Beiträge von wrywindfall

    Vielleicht sollten die vereinigten Psychoonkels des Forums dem Herrn Böhm mal sowas wie ein Attest schreiben, dass der Besuch einer gewissen Freizeitveranstaltung (möglicherweise in Laubach) für sein Wohlbefinden und somit dem Zweck der Firma dienlich wäre? :D


    Grüße von einem Psychoonkel, der leider nicht teilnehmen kann... :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    So, und jezt lass ich mal den echten Onkel ran... ;)
    Da ich nicht im therapeutischen Bereich arbeite, kann ich Dir nur meine "halbqualifizierte" Meinung zu sagen, vielleicht äußert sich unser anderer Onkel ja nochmal genauer (und korrigiert mich wieder :D) :)


    Ach Mensch, Daniel, da muss ich ja schon wieder... :D Obwohl du das ganz zutreffend beschrieben hast...


    Um mal in dem Bild zu bleiben: der Klient/Täter/Patient/whatsoever soll lernen, in Zukunft die Zündkerzen selbst zu wechseln. Welche er dann nimmt und wann oder ob er überhaupt wechselt, können wir Psychoonkels nicht vorraussagen, wir können höchstens dazu beitragen, dass dieser Mensch, wenn er will, das ganze "gut" lernt.
    Ein Problem ist dabei z.B. "Therapie statt Strafe". Da hat man dann ein fremd motiviertes Bürschchen vor sich sitzen, was nur da ist, weil es nicht in den Knast will. Das ist supi motivierend, denn der will nur möglichst schnell raus und ich will ihn motivieren, sich doch in Zukunft zu ändern. Ein umeinander rum rennen ist da vorprogrammiert. Obwohl ich dann den längeren Hebel habe: wenn er nicht spurt, petze ich beim Richter und bums kommt der pöse Pursche wieder ab hinter schwedische Gardinen. Aber das schafft kein Vertrauensverhältnis, was das A und O einer Therapie ist. Merke: gegen den Willen kann man nix machen und diese Straftäter trixen wie die Wilden. Da muss man schon jede Menge Berufserfahrung haben, um das zu erkennen. Im Zweifelsfall kommt der eben nicht raus und ich muss damit leben, jemanden die Zukunft erst einmal verbaut zu haben (was für zukünftige Therapie Vertrauen und Motivation verhagelt), der vielleicht nach draußen gekonnt hätte.


    Und wie gesagt, der pädophile Trieb ist unheilbar. Da können wir Psychoonkels nur versuchen, diese Menschen dazu zu bringen, ihren Trieb zu beherrschen. Aber eine Aussage darüber treffen, ob der sich in Zukunft auch daran halten wird, ist schwer zu treffen. Wie überall wird nur mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. Ist ein Rückfall sehr unwahrscheinlich und passiert dann doch etwas, dann ist die geringere Wahrscheinlichkeit doch eingetroffen. Und das kommt ja dann in der Öffentlichkeit so an, als wenn alles Personal den Beruf verfehlt hätte und mutwillig alle schlimmen Leute raus lassen würde. Zum Glück haben die mich letztens in den Brandenburger Knästen nicht genommen... :rolleyes:

    Naja nu, ein ME-Update ist ja inzwischen auch nicht mehr so teuer. Sollte bei eBay für einen annehmbaren Preis zu haben sein...


    Aber auch ich bin angenehm überrascht vom O2-DMP. Preiswert, mit 128 MB-SD-Karte (die alleine ja schon fast 35 Ocken kostet), gute Tonqualität und mit Siemens-Akku, kann man also leicht unterwegs wechseln. Wenn die daran mal nicht pleite gehen :D

    Es muss nicht schon nach 2 Tagen kaputt gegangen sein, es kann auch ein Produktionsfehler sein, so dass die IR-Schnittstelle noch nie ging. Also, hin zum nächsten NSC oder zum Verkäufer und reklamieren!


    BTW, ich erinnere mich da an einen Bluetooth-Bug beim P900... :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Hm - so hatte ich das auch nicht gemeint - da hab ich mich wohl nicht sehr gut ausgedrückt. Mein Punkt war, dass diese Leute trotz ihrer Verleugnung etc. zur Verantwortung gezogen werden können, ja müssen - und ich die Schuldfähigkeit nicht durch "die Kankheit" völlig einschränke.


    War wohl auch zu hart von mir ausgedrückt...


    Na jedenfalls haben wir doch das juristische Problem des Vorsatzes. Manche Juristen meinen, dass dieser eben dann fehlt, wenn ein Täter Trieb gesteuert über kleine Kinder herfällt. Und ich finde, dass gerade dann, wenn ich triebhaft bin und damit andere Menschen gefährde (und hiermit sind u.a. auch die Leutchen gemeint, die gerne mal etwas mehr trinken, um dann noch schneller fahren zu können!), ich mich dann zurück halten oder sogar fachliche Hilfe aufsuchen sollte.

    Na da werde ich auch mal meinen Senf dazu geben, also...


    Ein Problem ist, dass Juristen per Gesetz von einem anderen Begriff bei "psychischer Krankheit" ausgehen, als Psychologen,-iater etc. D.h., dass Gutachter den Angeklagten untersuchen können, aber letztendlich die Juristen entscheiden, was bei dem Angeklagten vorliegt und wie darauf die Gesetze anzuwenden sind. Nur soviel zu dem Thema "meine Jugend war schwer, Vater Alki, Muttern nie da und deswegen mußte ich (wahlweise Leute einsetzbar) umbringen". Dass unser Strafrecht den seltsamen Gedanken Prävention und Veränderung/Erziehung vor dem Strafgedanken hat, führt dann u.a. auch zu solch seltsamen Urteilen.


    Im Allgemeinen kann ich all denen Recht geben, die sagen: "solche Kerle werden sich nie ändern!". Können sie nicht, denn die Pädophilie z.B. ist nicht heilbar. Genauso nicht wie die Vorliebe für Süßspeisen, Lieblingsfarben etc. Man kann diese Leute in der Therapie nur so weit bringen, dass sie in Zukunft lernen sollen, ihren Trieb zu beherrschen und Auslöser zu meiden (hier also den kleinen Kindern aus dem Weg zu gehen). Da das aber in unserer Gesellschaft schwer ist, ist die Rückfallquote entsprechend hoch. Hier muß abgewogen werden, ob die Sicherungsverwahrung und damit der massive Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Einzelnen niedriger anzusiedeln ist, als das Recht der Allgemeinheit, vor solchen Leuten geschützt zu werden. Und über die Fortsetzung der Sicherungsverwahrung entscheiden dann wieder Juristen!


    Und zu guter Letzt muss ich dem Onkel DUSA leider etwas widersprechen (sorry, Daniel, aber es ist halt nicht völlig dein Fachgebiet ;) ): Klar kann man merken, dass man auf kleine Kinder steht und dass das nicht so gerne gesehen wird. Aber da man ja auch prima sowas selbst verleugnen kann ("Ich beherrsche das, da hab ich kein Problem!") oder sogar supi verdrehen kann ("Na die wollten das doch selbst!"), kann man eben nicht verlangen, dass die auch selbst zur Therapie gehen. Wenn alle, die eine Trübung des Gemüts haben, zum Psychoonkel gehen würden, dann hätten wir Kohlemäßig ausgesorgt und würden massig neue Stellen bewilligt bekommen. Aber es gehört ja grad zur einfachsten Abwehr des Ichs, sich vorzugaukeln, dass man das schon alleine schaffen wird. Dass das natürlich auch Ausdruck der Störung ist, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls zeigt das schon, dass die Leute nicht unbedingt voll dabei sind, wenn sie sich dann vergreifen. Und bei dieser Bewertung kommen wieder die Juristen ins Spiel...



    So, bevor ich jetzt gesteinigt werde: Ich bin nicht dafür, das alles auf die leichte Schulter zu nehmen, denn auch ich bin der Meinung, dass z.B. besoffenes Fahren erst recht bestraft werden muss, denn zum Saufen hat das Bewußtsein ja noch gereicht. Trotzdem sollte man sich das Thema Kindesmißbrauch nicht zu einfach machen!

    Huppsa, da habe ich doch was überlesen...
    Herzlichen nachträglichen auch von mir...


    Zitat

    Original geschrieben von NoKiA4LiFe
    ...und andere Geschenke des Himmels, wie Mickey und mich! :D


    Na, man muss ja nicht gleich übertreiben, oder? ;)