Und wenn man sich ein Auto kauft und dafür den vollen Kaufpreis bezahlt, möchte man auch volle Kontrolle darüber haben.
Du zahlst also bei deinem Smartphone nicht den vollen Kaufpreis?
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Und wenn man sich ein Auto kauft und dafür den vollen Kaufpreis bezahlt, möchte man auch volle Kontrolle darüber haben.
Du zahlst also bei deinem Smartphone nicht den vollen Kaufpreis?
Bezeichnend ist auch, wie unwohl er sich augenscheinlich fühlt - vielleicht denkt/hofft, die Botschafter hätten nur ihren Einsatz verpasst - und dann nochmal einen Satz nachschiebt um die Stille zu überdecken. Aber auch dann kommt kein Applaus. Ist er vielleicht so abgeschnitten von der Realität, dass er tatsächlich denkt, er hätte mehr Rückhalt in der Welt ?
fassen wir mal zusammen:
Die Wandergruppe hat für Ostern eine Wanderung mit Kletterpartie geplant. Frank hat vor dem Termin gewarnt, weil er ein Problem gesehen hat (so wie er fast überall die Lösung vor lauter Problemen nicht sieht). Jetzt sieht es nach Regen aus, was die Kletterpartie zu keiner guten Idee macht (vielleicht regnet es aber auch gar nicht?). Die Wandergruppe hat für das "Problem" eine Lösung parat: statt der Wanderung mit Kletterpartie wird es eine Wanderung ohne Kletterpartie. Dafür will Frank allerdings nicht insgesamt 7 Stunden fahren (das kann ich durchaus nachvollziehen, für eine gewöhnliche Wanderung wäre mir das auch zu viel/weit - außer die Zeit mit genau diesen Menschen wäre es mir wert). Ergo: Aufgrund einer freien Willensentscheidung nimmt Frank nicht an der Wanderung teil (denn offensichtlich ist ihm die reine Wanderung in Kombination mit den entsprechenden Personen die An- und Abreise nicht wert - ist ja Ok). Es wurde also eine Entscheidung getroffen - mit der Konsequenz eben nicht bei der Wanderung dabei zu sein. Ganz normaler Vorgang. Jedoch sieht Frank nun direkt das nächste Problem: was macht er denn nun an Ostern, um nicht in Langeweile und Einsamkeit zu ertrinken?
Da er garantiert noch nicht alle Wanderungen im Umkreis von 50 Kilometern um den eigenen Wohnort herum gemacht hat (und selbst wenn: der Karlsruher Grat wäre für ihn ja auch "nur" eine Wiederholung) könnte man jetzt den Vorschlag machen, sich doch einfach eine Wanderung in der Nähe herauszusuchen. Erfahrungsgemäß kann man sich das allerdings sparen - denn Frank wird einen Sack voll Gründen haben die dagegen sprechen.
ich (...) die Subventionierung des Großstadt-ÖPNV (...) mit meinen Steuern mitbezahlen muss, und selbst (...) nichts davon habe.
Ok, in deinen Augen sollte man also nur das mitfinanzieren, von dem man auch unmittelbar persönlich etwas hat?
Dann sollten also konsequenterweise die von mir entrichteten Steuern um die Anteile, die der Finanzierung des Kindergeldes (habe ich nichts davon, weil kein Kindergeldanspruch), dem Länderfinanzausgleich (habe ich nichts davon, weil in einem Geberland ansässig), der Kurzarbeit (habe ich nichts davon, weil Vollbeschäftigung. Schade eigentlich - denn gerade während der Pandemie hätte ich sehr gerne von der Kurzarbeit profitiert)... u.v.m. dienen, reduziert werden?
Wir sollten also die Grundpfeiler des Zusammenlebens in unserem Staat in Frage stellen, weil Frank73 nichts vom Deutschlandticket hat?
An dem Grundproblem, dass auf den letzten km zu meinem Arbeitgeber keine, bzw. zu wenige Verbindungen existieren, die auch noch mit längeren Fußwegen verbunden sind, würde das genau gar nichts ändern.
Du kannst dann immerhin das Ticket sehr gut für deine Freizeit nutzen, weil du gute Anbindungen vor der Haustür hast.
Ganz ketzerisch könnte man auch sagen, das 49€-Ticket ist ein Wahlgeschenk an die überwiegend Grün wählende Großstadtbevölkerung
Zieh einfach in die nächste Großstadt um, dann kannst du von dem Wahlgeschenk und all dem anderen Luxus profitieren, welcher der armen Landbevölkerung vorenthalten wird.
Der Rest zuckt angesichts relativ weniger Gelegenheitsfahrten, wofür 49€ zu teuer sind, mit der Schulter, und fährt weiter Auto. Sieht so ein Beitrag zu einer Verkehrswende aus?
Wer so wenig Bahn fährt, dass sich das Ticket nicht lohnt, trägt ohnehin nicht nennenswert zur Verkehrswende bei.
Ja. Ich war aufgrund meiner persönlichen Verhältnisse auch nicht so stark betroffen.
Aber frag mal in Gastonomie und Veranstaltungsbranche was da in dem Zeitraum ging.
Und Kitas und Schulen war zumindest bei den Kiddies von meinen Kollegen ein permanentes on-off durch Quarantäne und erkrankte Erzieher bzw. Lehrer auch wenn keine Komplettschließung angeordnet war, das hat sich wirklich erst ab Frühjahr 22 etwas beruhigt.
Ändert aber nichts dran, dass die von Marty aufgestellte Behauptung (über 2 Jahre Lockdown) schlicht falsch ist.
Auch Amazon Logistics hat feste Routen und würfelt nicht jeden Tag die Route aus. Daraus ergibt sich autom. ein Zeitfenster, dass man nach drei Zustellungen ungefähr kennt.
So ist das bei mir auch - Amazon kommt immer in ungefähr demselben Zeitfenster. Aber auch in diesem Zeitfenster warte ich nicht gezielt auf den Lieferdienst. Wenn ich daheim bin, bin ich daheim - wenn nicht, dann nicht. Würde ich selbst dann nicht tun, wenn ich minutengenau wüsste, wann der Lieferdienst kommt.
Wenn's mal später als 20 Uhr wird, klingeln die Boten - zumindest bei uns - auch gar nicht. Das finde ich gut, denn abends möchte ich meine Ruhe haben.
Am Sonntag ist eine Fahrt nach Rastatt geplant. Kostenpunkt: 26€ für ein Rheinland-Pfalz-Ticket das bis Karlsruhe gilt, plus 11€ für ein 6 Waben Tagesticket des Karlsruher Verkehrverbundes für die Reststrecke, unterm Strich 37€ für einen Tag.
Bedeutet aber auch: mit lediglich zwei solchen Ausflügen wärst du dick im grünen Bereich.
Das Automatennetz ist bereits da und verursacht die Kosten so oder so. Also kann man es auch nutzen, und die Centbeträge für ein paar cm Papier pro Kunde und Monat werden an der Gesamtkalkulation für das Ticket kaum etwas ändern.
Da kommen dann nochmal ein paar Cent pro Ticket für die Software und deren Verteilung obendrauf. Klar, macht jetzt keine Dimensionen aus. Klar, man hätte die Automaten mit einbinden können. Aber es ist jetzt eben (erstmal) so, dass es das Ticket nicht am Automaten gibt. Take it or leave it.
Ein Problem sehe ich dabei nicht.
Die Erfurter Bahn zum Beispiel!
Das erscheint mir in der Tat verzichtbar. Haben die denn keine reguläre App, in die sie das hätten integrieren können?