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Sehr wählerisch kann man als E-Auto Fahrer auf Langstrecke eher nicht sein oder man muss im Vorfeld der Reise einen akribischen Schlachtplan aushecken wo man die Ladestopps macht (in der Hoffnung dass die Ladeplätze verfügbr sind wenn man ankommt und volle Lesitung liefern)
Da interessiert mich, ob du das aus eigener Erfahrung so siehst, oder das gehört/gelesen hast. Ich bin neulich bei einem Bekannten von Italien aus zurück nach Hause in einem Hyundai Ioniq (5?) mitgefahren. Völlig unproblematisch - und der Bekannte ist auch viel zu zerstreut und chaotisch, als dass er einen Schlachtplan aushecken und sich dann auch noch daran halten würde 
Man kann sich auch alles schön reden. Der Strom der da raus kommt ist der selbe, egal welche Ladekarte ich an die Ladesäule halte. Eine unterschiedliche Tarifierung daher willkürlich und intransparent.
Der Sprit, der aus der Zapfsäule kommt, ist auch bei vielen Tankstellen gleich - trotzdem wird unterschiedlich tarifiert. Warum ist das bei Sprit egal?
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Aber wer sich dem Tankstellen-Preiswahnsinn ergeben hat, der findet klar im Vorhinein vereinbarte Tarife wahrscheinlich zu einfach...
Alte Denkmuster sind schwer zu erneuern. Wenn es ein solches Auf- und Ab bei den Strompreisen an Ladesäulen gäbe, wäre die Empörung groß:
https://www.bundeskartellamt.d…auf.png?__blob=poster&v=4
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…hat meinem empfinden nach weniger mit Umweltschutz als mit Ökoextremismus zu tun, der das Leben der Normalbevölkerung nur teurer, umständlicher, und schlechter macht. Das ist tatsächlich nicht sehr angesehen.
Mit Umweltschutz hat das in der Tat nich so viel zu tun - tatsächlich geht es eher um „Menschheitsschutz“. Was du als Ökoextremismus betrachtest, ist schlicht Realismus, wenn man den damit befassten Wissenschaftlern glauben mag, die sich beim Thema Klimawandel ungewohnt einig sind.
26 harte Fakten zum Klimawandel – und vier, die Hoffnung machen
Zitat
Vielen Menschen ist in Bezug auf die Erderwärmung nicht bewusst, dass es einen Punkt gibt, an dem der Handlungsspielraum der Menschen aufhört und die Gesetze der Physik das Ruder übernehmen.
[…]
Der Rückgang der Emissionen während des Corona-Lockdowns hat unfreiwillig gezeigt, dass unser Verhalten auch positive Konsequenzen für die Umwelt haben kann. Noch besteht also die Chance, eine Veränderung herbeizuführen.
Der Artikel ist aus dem letzten Jahr. Getan hat sich seither viel zu wenig bzw. die Emissionen haben inzwischen wieder zugenommen.
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Nur zur Klarstellung. Ich bin und war grünen Ideen nie abgeneigt, so lange sie auf dem Boden der Realität geblieben sind.
Ich habe eher den Eindruck, du bist ihnen nur dann nicht abgeneigt, wenn du nichts von deinem Luxus und deiner Bequemlichkeit einbüßen musst. Das ist menschlich nachvollziehbar.
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Nein, es ist in einem Land mit einem gewissen Entwicklungsstand, genau wie das Straßennetz, selbstverständlich. Oder meinst du eine Volkswirtschaft wie die unsere würde ohne ein solches funktionieren?
Und genau durch dieses „das ist doch selbstverständlich“ entziehen wir uns selbst auf Dauer die Lebensgrundlage.
Und nein, selbstverständlich würde eine Volkswirtschaft wie unsere im derzeitigen Status ohne diese Selbstverständlichkeiten nicht auf Dauer funktionieren. Mit diesen Selbstverständlichkeiten im aktuellen Maße aber eben auch nicht.
Na ja, mir könnte es ja relativ egal sein, meine Familie und mich wird es später in entscheidendem Maße betreffen. Andere, insbesondere ärmere (auch hierzulande), halt früher.
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Es gibt auch Länder in denen man fließendes Wasser und eine Toilette als Luxus ansieht. Das sollte für uns aber kein Maßstab sein.
Das ist Luxus. Wir sehen diesen Luxus nur als gegeben an. Ich schätze diesen Luxus, keine Frage - aber mir ist eben bewusst, dass es Luxus ist. Spätestens seitdem ich damals, nach dem Studium, für etliche Wochen mit dem Rucksack durch Asien gereist bin (bis auf die letzte Woche, da haben wir uns ein 5-Sterne Hotel gegönnt, bevor es heim in deutschen Winter ging).
2015 lebten in den G7-Staaten gerade mal 11 Prozent der Weltbevölkerung (Quelle). Inzwischen dürften es weniger sein. Wir als Teil dieses kleinen Bruchteils der Weltbevölkerung schwelgen in solchem Luxus, dass wir ihn oft nichtmal als solchen wahrnehmen. Wie willst du dafür sorgen, dass die anderen 90 Prozent nicht ein ebensolches Luxusleben anstreben? Das wäre nämlich erforderlich, wenn wir weiter in Saus und Braus leben wollen. Alternative dazu wäre eine „Regression zur Mitte“ - also eine erhebliche Verringerung unseres Wohlstands.
Am Beispiel eines Wohnwagengespanns wird die Untauglichkeit des E-Autos bei heutiger Technologie deutlich.
Findest du? Ich nicht. Das Ziehen eines Wohnwagens stellt in der allgemeinen PKW Nutzung die Ausnahme dar. Das Beispiel eines Wohnwagengespanns stellt also lediglich dar, dass es Ausnahmefälle gibt, in denen ein E-Auto untauglich sein kann.
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Da hast du mich eventuell missverstanden. Das, was ich als „kommt eh“ bezeichnet habe, ist der Wegfall der PKW Mobilität in der heutigen Ausprägung. Da ich im Satz vorher den ÖPNV Ausbau angesprochen habe, das du das vermutlich darauf bezogen.
sollte in einem G7-Land selbstverständlich sein.
Siehst du - genau das ist der Kern des Problems. Weil viele es als selbstverständlich betrachten. Tatsächlich ist es jedoch ein Luxus, den sich die Menschheit nicht dauerhaft erlauben kann.
Der Klimawandel wird die Erde nicht zerstören, auch die Natur wird weiterhin existieren - da haben die „Klimawandelleugner“ durchaus Recht. Es fehlen dann halt die Lebensgrundlagen für uns Menschen - denn an diesen haben wir (insbesondere in und für G7-Länder jahrzehntelangen Raubbau betragen und tun dies weiterhin.
Die Erde und die Natur brauchen uns nicht. Umgekehrt sieht es anders aus.
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Wenn die dann arbeitslos mit H4 zu Hause sitzen weil sich arbeiten nicht mehr lohnt
Es gibt ja nicht nur schwarz und weiß… Es muss nicht jeder weit weg vom Arbeitsplatz wohnen. Insofern gibt es hier z.T. ja auch nich andere Möglichkeiten als direkt H4. Man kann ggf. umziehen oder sich einen Job suchen, der gut erreichbar ist. Und ja, das gibt es auch auf dem Land. Für qualifizierte Personen ist das auf dem heutigen Arbeitsmarkt keineswegs immer ein Problem.
Jetzt haben wir uns allerdings ziemlich weit vom Thread Thema entfernt. Tja, die Mobilität erregt die (insbesondere deutschen) Gemüter, auch die elektrische 
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Wo kein Angebot da keine Nachfrage. Wenn derTakt so dünn ist dass er für berufstätige Menschen nicht nutzbar ist kann man Autofahren unendlich teuer machen ohne mehr Nachfrage zu bekommen. Wenn die dann arbeitslos mit H4 zu Hause sitzen weil sich arbeiten nicht mehr lohnt haben sie genung Zeit einen halben Tag für den Weg zum Einkauf beim nächsten Aldi ode rLidl zu Fuß oder per ÖPNV zu erledigen.
Tja, Henne & Ei 😉 Klar, der ÖPNV gehört in Gänze ausgebaut. Aber mindestens im selben Maße auch die Ansprüche. Nicht, weil ich das unbedingt so will - sondern weil es eh so kommt.
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Das ist nicht nur in den Köpfen ein Übel, es ist ganz praktisch ein Übel. Ich fahre an Sonntagen gerne zu Wanderungen mit einer Gruppe.
Siehst du, das ist in meinen Augen Teil des Problems: wenn es schon als ein Übel betrachtet wird, wenn man nicht bequem sonntags von „Tür zu Tür“ ohne jegliche Anstrengung kommen würde. Wenn das mehr als sieben Milliarden Menschen wollen…
aber da fährt am Sonntag der erste Zug um 10 Uhr 29. Was soll das?
Ich kann mir vorstellen, dass die Nachfrage auf dieser Strecke zu gering ist 🤷🏻♂️ Klar, weil individuelle PKW-Mobilität immer noch zu billig ist.
Nicht jeder wohnt in einer Metropole, wo S- und U-Bahnen im 5 bis 10 Minutentakt fahren.
Richtig nicht jeder, aber die meisten. Ich selbst wohne auch nicht (mehr) in einer Metropole. Der nächste IC-Bahnhof ist 27 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene (ungefähr zwei Kilometer Fußmarsch/Rad/Roller) Bahnhof ist auch nur eine „Haltestelle“, an der im übrigen auch nur grob jeder zweite durchfahrende Zug überhaupt hält (und auch dann nur auf Anforderung, ein sog. Bedarfshalt). Dennoch habe ich keinen zwingenden Bedarf an einem PKW. Er ist halt „von früher noch da“ und wird nur alle paar Wochen genutzt.
Ich bin von der Metropole vollständig auf‘s Land gezogen, weil ich im Grünen und ruhiger leben möchte. Dementsprechend bin ich jetzt verkehrstechnisch schlechter angebunden. Jede Medaille hat eben zwei Seiten. Wäre mir eine Top-Anbindung an den ÖPNV wichtig, würde ich schlicht woanders wohnen.