Mhm, Verknüpfung von Sozialdaten und Pisa-Resultaten: Sicherlich nicht unproblematisch. Solange Bildung aber Ländersache ist und bestimmte sozioökonomische Rahmenbedingungen unverrückbar, wird sich daran nicht viel ändern.
Nichtsdestoweniger bin ich der Meinung, daß die Härte des bayerischen Schulsystems unzweifelhafterweise seine Vorteile besitzt: 50.000 fallen ja nicht jährlich durch, weil die Lehrer so gemein sind, sondern weil sie schlicht und ergreifend das Klassenziel (=Durchschnitt) nicht erreichen. Meine Schulzeit liegt einige Jahre zurück, aber ich konnte stets beobachten, wie die Leute, die "auf der Strecke" geblieben sind, nicht Opfer des brutalen Curriculums geworden sind: Sie konnten einfach nicht mit dem Rest der Klasse (also um die 25 Leute) mithalten.
Da ist mir ein "ehrliches" Durchfallen und ggf. an der Realschule zur mittleren Reife weitermachen lieber als ein Durchschleppen aller Schüler zum Wohlfühlabitur; Wer die Situation an den Hochschulen kennt, hat in etwa eine Vorstellung davon, was ich meine.
Aber: Den Osten nicht vergessen!
Herzlichst, Tobsen