Prinzipiell sollte man alles an seinem Körper so lange behalten, wie es nur geht, denn die Mandeln z.B. sind ja (genauso wie der Blinddarm) keine Erfindung der Natur, mit der sie uns ärgern will, sondern haben durchaus einen Sinn. Und eine Mandelentfernung ist eigentlich nur bei häufigen (und damit meint der Mediziner mal wenigstens 3 und bis zu 6) Entzündungen pro Jahr, bei einer chronischen Entzündung oder bei einer Vergrößerung, die die Atmung blockiert, induziert... 
bigbutler4
Da Du Dein Anatomiebuch zitierst (und dann auch noch falsch, denn wenn da wirklich "Tonsilienektomie" steht würde ich es in die Tonne treten, zumal ich mich irgendwie frage, was eine Mandelentfernung im Anatomiebuch zu suchen hat), scheinst Du ja ein ehrenwerter Kollege von mir zu sein. Und wenn Du ein Anatomiebuch und kein HNO-Buch zitierst, vermute ich mal, dass Du genauso wie ich noch in der Vorklinik bist. Da finde ich es doch recht gewagt, irgendwelche Lasermethoden der Technik wegen zu empfehlen, von der wir beide keine Ahnung haben und gleichzeitig den Anschein zu erwecken, dass man der geborene Experte sei... Zumal bis jetzt keine Studie die Vorteile der Lasertechnik belegt hat.
Davon abgesehen widersprichst Du Dir auch, denn wenn die Lasertechnik dafür sorgt, dass die Gefäße durchgeschmolzen werden, bräuchte man ja keine Angst vor Nachblutungen haben...
Des Weiteren ist der Vorschlag mit den 12 Stunden genauso sinnfrei (die Nachblutungen können innerhalb von 14 Tagen auftreten...) wie sich ins Café zu setzen (oder soll man auf die frische Wunde wirklich einen heißen Kaffee trinken?
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Noch schlimmer ist dann das zweite Posting. Ja, es gibt in 1-6% der Fälle einer Tonsillektomie (so heißt das nämlich ;)) Komplikationen, jedoch weißt Du genauso gut wie ich, dass unter "Komplikation" sehr viele, auch harmlose Dinge fallen. Ich will diese nicht verharmlosen, aber es geht bei einer "Tonsillektomie" sicherlich nicht jeder 1000. "Hops". Natürlich kann der Tod letztlich immer eintreten, aber im Falle einer Tonsillektomie nur dann, wenn eine mögliche Nachblutung nicht erkannt und behandelt wird und das wäre dann schon - Naja, über solche Kollegen äußere ich mich lieber nicht. Tonsillektomien gehören zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen und bringen einen hohen Standard mit. Bei Appendektomieen dürfte die Sterberate freilich ein wenig höher liegen, was aber nicht an der Appendektomie, sondern an der Entzündung liegt - ist der Blinddarm erstmal geplatzt, steigt das OP-Risiko gewaltig. Geht man hingegen rechtzeitig zum Arzt geht auch bei Appendektomien nicht jeder 1000. Patient "Hops".
Und wie ich jetzt den Ausdruck "tittenliften" oder "tunen" von einem Mediziner gegenüber "Patienten" (in gewisser Weise sind das ja die, die hier die Mediziner um Rat fragen) finde, führe ich besser gar nicht erst aus... 