war bei deinem Paket vorgesehen, ist in diesem Fall aber offensichtlich schief gelaufen, du hast die Sendung ohne Verzollung zugestellt bekommen.


    Freu' dich über den gesparten Weg zum Zollamt, gesparte 12% Zoll und gesparte 19% Einfuhrumsatzsteuer, und die Sache ist erledigt. ;)

    Also bevor solche Sachen einreißen sollte man mal Anfragen bei den Friedhofsämtern starten und fragen ob ein Handy überhaupt mit ins Grab darf. Ich glaube es wird sehr witzig was dann für ein Bürokraten-Moloch in Bewegung gesetzt wird...


    Es gibt sicher 1 Million Vorschriften was in den Sarg darf und was nicht, und Handys sind bestimmt extrem gefährlich. Allein der Akku... das wäre ja so als würde man z. B. eine Batterie in den Wald werfen.


    Bestimmt kann man mehrere Bücher zu dieser Fragestellung schaffen wenn man alle Vorschriften beachtet oder mal schaut was einem Ämter auf eine entsprechende Anfrage schreiben... :cool:

    Normalerweise läuft die Verzollung bei solchen Kleinsendungen automatisch ab, d. h. irgendwann steht einfach der Postbote oder Expressdienst vor der Tür und überbringt die Dokumente. Es kann sein - wenn eben doch Einfuhrabgaben fällig wurden - dass du dann an den Boten etwas zahlen musst, so wie sonst bei einer Nachnahme. Der Paketdienst hat die Gebühren dann beim Zoll vorgelegt damit die Sendung frei gegeben wird, und holt sich das Geld dann bei Übergabe von dir zurück.


    Im schlimmsten Fall fallen 19% Einfuhrumsatzsteuer an, wenn du Glück hast nur 7% weil es sich um ein Druckerzeugnis handelt. Wenn der Zollanmelder beim Paketdienst das mit der Dokumentensendung probiert - oder man es sowieso nur für einen Brief hält - und der Zoll es durchlässt, zahlst du gar nix.


    Normalerweise wird eine solche Sendung ohne Rückfrage bei dir einfach angemeldet. Sollten doch Fragen entstehen ist es gut wenn neben deiner Adresse auch deine Telefonnummer auf der Rechnung steht.


    Wichtig wäre dass der Versender eine gute Rechnung beilegt, also vollständige und ausführliche Angaben - wie in dem 1. Post dieses Threads erklärt. Bei der Warenbeschreibung dann möglichst genau formulieren dass es sich um einen harmlosen Freizeit-Bootsplan handelt.


    Und dann viel Spaß beim Bootsbau, Herr Kapitän! :D

    OK, dann würde ich den Bootsplan freischreiben, so dass er gänzlich abgabenfrei importiert wird.
    Es ist nicht ganz blütenrein sauber, aber man kann probieren sich hier auf eine "außertarifliche Befreiung" nach der Zollbefreiungsverordnung zu berufen. Es gibt nämlich die Möglichkeit "Entwürfe, technische Zeichnungen, Planpausen" [....] freizuschreiben "wenn sie zur Erlangung oder Ausführung von Aufträgen in Drittländern oder zur Teilnahme an einem im Zollgebiet der Gemeinschaft ausgeschriebenen Wettbewerb" eingeführt werden. Wenn man den letzteren Teil nicht ganz ernst nimmt, vielleicht hat der Zöllner auch schon von den techn. Zeichnungen gehört, aber den Zusatz "blabla Wettbewerb" vergessen - könnte klappen. Ich hätte den Zusatz jedenfalls bei der Anmeldung "vergessen"... *hüstel* ;)
    Ansonsten, wenn es nicht funktioniert, siehe HansFranz - Warenwert unter 150 EUR, da fallen bestenfalls 19% Einfuhrumsatzsteuer an, mit Glück sogar nur 7% weil es sich um ein Druckerzeugnis handelt. Die Warenbeschreibung sollte aber insofern "unauffällig" sein dass von einem einfachen Selbstbau-Boot zur privaten Freizeit-Nutzung die Rede ist, damit kein übereifriger Zöllner auf die Idee kommt zu fragen ob diese Pläne militärische Bedeutung haben könnten.


    HansFranz123:
    150 EUR beziehen sich auf den Warenwert, die Versandkosten zählen nicht mit rein. Warenwert in deinem Beispiel 120 EUR, fällt also unter die Regelung, dass du nur die Einfuhrumsatzsteuer von 19% zahlen musst.

    Zitat

    Original geschrieben von Second.Fire
    Internet ist kein Problem, Handy haben wir ja. Nur der PC macht mir Kopfschmerzen. Wir haben keinen, werden in den kommenden Jahren keinen kaufen können, und ich weiß nicht, wie man die Dinger bedient. Ich hege die Befürchtung, daß ich dem Thema nicht ewig aus dem Weg gehen kann...


    Bei 264 Posts alleine hier bei TT hast du aber offenbar doch die Möglichkeit, Zugriff auf einen PC zu nehmen und surfen kannste offenbar auch...
    Für dich selber und Kinder reicht ja ein simples Gerät, mit dem man im Internet surfen und stinknormale Office-Anwendungen ausführen kann. Sowas gibt es gebraucht, wenn du ein bisschen schaust, für kleines Geld - immer, wenn jemand einen neuen Rechner kauft, stellt sich nämlich die Frage "Wohin mit dem alten?"
    Ich denke dass man sogar für extrem wenig bis kein Geld an einen Rechner kommt, wenn du mal bei den Kleinanzeigen in Zeitungen schaust oder im Bekanntenkreis fallen lässt dass du einen älteren Rechner, der aber funktioniert, brauchen kannst.


    Warum willst du dem aus dem Weg gehen? Ein Rechner und das Internet sollen nicht stören, sondern machen Vieles einfach und bequem, man hat Zugang zu Wissen...


    Dem würde ich nicht aus dem Weg gehen, sondern es so nutzen, wie es Freude macht und nützlich ist.


    Zum restlichen Thema: ich verstehe nicht so ganz wieso Kinder in jungen Jahren einen eigenen Rechner brauchen... mal abgesehen von den Kosten, gerade ein Laptop ist ja nun nicht für'n Appel und ein Ei zu haben. Wenn überhaupt würde ich meinen Kindern einen ganz einfachen Rechner beschaffen, der fast nichts kostet, so wie oben Second.Fire empfohlen. Ansonsten tut es da auch ein Familienrechner, den sie mitbenutzen dürfen.


    Ich denke man sollte Kinder nicht vom Rechner fern halten, der wird so selbstverständlich und allgegenwärtig zu ihrer Welt gehören wie Unterhosen und Socken. Es ist gut wenn Kinder den Umgang spielerisch lernen und Fähigkeiten erwerben, das wird irgendwann so erwartet werden wie die Schule erwartet dass ein Kind alleine zur Toilette gehen kann.


    Ich halte aber auch viel davon dass Kinder zugleich die Welt außerhalb des PC's erkunden, und ihre Erlebnisse nicht nur dort machen. Zwischenmenschlicher Umgang, Dinge zu erleben, anzufassen, zu spüren, Konflikte nicht im Chat, sondern durch Kommunikation mit Menschen zu lösen... all das ist auch wichtig für die Entwicklung.


    Es ist nicht nur die Gefahr, Kinder vor dem Ferneseher oder Computer ruhig zu stellen und zu beschäftigen, sondern es geht auch darum dass ihre Persönlichkeit nicht geformt wird wenn sie die Welt vorm Rechner betrachten. Man muss Dinge real mitmachen und erleben, um Erfahrungen zu machen.


    Insofern: Familien-PC, Nutzung unter Aufsicht und mit einem Auge auf die Zeit, damit das nicht ausartet, und den ersten eigenen Laptop/PC gibt es wenn die Eltern Geld dafür haben und das Kind so weit ist, dass es tatsächlich einen unbeaufsichtigten eigenen PC verantworten kann. Das ist mit 15, 16 - frühestens. Und selbst dann möchte ich sicherstellen dass ich keine Post von Anwälten der Musikindustrie bekomme...

    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Nene den Erstattungsantrag musst Du schon zum Zoll schicken (bzw. könnte das auch DHL machen, die werden dich als Privatkunden aber direkt an den Zoll verweisen) schließlich hat der Zoll die Abgaben erhoben und nicht DHL.


    Vor allem arbeiten Dienstleister immer "im Auftrag und in Vertretung" des Warenempfängers. Somit macht zwar der Dienstleister die Zollanmeldung, haften tut aber der Empfänger. Ich weiß nicht ob es bei der Post aufgrund des Sonderstatus und der automatischen Verzollung dort noch anders geregelt ist, zumindest für Speditionen und KEP-Dienste gilt es aber so.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Die Details hinsichtlich privater Abfertigungen kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich damit zu wenig zu tun. Gibt aber genug Bekannte bei denen es nicht kostenfrei gewesen ist (oder die Gebühren wurden dann als Vorlageprovision etc. pp. getarnt).


    Ich kann nicht sagen ob es sich inzwischen geändert hat, seinerzeit war es so dass die Vorlageprovision in Rechnung gestellt wurde, im Kleingedruckten stand aber immer dass man sie abziehen kann wenn man innerhalb einer gewissen Zeit (natürlich ein relativ kurzer Zeitrahmen) zahlt. Klar, das war schon darauf angelegt dass es überlesen wird - das Übliche bei Kleingedrucktem...
    Private Sendungen wurden immer kostenfrei abgefertigt.


    Ausnahmen waren wenn es zu viele anzumeldende Positionen auf der Rechnung gibt oder wenn durch Ungereimtheiten eine Lagerung des Paketes nötig wird. Hier fielen nach ein paar Tagen Lagerkosten an, die tatsächlich recht teuer sind. Wobei man hier aber argumentierte - nicht ganz zu Unrecht - dass es erheblich Aufwand macht und Kosten verursacht wenn Pakete aus den normalen Abläufen herausgenommen und eigens behandelt werden müssen, oder in einem - sehr teuren, weil die Immmobilienpreise am Airport schwindelerregend sind - Lager auf dem Gelände des Airports unter zollamtlicher Überwachung bleiben müssen.



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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Für den gewerblichen Bereich kann ich hinsichtlich der vermeintlich hohen Qualität und dem etwaigen Service bei Fehler Seitens UPS nur müde lächeln. Man muss fairerweise differenzieren über welchen Flughafen bzw. Hub die Sachen reinkommen


    Luftfracht ausschließlich über Köln/Bonn, das ist der europäische Luftfracht-Hub für UPS.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    aber in der Praxis sind von 10 Importsendungen 9 fehlerhaft (auch wenn es manchmal nur Kleinkram ist) und von diesen 9 sind dann 3-4 so falsch, dass man als Anmelder der Ware das richtig stellen muss. Das fängt schon mit der Wahl eines völlig falschen Anmelders an (kommt wohl immer drauf an welche Adresse das System als erstes anzeigt anstatt mal auf die Begleitpapiere zu schauen) etc. pp..


    Glaube ich dir natürlich, widerspricht aber völlig meinen Erfahrungen.
    Ich vermute dann fast dass ihr zufällig einen unfähigen Sachbearbeiterstamm bei UPS erwischt habt - UPS hat die Zollabteilung regional organisiert, d. h. die Sachbearbeiter betreuen ein bestimmtes PLZ-Gebiet, so dass es immer wieder dieselben sind, die eure Sendungen anmelden. Intern gibt es da schon gewisse Meinungen, welche PLZ-Gebiete von fähigen Leuten und welche von relativen Deppen betreut werden. Es gibt fähigere und weniger fähige Teams, und die guten Leute versuchen natürlich möglichst keine Idioten im Team zu haben - so dass sich in anderen Teams eher die Weniger beliebten oder fähigen Leute sammeln (müssen).
    Oder aber es sind tatsächlich falsche Angaben in den Kundenstammdaten vermerkt. Wenn da steht dass "fdgkghk" immer ein "grüner Fön, TARIC 1234 5678 900" sei, dann wird das jeder immer wieder so anmelden, weil keiner weiß dass "fdgkghk" in Wirklichkeit kein grüner Fön ist...
    Das sollte man dann aber für die Zukunft klären können - sei es indem man die Importer Remarks nochmal zusammen durchspricht, oder indem man sich auf den Status "vor Anmeldung IMMER Rücksprache (mit Herrn ChickenHawk)" setzen lässt.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Nicht umsonst gibt es im gewerblichen Bereich bei größeren Unternehmen die Bestrebung möglichst viel selbst zu verzollen


    Aber nur bei wirklich großen Unternehmen. Die Kleinen können sich keine eigene Zollabfertigung leisten, im Übrigen fallen für das NCTS (T1)-Verfahren gesonderte Gebühren an weil die Pakete verblombt und mit entsprechendem Aufwand zum zugelassenen Empfänger befördert werden müssen.


    Ich will UPS auch nicht grundsätzlich in Schutz nehmen, stehe mit dem Laden wie gesagt auf Kriegsfuß. Dennoch will ich so fair sein ihnen nicht schlechte Leistung zu unterstellen, wo sie normalerweise einen guten Job machen.