Beiträge von Printus

    Allgemein handhabt man es so dass der Ehering am rechten Ringfinger klimpert, während man einen Verlobungsring am linken Ringfinger trägt.


    Solch einen Siegelring tragen in Deutschland eher alte Männer, in den USA ist es etwas verbreiteter. Meistens wird er dann am kleinen Finger getragen.


    Aber wirkliche Regeln gibt es da nicht, letztlich kannst Du es machen wie Du willst.


    Wenn es mir erlaubt ist eine Meinung zu haben... ähm... willst Du dir wirklich so einen Altmänner-Siegelring zulegen? Auf mich wirkt das altbacken. Falls Du nochmal nachschaust - dann findet sich doch bestimmt etwas Dezenteres, oder? Und selber kaufen ist auch immer doof, kannste Dir einen Ring nicht nach einem gezielten Hinweis schenken lassen? Oder zumindest deine Frau aussuchen lassen?


    Ich finde es übrigens nicht peinlich den Juwelier nach seiner Meinung zu fragen - da solltest Du keine falsche Scheu haben! Hat doch was wenn dir ne junge hübsche Juwelierin sagt wie es am besten ausschaut, oder? :D


    Und was den Ring für deine Frau angeht: wie man die Größe mißt wurde ja schon erklärt. Wenn Du dich allerdings nicht so richtig auskennst würde ich ihr nur einen Gutschein schenken oder sie zum Kauf mitzunehmen... Sonst geht datt nachher in die Hose, sowohl was die Größe, als auch was den Geschmack angeht.

    Ja, nur was gibt es denn daran zu klären wenn es nicht klärbar ist?


    Es zeigt sich doch in entsprechenden Versuchen (ich komme jetzt gerade nicht auf den Namen dieses Experiments...), beschrieben z. B. im Buch "Die Welle", dass eine Aufteilung in Wächter und Gefangene auch heute noch funktioniert und eskaliert wenn man die Leute nur entsprechend einteilt und den Mächtigeren Handlungsspielräume läßt.
    Oder dass im Experiment Menschen Stromstöße auf falsch beantwortete Fragen auslösten obwohl sie mitbekamen dass die Opfer darunter litten (zumindest war den Probanden nicht klar dass es de facto keine Stromstösse gab, sondern das nur gespielt war).
    Oder nehmen wir die immer wieder gerne gezeigten Experimente wie Passanten an unübersehbaren Unfällen vorbeifahren ohne anzuhalten. Oder Themen wie Rassentrennung in den USA oder Apartheid in Südafrika...


    Man kann das beklagen weil es natürlich verwerflich ist. Nur: So funktionieren wir Menschen offenbar. Es ist doch unnütze, intelektuelle Schwallerei das zu brandmarken wenn es offenbar in unserer Gehirnsoftware entsprechende Bugs gibt, die uns regelmäßig so handeln lassen.


    Natürlich rechtfertigt das nichts und die Strukturen müssen dann offenbar von vorneherein so angelegt werden dass erst gar keiner die Möglichkeit hat sich in derartige menschenverachtende Abläufe einfügen zu können, weil allein die Möglichkeit dazu führen könnte - oder besser: führen wird - dass sich entsprechend radikal verhalten wird.
    Aber dass es passiert wenn die Strukturen entsprechende Möglichkeiten vorgegeben sieht man doch an der Realität... Es ist müßig das wegdiskutieren zu wollen oder dann immer mit dem moralischen Hammer zu kommen weil es nun mal faktisch so ist.

    Zitat

    Original geschrieben von Laubi
    Bekommst Du für die GG der Telekom (bzw. Alternativ-Anbieter im FN Bereich) ein Telefon subventioniert, oder für Deine GEZ Gebühren einen Fersneher o. ä. gestellt?! ;)


    Nein, aber die zwingen mich auch nicht ein Gerät im Wert mehrerer hundert Euros haben zu müssen um den Service nutzen zu können. Ein Festnetztelefon kann ich, selbst in guter Qualität, für 20 EUR bekommen.
    Auch wenn die Preise inzwischen stark fallen weil Mobiltelefone Massenprodukte geworden sind, aber für das Geld bekommt niemand ein ordentliches, frei einsetzbares Handy.


    Und ja, früher war es so dass die Bundespost einem das Telefon gestellt hat. Da hat man die Dinger nicht im Laden kaufen können.


    Beim Mobilfunk handelte es sich bis vor, na sagen wir mal 5, 6, 7 Jahren, nicht um ein Massenprodukt, sondern nur wenige Menschen hatten ein Mobiltelefon. Damals rannten die Leute nicht wild labernd über die Straße, sondern da verdrückte man sich zum telefonieren eher verschämt in einen Hauseingang :D Und die Handys kosteten richtig viel Geld, weshalb die Anbieter sie subventionierten um die Kunden zu gewinnen.


    Wenn man die Kunden aber mit diesen Subventionen lockt - weil nur so entwickelte sich der Mobilfunk zum Massenprodukt - und auch all denen, die seinerzeit eigentlich gar kein Handy brauchten, eben doch eins andiente, oder die Kunden mit den immer neuesten Geräten und frühzeitigen Vertragsverlängerungen und "neues Handy schon ab dem 19. Monat" verführt, dann kann man sich jetzt nicht beklagen dass die Leute jahrelang entsprechend konditioniert wurden und eine entsprechende Erwartungshaltung aufgebaut haben. Das ist ein selbst gemachtes Problem seitens der Anbieter, das ist nicht die Schuld der Kunden.
    Jetzt, wo man die Geister, die man rief, nicht mehr los wird so zu tun als seien es die bösen Kunden, die einem das Leben schwer machen - das geht nicht!


    Zitat

    Original geschrieben von Laubi
    Ernst beiseite: Der Mobilfunkmarkt ist im Umbruch. Die Airtime der Kunden schwindet, sowie durch diverse No-frills Anbieter auch die Margen. D. h. so langsam aber sicher ist umdenken angesagt: Telefone für 1,- € gehören m. E. in naher Zukunft der Vergangenheit an. Es gibt wohl kaum Anbieter, die es sich - auf lange Sicht - leisten können, bzw. möchten, so viel zu subventionieren ...


    Wie kommst Du zu der Meinung dass die Airtime kleiner wird? Gerade Produkte wie BASE, die allgemein stark fallenden Kosten und früher oder später Flatrates - geht ja gerade los - müßten doch eher dazu führen dass das Handy immer mehr das Festnetz ablöst...


    Sollte es so sein dass die Zeit der Subventionen für Handys vorbei geht ist das vielleicht für uns Freaks hier blöd weil wir dann nicht mehr im gewohnten (Über)Maß Schubladenverträge machen können, die uns alle paar Wochen das nächste Handy finanzieren.


    Es führt allerdings dazu daß dem Verbraucher klar wird welchen Wert die Geräte eigentlich haben, dass ein modernes, halbwegs ausgestattetes Telefon eben kein 29-EUR-Ramsch ist, sondern ein teures 500 EUR-Gerät, das entsprechend wert geschätzt gehört.
    Und dann tauschen die Leute die Geräte nicht mehr alle naselang aus, und das wird am Ende auch dazu führen dass man ein haltbares und für sein teures Geld gut verarbeitetes Handy verlangt, und nicht so einen unsäglichen Billigschrott akzeptiert wie das momentan der Fall ist, wo die Verarbeitung mangelhaft ist und 150 Funktionen geliefert werden, von denen ich 145 nie nutze, die ich aber bezahle und wo die 5 tatsächlich beanspruchten Funktionen dann als Krönung nicht mal zuverlässig funktionieren.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Ich weiß nicht... Ich denke, in manchen Fällen - und gerade mit Blick aufs dritte Reich - reicht eine rein juristische Beurteilung der Protagonisten eigentlich völlig aus.


    Das denke ich aber ganz und gar nicht. Im Gegenteil sogar! Juristisch sind die Ungeheuerlichkeiten der Nazidiktatur gar nicht zu erfassen und die langfristig spannende Frage ist auch keineswegs wer da wann gemäß irgendwelcher Gesetze gehandelt hat.


    Wirklich bedeutsam und von langfristigem Interesse ist doch der Gedanke wie es möglich war dass so ein Wahnsinn geschehen konnte und welche Abläufe dafür nötig waren.


    Juristen können nachher zwar irgendwelche Urteile fällen, das wird aber doch der moralischen Bedeutung letztlich nicht gerecht und reicht auch bei Weitem nicht aus um Lehren aus einem Geschehen zu ziehen.


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Wenn man Hitler lange genug menschlich analysiert, kommt man möglicherweise irgendwann darauf, dass der Mann eigentlich ein Spitzentyp war und sich nur hier und da ein wenig im Ton und den Methoden vergriffen hat.


    Wobei Hitler ja nur ein Individuum war, der grundsätzlich nicht mehr Möglichkeiten hatte als sie auch jedem anderen Menschen zur Verfügung stehen.
    Die spannende Frage ist: wie konnte es passieren dass tausende sich einer Idee anschliessen, die in den Untergang führt und dass man es nicht schaffte einen ins Rollen geratenen Zug, von dem aber irgendwann klar war wie zerstörerisch er ist, zu stoppen...


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Wer in Nazideutschland das System an einer wie auch immer herausgehobenen Position vertreten hat, gehörte zu den Tätern.


    Aber was ist eine "herausgehobene Position"? Sicher, auf die Oberen in der Partei und im Staat trifft das unstrittig zu. Aber was ist mit dem "ganz normalen Fußvolk"? Nehmen wir einen Jugendtrainer, der in Kleinkleckersdorf die Fußballmannschaft leitet und dort irgendwelche Ideale vertritt - in Nazi-Diktion der Blockwart von der HJ-Abteilung zur Leibesertüchtigung, oder wie auch immer es dann hieß - ist das jemand, der das System vertreten hat? Der Hausmeister, der im Gestapo-Gefängnis den Betrieb der Anlage sichert - hat der das System unterstützt? Wo ziehst Du da die Grenzen?


    Ich glaube dass deine Aussage "schlaues Gerede" ist, das man immer leicht vertreten kann wenn man selber nicht in der jeweiligen Situation (über)leben mußte. Wenn Du damals gelebt hast warst Du froh wenn Du, sofern das überhaupt möglich war, überhaupt irgendwie durchgekommen bist und bei Millionen von Toten - auch deutschen Toten - überhaupt sagen konntest dass deine engste Familie überlebt.


    Natürlich kann man immer schlau reden, aber ich behaupte mal dass wir alle genauso den Kopf eingezogen hätten wie die Menschen damals das auch gemacht haben. Es gab ein Paar Mutige, wie es sie auch heute gibt, es gab fanatische Emporkömmlinge, wie es sie auch heute gibt, aber die Masse hat die Klappe gehalten und hat versucht nicht aufzufallen - und das würden wir fast alle genauso machen.


    Wenn Du Pech hattest hast Du einen Beruf gehabt, der den Nazis nützlich war und zack, warst Du drin im System und standest, ob Du willst oder nicht, im Stützsystem des Apparates...


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Dass solche Leute dann nach 45 wieder in führende Positionen aufgestiegen sind, ist für mich absolut untragbar.


    Wendehälse gab es damals und gibt es immer. Und sicher, da sind auch Leute durchgeschlüpft, denen man eher gewünscht hätte dass ihre Rübe abgeschlagen wird anstatt dass sie sogar noch in eine neue Führungsposition gebracht werden.
    Nur rein praktisch betrachtet - die ganze Struktur des Landes war nun mal von Nazis geführt, man kann realistisch nicht eine Führungsstruktur komplett verändern, von heute auf morgen. Woher soll das Schattenkabinett kommen, mit dem man bis hin zum kleinsten Funktionsträger radikal ALLE Positionen neu besetzt? Das geht nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Dass sich Oettinger hinstellt und Filbinger als NaziGEGNER bezeichnet, DAS ist ja der eigentliche Skandal. Ich hätte es mir ja noch gefallen lassen, er hätte ihn als Mitläufer oder so tituliert.


    Da gebe ich dir Recht. Wobei er schlichtweg einen Bogen um die umstrittenen Stationen des Lebens von Filbinger hätte machen sollen. Man muß schon ganz schön blöd - oder frech - sein wenn man sich zu einem Themenkomplex äußert, der extrem umstritten ist und noch dazu wo es um die Nazi-Vergangenheit geht. Dass damit hierzulande nicht neutral umgegangen wird sondern immer noch die völlige Paranoia herrscht - zumindest in der politischen Öffentlichkeit - das weiß man einfach.


    Es wäre ja ein Leichtes gewesen nur neutral die "die schwierigen Zeiten" zu streifen und ansonsten gar nichts weiter dazu zu sagen, ansonsten mehr über die verdienste für BaWü zu reden, also Themen, die unumstritten gewesen wären.

    Aber der Zentralrat ist doch seiner Aufgabe, die ich ihm ja gerne zugestehe, nämlich mahnend auf rechte Auswüchse hinzuweisen, inzwischen mehr als ausreichend nachgekommen.


    Was jetzt passiert ist keine Mahnung mehr das NS-Unrecht nicht zu verharmlosen und irgendwelchen Anfängen zu wehren, sondern wir sind jetzt längst in einem Stadium - durch die ständigen Rücktrittsforderungen - wo der Zentralrat sich handfest ins politische Geschehen einmischt. Und das geht IMHO zu weit.
    In jedem anderen Bereich läßt man auch nicht zu dass sich irgendwelche Interessenverbände sich so massiv in politische Belange einmischen.


    Ansonsten denke ich oft an die Frau Filbinger und überhaupt die engen Verwandten... Wie muß das, was da jetzt stattfindet, auf die wirken? Man sollte auch nicht vergessen dass das eine Trauerrede für den Verstorbenen war und keine Ansprache zum Holocaust-Gedenktag.


    Das macht die Falschaussage, Filbinger sei Widerständler gewesen, zwar nicht richtiger. Aber es sollte doch dazu führen dass man etwas zurückhaltender damit umgeht.

    Es ist ja sozusagen das gute Recht des Zentralrats jedes Mal seinen Senf dazu zu geben wenn irgendeine Situation in der öffentlichen Diskussion ist, zu der er meint sich äußern zu müssen.
    Mal etwas flappsig gesagt: wenn es um das Reinheitsgebot des Bieres in der EU geht wird sich der bayerische Bierkönig auch dazu äußern :) und das ist ja gewissermaßen auch sein Job als entsprechender Repräsentant.


    Nervtötend an den Zentralrats-Verlautbarungen ist nur dass diesen Aussagen jedes Mal ganz herausgehoben und dienstbeflissen präsentiert werden, obwohl es sich hier genau genommen nur um einen kleinen Verein, eine kleine Interessenvertretung handelt.


    Bei nahezu allen anderen Themen von Interesse wird niemals so ausführlich Rücksicht darauf genommen was irgendwelche Verbände zum jeweiligen Thema zu sagen haben.


    Und es wird auch insofern mit zweierlei Maß gemessen als vor Zentralrats-Meinungen immer alle ganz ehrfürchtig buckeln, während wenn Bischoff Mixa oder Kardinal Meichsner sich zu Kindertagesstätten oder sowas äußern regen sich alle Politiker auf.
    Das ist scheinheilig, denn Vertretungen von Juden (Religionsgemeinschaft) haben genauso viel oder wenig zu politischen Vorgängen zu sagen wie römisch-katholische Amtsinhaber - die aber ja sogar betroffen sind weil sie oft Kindergärten und Schlen etc. betreiben. Da wird einfach mit zweierlei Maß gemessen...

    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Dabei wird dann gerne übersehen, daß die mit 500 oder mehr Euro listenbepreisten Geräte den Mobilfunkbetreiber im Einkauf sehr viel weniger kosten als den Listenpreis, und dem Kunden diese Geräte für einen 2-Jahres-Vertrag für quersubventionierte 1 bis 49 Euro hinterhergeworfen werden.
    [/i].


    Das stimmt gleich dreifach nicht.


    Zum einen liegen die Preise für hochwertige Geräte regelmäßig höher, für 1-49 EUR bekommt man meistens kein halbwegs aktuelles Businessgerät. Zwar hängt die Zuzahlung vom Vertrag ab, aber als Wenigtelefonierer mit entsprechend kleinem Vertrag sind schnell 200 EUR fällig wenn man ein modernes Gerät haben möchte und auch nach ein paar Monaten sind es noch locker 80 oder 100 EUR.


    Zum zweiten stimmt es nicht wenn Du es so darstellst als würde man das Gerät für 1-49 EUR, oder zu den von mir genannten eh viel höheren Zuzahlungen kaufen.
    De facto zahlt der Kunde selbstverständlich den kompletten Preis für das Gerät! Es wird zwar nicht bei Vertragsabschluß bar auf den Tisch gelegt, aber über die Grundgebühr langfristig abbezahlt. Letztlich bekommt niemand etwas geschenkt, sondern jeder bezahlt sein Telefon bis auf den letzten Cent.


    Und drittens ist der für mich gültige Handelswert eines neueren Business-Gerätes 500 EUR (oder was auch immer im Einzelfall). Welche Sonderkonditionen und Mengenrabatte die Händler/Netzbetreiber aushandeln tut nichts zur Sache; klar verdient der Hersteller keine 500 EUR wenn ich 500 EUR für das Handy zahle. Der rechnet mit anderen zahlen weil an meinem Endpreis auch noch Distributoren etc. verdienen.
    Das ist aber nicht der Punkt; für mich ist das ein 500 EUR-Gerät, für den Händler ein 400 EUR-oder-was-auch-immer-Gerät, der Punkt, um den es geht ist doch einfach: für das im Vergleich mit preiswerteren Geräten viele Geld, den MEhrpreis, bekomme ich keine adäquate Qualität! Von einem teuren Gerät, mag es für mich und für den Hersteller kosten was es wolle, erwarte ich ordentliche Verarbeitung, aber nicht mal das absolute Minimum, nämlich problemlose Funktion, wird mir geboten!


    Ich verstehe zwar was Du sagen willst und es erklärt warum Hersteller Kostendruck haben, aber das ist trotzdem keine Argumentation, die ich akzeptieren kann. Wenn ich viel Geld bezahle - und ich zahle viel Geld! - muß dafür ein ordentliches Produkt geliefert werden. Wenn der Hersteller es nicht hinbekommt muß er eben mehr in die Entwicklung investieren oder sich mehr Zeit geben.
    Aber es kann nicht sein dass ich mir die Probleme des Herstellers zu eigen machen soll. Wenn irgendeine Funktion erst in einem halben Jahr marktreif ist, dann ist sie eben erst dann marktreif. Die Kunden können letztlich nur das kaufen, was angeboten wird, und wollen dann natürlich das neue Produkt und nicht das alte haben. Das ist aber doch kein Fehler der Kundschaft, sondern es bleibt dabei dass ein Hersteller seiner Kundschaft ordentliche Produkte bieten muß und nicht mit der Begründung, dass die Leute es ja haben wollten, teuren Schrott anbieten kann. Das wollen die Kunden nämlich nicht.


    Wenn erst großspurige Ankündigungen und Versprechungen gemacht werden, die Kunden dann kaufen wollen, ist es und bleibt es der Fehler des Anbieters wenn die versprochenen Eigenschaften nicht zuverlässig geboten werden. Man kann hier nicht den Bock zum Gärtner machen und den Kunden vorwerfen dass sie Neues kaufen wollen und so blöd wären Müll zu kaufen. Ich erwarte dass sowas nicht angeboten wird, und nicht dass ich mir sagen lassen muß dass ich es nicht hätte kaufen sollen.

    Mein erster Gedanke war auch: "Mach Karriere in einem Pharmakonzern, dann haste gute Chancen im Radsport dabei zu sein!"


    Ich denke dass Du entweder die Webseiten der Tourdirektion oder der teilnehmenden Teams abgrasen solltest. Oder einfach eine Initiativbewerbung schicken...

    Zitat

    Original geschrieben von Nemesis.forever
    Ich glaube, ich bin weitaus normaler als ich seither dachte. :D


    Das glaube ich nicht. :p Ich unterscheide nämlich im Grunde nicht zwischen Hard- und Softwarefehlern. Beides sind eigentlich No-go's, und Du regst dich genauso drüber auf wie ich - wie man an deiner Litanei sieht.
    Wir haben uns zwar in der Diskussion hier mehr an der Paßgenauigkeit der Verarbeitung festgebissen, aber der Rest gehört natürlich genauso dazu. Habe ich auch irgendwo so erwähnt.


    Und Du wirst es kaum glauben - ich benutze meine Geräte! :top:

    Dann sind 100 EUR für Forschung und Entwicklung und 30 EUR Fertigungskosten eben falsch angelegt weil im Mißverhältnis zueinander.


    Da werden nämlich inzwischen von 90 EUR der Entwicklung Techniken erfunden, die eigentlich keiner braucht, jedenfalls jetzt und hier nicht, und die noch dazu oft unausgereift sind. Die Grundfunktionen, die man tatsächlich braucht, gibt es seit Jahren und ein paar zusätzliche Gimmiks sind ja auch nett, aber das darf nicht zu Lasten der allgemeinen Qualität gehen.


    Als Endkunde interessiert mich was ich für mein Geld faktisch bekomme und da ist eine solide Verarbeitung eine Grundlage, die bei einem mobilen Gerät, das man noch dazu ausgerechnet "draussen" nutzt, nichts wo Zugeständnisse gemacht werden können. Solidität muß normalerweise eine Grundvorraussetzung sein, über die man sich eigentlich erst gar keine Gedanken machen müßte.


    Wie die Hersteller das hinkriegen interessiert mich am Ende wenig, weil ich zahle teures Geld um dafür eine entsprechende Qualität zu bekommen - und die bekomme ich seit langem nicht mehr. Ich bekomme Joghurtbecher in unterirdischer Haltbarkeit und Verarbeitung und mit anfangs instabiler Software. Ich finde das "unentschuldbar". Ein Hersteller, der meint es nicht besser machen zu können, hat nicht verstanden worauf es eigentlich ankommt.


    Die können sich das nur leisten weil sie alle gleich schlecht sind und der Kunde gar keine andere Wahl hat als Schrott zu kaufen...