Also, ich gebe nach wenn ihr mir folgendes vernünftig erklären könnt:
Ich gebe Euch ein Beispiel was ich meine: Ich kenne viele Leute aus dem Veranstaltungsbereich, die mich gelegentlich zu Ihren Events einladen; manche sogar monatlich obwohl die vielleicht 1x im Jahr was von mir brauchen. Einer von diesen Leuten hat mich nun letzte Woche gebeten, seine Freundin nach Hause zu bringen, obwohl das für mich 25 km Umweg bedeutet. Und das habe ich dann auch gerne gemacht, schließlich werde ich von ihm ja immer eingeladen. Ich finde das völlig OK und normal mich ganz nach dem Motto "eine Hand wäscht die andere" zu revanchieren.
Haltet ihr das etwa für altmodisch, ungewöhnlich oder weltfremd?
Jeder Arbeitslose kostet uns nun rund 1.000 € im Monat, was ist da nun so falsch daran diese zu bitten, 5 Stunden/Woche etwas davon in Form von Leistung der Gesellschaft (also jedem einzelnen von uns) zurückzugeben. Macht übrigens 50 € Stundenlohn - nicht schlecht würde ich mal sagen... 
Nebenbei bekommt der Arbeitslose noch das Gefühl, doch noch gebraucht zu werden, einen (kleinen) Anker dem ihm hilft sein Leben wenigstens ein bisschen zu strukturieren. Eine Möglichkeit, wie er selber dazu beitragen kann, die Zukunft zu sichern um später - wenn sich die wirtschaftliche Situation entspannt hat - ein Teil davon zu werden.
Um zurück zu meinem früheren Beispiel zu kommen: Um eine kommerzielle Haushälterin einzustellen, bräuchte ich mehr Zeit und Kosten um eine zu suchen, zu verwalten und zu überwachen als die eine Stunde pro Woche die sie mir hilft. Dann kann ich meine "Lieblingsarbeit" auch gleich selber machen.
Anderes Beispiel: Ihr geht doch auch nicht in einen Laden, füllt Euren Einkaufswagen, bezahlt, lasst den Wagen voll stehen um dann nochmal reinzugehen, wieder einen Wagen zu füllen, zu bezahlen um dann endlich den zweiten Wagen mitzunehmen... You got the picture?
Ich will sagen: Warum soll ich zusätzlich eine Haushälterin zahlen wenn ich schon zuvor indirekt einen Arbeitslosen finanziert habe damit dieser in einem teuren warmen zuhause rumsitzen kann um *nichts* zu tun? Zweimal zahlen macht doch weder ökölogisch noch von der Gerechtigkeit her auch nur den geringsten Sinn - oder? :confused:
Nochmal zu den 5 Mio Arbeitslosen: rund 1,5 Mio sind ja Personen, die aufgrund von gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können - diese unschuldigen Leute sind ja eigentlich keine Arbeitslosen in dem Sinn und fallen schon mal weg. Weitere 1,5...2 Mio könnten wohl durchaus arbeiten, wenn sie denn wirklich wollen würden, d.h. Umzug in eine andere Stadt (oder ein anderes Land) und sich auf den Hosenboden setzen und was lernen und was wagen - da bin ich überzeugt davon. Die restlichen 2 Mio sind dann die wirklichen Problemfälle und die normale Fluktuation. Das typisch deutsche Bild von der einmaligen Lehre und dem Job fürs Leben habe ich schon immer für absolut unrealistisch gehalten.
Bei euch kommt das öfters so rüber als seinen unsere Arbeitslosen empfindlicher als die heiligen Kühe in Indien...
Ich meine es Ernst: Bitte erklärt mich was der Unterschied zu eurer Sichtweise ist, ich verstehe es ehrlich nicht!