Beiträge von Printus

    Und in den Ausschüssen labern Experten Lobbyisten, die für teures Geld als Sachverständige eingeladen wurden, in der Form dass jeweils 1 Abgeordneter pro Fraktion einem Verbandsvertreter eine Frage stellen darf.


    Danach wird vom Ausschußvorsitzenden festgestellt welche Ausschußmitglieder über den Vorschlag achttausendsiebenhundertfünfundzwandzigschrägstrichzweiabsatzsieben wie abstimmen - und fertig.


    Und das macht den größten Teil der Arbeit aus. Du kannst mir nicht erzählen dass irgendein Abgeordneter weiß was er da genau beschließt geschweige dann dass er es verstanden hat.


    Wenn das Gesetz dann im gesamten Plenum zur Abstimmung kommt weiß die Mehrheit der Abgeordneten nicht mal im Entferntesten worum es überhaupt geht, geschweige denn was da im Detail beschlossen wird.


    Die Gesetze, die wirklich bekannt sind und diskutiert werden, umfassen vielleicht 1% der Arbeit...


    Das ist das politische Kerngeschäft!

    Zitat

    Original geschrieben von Bombe77
    Es ist sicherlich für den ein oder anderen nicht nachvollziehbar, warum unsere Politiker so viel Geld erhalten und dann noch einem Nebenjob haben.


    Es geht nicht allein um das Geld oder seine Höhe. Wer Verantwortung trägt und gewissenhaft den ganzen Tag ackert, dazu am Wochenende in seinem Wahlkreis unterwegs ist, dem ist ein hohes Gehalt durchaus zu gönnen.


    Es geht bei den Nebenjobs mehr darum dass sich ein Gewissenskonflikt ergeben MUSS wenn man als Politiker Gesetze machen soll, die sich womöglich gegen Unternehmen richten, auf deren Gehaltsliste man steht.


    Und es ist ein zeitliches Problem. Niemand kann 3, 4 Funktionen sorgfältig erledigen wenn schon der Hauptberuf (Abgeordneter) die Arbeitstage voll ausfüllt. Man muß dann davon ausgehen dass regelmäßig die Parlamentarier-Arbeit zurückgestellt wird um die teilweise zahlreichen anderen Aufgaben zu erfüllen, weil anders geht es rein zeitlich gar nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von Bombe77
    Dennoch möchte ich nur auf eines hinweisen: Wenn sie weniger Geld bekommen würden, hätten wir innerhalb kürzester Zeit Zustände wie in 2./3. Welt Ländern, wo jeder Politiker und Beamte sein Gehalt durch Bestechungsgeld aufbessert. Nicht das es in Deutschland keine Korruption geben würde, doch es wäre um ein Vielfaches schlimmer. Und das kann ja nun wirklich niemand von uns wollen, oder?


    Ich sage jetzt mal etwas Provokantes und übertreibe absichtlich: was unterscheidet uns in Deutschland denn noch von den Zuständen, die Du beschreibst?


    Es liegt doch auf der Hand dass Lobbyverbände, Konzerne und Firmen nicht durch puren Zufall so viele Abgeordnete auf der Gehaltsliste haben. Dahinter kann man ohne viel Phantasie vermuten dass sich die Unternehmen NATÜRLICH in irgendeiner Weise Vorteile versprechen, egal wie die im Einzelfall aussehen. Man wird das oft auch gar nicht direkt nachweisen können, nur liegt doch auf der Hand dass man gegenüber einem Unternehmen, von dem man sehr großzügig behandelt wird, besonders positiv eingestellt ist und nicht ausgerechnet gegen sie agieren wird - was man vielleicht täte wenn man ganz neutral wäre.


    Lobbyarbeit ist noch keine Korruption, aber in gewisser Weise eine Vorstufe. Es wird eben "gut Wetter gemacht"... und in irgendeiner Weise zahlt es sich aus.


    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Die Pensionsansprüche sind schon ok so, denn wer wirklich lange in der Politik ist und dies auch rechtschaffen tut, der hat keine Möglichkeit anderweitig für eine gute Rente zu sorgen.


    Ja, wenn's so wäre. Aber der Politiker erwirbt in 8 Jahren Ansprüche wie ein anderer in 40 Jahren!


    Die Realität ist dass jeder Normalbürger sich einen neuen Job suchen muß wenn er nach 8 Jahren von einer Arbeitsstelle abtritt, und das muß für Politiker genauso gelten.Warum sollen denn für Parlamentarier andere Regeln gelten, warum reichen denn bei denen schon 8 Jahre in ihrem Job um einen Rentenanspruch in schöner Höhe zu haben?
    Vor allem findet wohl kaum jemand so schnell wieder einen ganz lukrativen Job wie Ex-Politiker! Da tut sich jeder andere viel schwerer.


    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Was man machen muss ist lediglich die Möglichkeiten der Korruptionsbekämpfung ausweiten und die Gesetzeslage so ändern, das im Verdachtsfalle die Immunität automatisch und sofort ausgesetzt wird. Der Datenschutz bleibt davon unberührt.


    Nee, das muß man nicht machen. Es muß schon so laufen dass in rechtsstaatlicher Manier korrekte Regeln, Gesetze, gelten und Leuten nicht einfach nur weil irgendwem die Nase nicht paßt oder böse Gerüchte gestreut wurden, Nachteile entstehen dürfen.


    Ich glaube Du siehst das unter einem ganz falschen Blickwinkel. Es mag ja sein dass andere Menschen am Ende genauso hohe Bezüge haben, aber die haben dafür ein Leben lang gearbeitet! Der Abgeordnete hat nach lächerlichen 8 Jahren bereits einen Status, der jeden normalen Arbeitnehmer 40 Jahre Schufterei kostet. Und das auch nur im Moment noch; wenn in Zukunft das umlagefinanzierte Rentensystem stirbt und jeder selber vorsorgen muß steht der Abgeordnete, der weiterhin eine staatliche / stattliche Rente bezieht, nochmal wieder besser da.
    Wenn man das ganze dann auch noch vor dem Hintergrund sieht dass das Volk demnächst bis 67 arbeiten soll wird das ganze zur Realsatire.


    Auch sonst ist es IMHO eine falsche Sichtweise wenn man die Abgeordnetenbezüge in Relation zu Sparkassen-Direktoren oder Wirtschaftsmanagern setzt.


    Niemand wurde gezwungen in die Politik zu gehen und wer es trotzdem macht weiß wieviel er da verdient, oder wieviel er im Vergleich zu einem Wirtschaftsführer nicht verdient. Was anderswo verdient wird ist kein Argument.


    Es ist OK dass Abgeordnete gutes Geld verdienen um einerseits der Bestechlichkeit vorzubeugen, andererseits auch Schlaumeier aus der Wirtschaft in die Politik zu holen, auch aufgrund der Verantwortung und weil ein Abgeordneter, der seine Aufgabe gewissenhaft erfüllt, tatsächlich lange Arbeitstage hat.


    Das gute Gehalt haben sie aber. Die Bezüge, die ein Abgeordneter bekommt, nebst allen Sozialleistungen und Ansprüchen für später - die jeder andere selbst bezahlen muß / vom Gehalt in Abzug gebracht wird - sind in weit überdurchschnittlicher Höhe. Der Vergleich kann nicht nur ein Herr Ackermann, Bill Gates oder ein Pharmamanager sein, sondern das muß man auch mal in Relation dazu sehen was ein Durchschnittsbürger verdient, was ein Malocher für harte körperliche Arbeit bekommt und auch was man Hartz IV-Empfängern erzählt womit sie überleben sollen.


    Es schließt sich IMHO aus dass man politische Entscheidungen trifft und nebenher für irgendwelche Industrieunternehmen tätig ist weil Interessenskonflikte und Befangenheit vorprogrammiert sind.


    Einen ehrenamtlichen Posten im Fußballclub, wo man am Wochenende zur Zerstreuung hingeht, mag ich noch hinnehmen. Aber wer auf der Payroll eines Industrieunternehmens oder eines sonstigen Konzerns steht verliert IMHO seine Glaubwürdigkeit.


    Das gleiche gilt wenn jemand diverse Posten bekleidet. Dann MUSS man sich fragen wie derjenige das zeitlich unter einen Hut bringen will, das geht eigentlich gar nicht.


    Und nicht zuletzt stellt sich auch ganz einfach die Frage nach der Glaubwürdigkeit. Ob es rechtlich in Ordnung ist ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist dass es auf das Volk einen sehr schlechten Eindruck macht wenn jemand einfach nur den Eindruck erweckt auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Allein schon das Feingefühl sollte einen Politiker dazu bringen sich nicht dem Verdacht auszusetzen nicht neutral zu sein. Und dieser Verdacht schwingt immer mit wenn die Leute eine solche Nähe zu irgendwelchen Konzernen haben.


    Dann soll derjenige bitte in der Wirtschaft Karriere machen, aber eben nicht mehr im Bundestag den neutralen Abgeordneten mimen, weil das ist eine Farce.

    Ja, das alles ist ein schlechter Scherz. Diese Ar***lö**er können mir nicht erzählen dass sie tatsächlich Zeit haben um all diese Tätigkeiten gewissenhaft auszuüben. Mir ist zwar egal was bei der AXA oder anderen Unternehmen, mit denen ich nichts zu tun habe, los ist - aber mir ist nicht egal wenn Volksvertreter im Parlament sitzen, die ihren Job nicht mit der erforderlichen Sorgfalt machen weil sie schlicht keine Zeit dafür haben können.


    Und genauso schlimm ist dass sie anderen Leuten den Job wegnehmen, denn auf all diesen Posten könnten auch Leute sitzen, die jetzt arbeitslos sind. Oder es würden jedenfalls andere aufrücken.


    Es kommt mir so lächerlich vor dass hier ernsthaft über einen Mindestlohn diskutiert wird, also darüber ob Menschen in diesem Land tatsächlich von ihrem Gehalt leben können müssen. Und zugleich stopfen sich zahlreiche Parlamentarier derart die Taschen voll, dass sie gar keinen Bezug zur Realität der Arbeitswelt und der Leistung, die einem Gehalt normalerweise vorrausgehen muß, mehr haben können.


    Dieses Gebaren ist es was die Linkspartei inzwischen zur drittstärksten Kraft macht, man muß sich die Umfragen ja nur ansehen.


    Hier noch 2 interessante Links:
    [URL=http://www.merkur-online.de/vermischtes/blickpkt/art9400,815579]Merkur online[/URL]
    [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,492613,00.html]SPON[/URL]

    Der Problem der meisten Passagiere ist dass sie sich in ihrer Rolle verschätzen.


    Wenn bei Airlines geregelt ist dass man nur ein Handgepäckstück haben darf, es Größen- und Gewichtsbegrenzungen gibt, dann kann man sich nicht nachher beschweren wenn die Regeln umgesetzt werden.
    Es ist zwar blöd wenn das bisher selten oder nie der Fall war und plötzlich wird es ernst genommen. Der Fehler lag dann aber in der Vergangenheit und ist nicht dass man es jetzt anders macht.


    Genauso wie Cabin attendants primär eine Sicherheitsfunktion erfüllen und nicht nur als Saftschubsen zum Getränke-ausschenken da sind. In aller Regel nimmt man sie zwar eher so wahr, das täuscht aber über die wahren Prioritäten hinweg.


    Zu der Aufmerksamkeit beim Briefing: natürlich weiß man bei der 3. Vorführung rein technisch meistens was einem da erzählt wird. Piloten müßten aus dieser Sichtweise heraus noch viel weniger bei JEDEM Flug zu und ab ihrer Basis durchsprechen wie im Falle eines Falles Notfallprocedures an diesem Airport laufen und es müßte auch nicht vor jedem Dienstantritt ein Briefing stattfinden wie die Zusammenarbeit der Crew gestaltet wird - und doch wird es gemacht.
    Der Sinn ist weniger den Leuten Dinge neu beizubringen, sondern aktuell situation awareness und "was wäre wenn, was würde ich tun wenn jetzt dies und das passieren würde" ins Gedächtnis zu rufen. Man spielt die Dinge immer wieder durch damit der Einzelne sie jetzt und hier im aktiven Arbeitsspeicher hat und mental vorbereitet ist, denn die Zeit zum Überlegen und Gedanken-sortieren ist nicht da wenn der Ernstfall eintritt.


    Intelligente Passagiere machen das ebenso, die sehen sich die Vorführung nicht an weil sie etwas Neues lernen, sondern unter dem Aspekt sich 2 Minuten lang mit ihren sogenannten "canned decisions", also "konservierten Entscheidungen", zu beschäftigen und den Dosenöffner in die Hand zu nehmen, für den Fall der Fälle.
    Wer desinteressiert wegschaut fängt an in den Schubladen nach dem Dösenöffner zu suchen wenn er die Konserve akut und schnellstmöglich öffnen muß.


    Mir erscheint es immer schlicht und einfach dumm wenn vermeintliche "Checker" glauben dass es cool wäre demonstrativ Zeitung zu lesen. Und noch geiler ist wenn man das rausposaunt. Bei jedem, der in der Luftfahrt arbeitet, ist man mit der Einstellung "unten durch". Witzigerweise glauben aber gerade diese Vielflieger dass sie sich als Profis outen würden...

    Zitat

    Original geschrieben von Reifel
    Jeder Flugzeugtyp ist anders. So lässt sich der Notausgang einer Boeing 737-800 ganz anders öffnen wie der einer A320... Also "Video ist nicht gleich Video".


    Zitat

    Original geschrieben von Steffi21
    Gott, ich habe den Film, bzw. die Vorführungen zig.mal gesehen und gucke auch nicht mehr hin.


    Deswegen habe ich geschrieben "Schlaumeier". Du bist eine davon, Steffi.

    Steffi21,


    es geht nicht so sehr um Terror, sondern allgemeine Gefährdung.


    Wenn Du jetzt stolz darauf bist ein Gepäckstück von 20kg in die Kabine geschafft zu haben solltest Du mal darüber nachdenken was passiert wenn eine Notlandung stattfindet oder das Flugzeug wegen Wetterphänomenen durchgeschüttelt wird. Die Overhead bins sind zwar schon so ausgelegt dass sie ein Vielfaches des eigentlich erlaubten Gewichtes halten, aber irgendwann ist mal Schluß.


    Dann fliegt ein solcher Koffer, der bei ein paar g noch weit mehr als 20kg wiegt, quer durch die Kabine. Die Passagiere, die davon getroffen werden, werden sich bei dir bedanken - wenn sie es noch können.


    Auch unter dem Vordersitz ist so ein Gewicht eine Gefahr. Wenn dir das Ding bei einer Bruchlandung die Füsse zerschmettert verbrennst Du im Flugzeug weil Du nicht mehr raus kommst. :mad:


    Mich regt es immer auf wenn irgendwelche Schlaumeier meinen dass sie den erfahrenen Vielflieger raushängen lassen können wenn sie während des Security briefings geschäftsmäßig die Financial Times auseinander klappen, sich nicht umschauen wo der nächste Notausgang ist und mit welchen Handgriffen die Tür notentriegelt werden kann.
    Ich mache jede Wette dass auch die Vielflieger aus dem Stegreif nicht wissen wie die Tür geöffnet wird. Cool ist wenn man sich das anschaut bevor sich der Flieger überhaupt nur 1 mm bewegt, weil dann hat man das Wissen im Falle eines Falles präsent. Die Wahrscheinlichkeit das Wissen anwenden zu müssen ist extrem klein, aber das ist kein Argument sich nicht damit vertraut zu machen. Im Extremfall kann davon das Leben abhängen.

    Du hast einen Beförderungsvertrag mit Hansens, wie LH bei deutschen Piloten heißt, abgeschlossen. Wenn die einen anderen Dienstleister beauftragen dich irgendwohin zu fliegen ist das schön und gut, aber dein Ansprechpartner ist genau genommen weiter Hansens.


    In der Regel klappt das auch ganz gut, die kümmern sich auch dann wenn man Gepäck-Probleme mit einem anderen Star-Alliance-Partner hat. Hat bei mir seinerzeit gut funktioniert als ein Koffer auf einem Tyrolean-Flug beschädigt worden ist.


    In der Praxis spricht aber nichts dagegen zweigleisig zu fahren und zugleich auch gegenüber SAS Ansprüche anzumelden. Problem könnte sein dass man originale Boarding passes vorlegen muß, und die hast Du ja nur einmal.


    Ansonsten gibt es sicherlich gewisse Pauschalen, die im Kleingedruckten stehen. Hansens wird dir nicht die komplette Garderobe bezahlen...

    Zitat

    Original geschrieben von bommel123456
    bei mir standen gestern gleich zwei dieser T-Com Mitarbeiter vor der Tür. Sie wollten zuerstmal meine Telefonrechnung sehen und mich dann beraten ob man evtl.den Tarif umstellen kann.


    Mir wurde von der Mitarbeiterin bestätigt, daß Außendienstler unterwegs sind. Aber, ob das Echte waren, daran habe ich immer noch meine Zweifel.


    Hi Bommel 1-6,


    kann gut sein dass die Leute durchaus entweder echte Telekom-Heinis oder zumindest von ihr beauftragt waren, also jedenfalls keine Arcor- oder sonstwas Leute.
    Die waren hier auch schon an der Tür, waren freundlich und hatten ein seriöses Auftreten. Ihr Vertragsformular war dann auch "echt Telekom".


    Nur eins ist ja klar: weder T-Com als Auftraggeber noch der direkte Arbeitgeber der Werber schickt Leute los damit die dem Kunden sagen "Äh, ja, sie haben ja offenbar den für Sie besten Vertrag." Weil wenn es wirklich darum ginge Kosten zu optimieren müßten sie einem gleich raten von der Telekom zu einem anderen Anbieter zu wechseln, die anderen sind immer preiswerter. :rolleyes: Es ist doch klar dass es immer darum geht einen Abschluß zu erzielen völlig egal ob das sinnvoll ist oder nicht, d. h. JEDEM wird erzählt dass es besser geht, selbst wenn man längst den tollsten Vertrag hat.


    Es ist ja auch utopisch anzunehmen dass diese Berater mit einem kleinen Blick auf die Rechnung sehen könnten wie diese zu optimieren wäre, vor allem da die Telekom-Rechnung generell so unübersichtlich ist dass man Stunden brauchen würde um sie korrekt zu analysieren.


    Trotzdem werden die nach 5 Sekunden vorgetäuschter Analyse auf irgendeinen Wert zeigen und einem wortreich darlegen dass diese Summe hier ja viel zu teuer wäre und jene auch... Und das finde ich eben Kunden-Verarschung!


    Es stimmt natürlich - und das muß ich "meinen" Klinkenputzern auch tatsächlich zugute halten - teilweise waren ihre Aussagen berechtigt; auf die Frage warum mir denn die Telekom jetzt günstigere Preise anbieten will hieß es dass die Kunden wegrennen weil die Kosten zu hoch seien und dagegen wolle man etwas tun - das klingt nachvollziehbar. Und in vielen Fällen wird es auch tatsächlich stimmen dass Leute seit Ewigkeiten irgendeinen Tarif haben und sparen können wenn sie da mal etwas umstellen.


    Nur: muß man wirklich einen solchen eher verrufenen Vertriebsweg wählen? Ich bin nicht sicher ob man sich hier einen Gefallen tut. Irgendwie kommt mir das wie eine Nachwehe der "Geiz-ist-geil"-Mentalität vor. Anstatt guten Service und Kundenfreundlichkeit gepaart mit Kompetenz zu bieten lagert man die Mitarbeiter zu schlechteren Arbeitsbedingungen aus und sucht sein Glück darin Kunden durch Haustür- und Callcenter-Geschäfte zu krallen, wo vermutlich viele Menschen aus wirtschaftlichem Zwang heraus arbeiten und herumlügen, und sich beschimpfen lassen müssen. Ich würde nicht gerne als Klinkenputzer arbeiten müssen.


    Warum machen die Firmen keine Service- und Qualitätsoffensive? Dann zahlen die Kunden auch ohne Murren etwas mehr, solange es im Rahmen bleibt. Im Gegenzug werde ich fair und korrekt behandelt - das ist sicher sehr vielen Kunden etwas wert und es gibt auf allen Seiten nur Gewinner.