Interessante Definitionen hier im Thread! Am meisten hat mir diese hier gefallen:
100%ige Beziehung = kein Fremdgehen.
Da könnte man sich fragen, was denn fremdgehen ist. Ich habe letztens (ja, ich gebs zu) einen interessanten Bericht in der Brigitte dazu gelesen. Dort haben mehrere Leute ihre Geschichte erzählt, so nach dem Motto: "So lange ich nur... mache, ist es noch kein Fremdgehen!". Die Spannbreite reichte vom an jemand anders denken über Knutschen bis Sex, mit entsprechenden Begründungen. Wo zieht ihr eure Grenze? Je nachdem beantwortet das nämlich die Frage, ob das nicht jedem/r passieren kann.
Und was macht eine 100%ige Beziehung aus? Wir teilen alle Interessen? (könnte sehr langweilig sein) Wir sind 24 Stunden am Tag zusammen? (dito) Da hat auch jeder eine eigene Definition, was heißt, dass die Frage des Threaderstellers wirklich nur jede/r von seinem/ihren moralisch-subjektiven Standpunkt aus beantworten kann.
Bleibt als Lösung wirklich nur, was DUSA geschrieben hat (hallo Kolleesch
rausfinden, was die Frau wirklich will und danach sollte sie auch gehen. Dies aber mit allen Konsequenzen! Auch wenn es noch so modern ist, seinen Hedonismus voll auszuleben, kann es durchaus passieren, dass der jeweilige Partner da nicht mitmacht. Es gehören also 2 Personen (wie immer) in der Beziehung dazu: der/die Fremdgehende und der Partner, der dann entscheiden muss, wie er damit umgehen soll. Oft aber kann eine etwas ausführlichere Kommunikation im Vorfeld manche Fehler im Nachhinein sparen. Klar ist eine/r außerhalb oft reizvoller als der eigene Partner, denn mit dem/r verbringe ich ja nur die "besonderen" Stunden...
Hierzu finde ich übrigens einen Ausspruch eines Familientherapeuten ganz gut (stand zugegebenermaßen in "Chrismon", einer kirchlichen Zeitschrift, mit der ich nicht immer so einverstanden bin): "Wenn die Leute zu mir kommen, die sich trennen wollen, sagen sie oft: "Ach, ich weiß ja, was mein Partner denkt!". Dann frage ich sie: "Wissen Sie denn, was er fühlt?"."
So denn...