Aber der Zentralrat ist doch seiner Aufgabe, die ich ihm ja gerne zugestehe, nämlich mahnend auf rechte Auswüchse hinzuweisen, inzwischen mehr als ausreichend nachgekommen.
Was jetzt passiert ist keine Mahnung mehr das NS-Unrecht nicht zu verharmlosen und irgendwelchen Anfängen zu wehren, sondern wir sind jetzt längst in einem Stadium - durch die ständigen Rücktrittsforderungen - wo der Zentralrat sich handfest ins politische Geschehen einmischt. Und das geht IMHO zu weit.
In jedem anderen Bereich läßt man auch nicht zu dass sich irgendwelche Interessenverbände sich so massiv in politische Belange einmischen.
Ansonsten denke ich oft an die Frau Filbinger und überhaupt die engen Verwandten... Wie muß das, was da jetzt stattfindet, auf die wirken? Man sollte auch nicht vergessen dass das eine Trauerrede für den Verstorbenen war und keine Ansprache zum Holocaust-Gedenktag.
Das macht die Falschaussage, Filbinger sei Widerständler gewesen, zwar nicht richtiger. Aber es sollte doch dazu führen dass man etwas zurückhaltender damit umgeht.