Beiträge von senderlisteffm

    Meinst du rechneische 70KW?

    Ja. Die V3 sind echt tricky konstruiert. Irgendwie scheinen die überhaupt keine Begrenzung im Alltag zu haben. Jeder Tesla bekommt 250 kW, wenn er anstöpselt. Ganz im Gegensatz zu den anderen Säulen, wo sich zwei Fahrzeuge einen Gleichrichter teilen müssen.


    Also gab es das Gerücht, dass die Gleichrichter an denen jeweils 4 Stalls hängen, 1 MW haben müssen.


    Ein Test an einem 4 Stall Supercharger hat dann aber ergeben, dass nur knapp 280 kW raus kommen. Ein Check an einem größeren Supercharger zeigte dann, dass die Gleichrichter zusammengeschaltet sind und Leistung an Kollegen abgeben können. So kommen die Supercharger mit sehr wenig Hardware aus. Außerdem ist es möglich zum Beispiel einen 16er nicht nur mit 4, sondern auch mit 5 Gleichrichtern auszurüsten, falls die durchschnittliche Leistung der Fahrzeuge steigt.


    Man sieht, da sind noch Baustellen. Vor allem braucht es LKW taugliche Ladeplätze. Und natürlich muss die Infrastruktur ohne wenn und aber funktionieren. Schon die PKW Fahrer ärgert es, wenn sie an so einer schrottigen Shell Recharge Säule laden müssen! Shell und e.off haben inzwischen die allego als Feindbild abgelöst! Sollte Tesla anfangen, die Megacharger in der Geschwindigkeit wie die Supercharger auszubauen, können die sich alle warm anziehen.


    Und die Ladeleistung des Volvo ist auch wenig überzeugend! Wenn ein LKW mit 3 Mal größerem Akku nicht schneller lädt, als ein e-tron oder EQS, dann ist da noch Entwicklungsbedarf! Für den Verteilerverkehr ist es machbar, wenn auf dem Speditionsgelände nachts geladen werden kann.


    Aber spannend, dass die als "Promo" mit der kleinsten Batterie 375 kWh kommen. 4,5 Stunden fahren und 45 min stehen wird damit nicht gehen! Laut Volvo Homepage gibt es die High Cab bis 1000 kWh. Der Verbrauch von 1200 Wh/km mit 37 t ist erwartungsgemäß. Der Semi braucht bei Pespi angeblich so 1060, aber da weiß man natürlich nicht, wie der in den USA bewegt wird. Für den Verteilerverkehr ist es machbar, wenn auf dem Speditionsgelände nachts geladen werden kann.

    zwei Abnehmer bei Rekuperation. Entweder der Akku oder der Motor.

    Und wie entsteht die Rekuperation beim Dacia? Durch ein Windrad auf dem Dach?


    Also mal ein wenig Technik! Der Dacia hat einen permanenterregten Synchronmotor. Dieser dreht sich synchron mit dem Drehfeld, welches der Wechselrichter erzeugt. Beim Beschleunigen schiebt das magnetische Drehfeld den Rotor an. Hierfür muss dem Drehfeld Energie zugefügt werden. Beim Bremsen schiebt der Rotor das Magnetfeld an. Das heißt in der Summe kommt aus dem Motor mehr Energie raus, als durch das Drehfeld hinein.


    Also Leerlauf heißt in diesem Falle nicht, der Motor läuft frei, sondern der Wechselrichter erzeugt ein Drehfeld, welches entweder kein Drehmoment erzeugt (vereinfacht) oder bei dem das "Anschieben" so viel Energie erzeugt, dass keine zusätzliche Energie in den Wechselrichter fließen muss. Klar ist, dass dieser Zustand regelungstechnisch nicht ganz anspruchslos ist. Könnte also sein, dass der Dacia lieber etwas beschleunigt, als durch die Rekuperation den Akku zu töten!

    Wie soll denn das gehen? Der Antrieb erzeugt die Energie. Nein das kommt Dir nur so vor. Da der Akku keinen Strom aufnehmen kann, wird gar keine Energie gewonnen. Die Motoren laufen im Leerlauf!


    Was höchstens sein kann, dass die Steuerung beim Dacia Synchronmotor keinen "Leerlauf" hin bekommt.

    Ein Verwandter sagte neulich, dass eine 100 Prozentladung nicht so schädlich sei,

    Angeblich gibt es da eine Dissertation von der Uni München. Kenne ich aber nicht.


    Aber es gibt zig oder hunderte wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit den Akkus und der Zellchemie befassen. Alle sagen übereinstimmend, dass die Chemie bereits ab 70 % SOC schneller irreversibel altert. Bei der NMC Chemie kommt noch ein weiteres "Problem" hinzu. Die Zelle dehnt sich über 70 % aus. Bedeutet, die Zelle zerstört sich mechanisch selbst bei hohen SOC.

    Problem: Ich brauche circa 80-100 Prozent Ladung um die Strecke hin und zurück zu kommen ohne zu laden.

    Beim Elektroauto kann man aus allem eine Wissenschaft machen. Man kann's aber auch lassen! Ich habe zwar mit meinem LFP Akku gut reden, denn soweit man das bis heute beurteilen kann, ist dem nahezu egal, wie man ihn behandelt. Aber auch bei Fahrzeugen mit NMC Akkus gilt "fahren und laden". Klar beschleunigt jede 100 % Ladung die Alterung. Aber ob das Auto beim Verkauf noch 93 oder 89 % Kapazität hat, ist total Banane. Hättest Du ein Auto gekauft, dessen Akku viel größer ist, damit Du den Akku immer schön schonend laden kannst, wäre es auch nicht besser, billiger, umweltfreundlicher!


    Eigentlich ist es immer am Besten, man kauft das, was man gerade so benötigt. Bestes Beispiel der Vater eines Schulkollegens. Beruflich 90000 km pro Jahr unterwegs. Er hat immer die kleinste S-Klasse gefahren. 260 SE Das Auto war nach 3 Jahren tot, weil deutlich untermotorisiert und nur digital gefahren. 20 l Kanister Öl im Kofferraum und täglich nachfüllen! Klar wäre der Motor eines 500 SE nach drei Jahren noch besser in Schuss, aber wofür? Du siehst, eigentlich hat sich zwischen früher und heute wenig verändert!


    Beim Audi Q4 e-tron ist es am extremsten

    So lange es noch Leute wie Dich gibt, wird sich daran auch nichts ändern.

    Heißt, wenn ich bei 50 Prozent auf 100 Prozent auflade habe ich je geladenen kW mehr Ladeverluste, als wenn bei 20 Prozent auf 100 Prozent auflade?

    Im Prinzip ja. Denn je voller die Batterie, desto höher der Innenwiderstand.


    Wenn ich aber nur 50 % des Akkus brauche, würde ich nur von 30 auf 80 % laden. Und wenn Dir der Stromverbrauch wichtig ist, fahre max. 30 km/h. Das bringt mehr, als 1 % beim Laden einzusparen!