Beiträge von rasputin

    Also kauft man nicht jetzt, sondern wartet bis es Rabatte gibt. Oder wo ist mein Denkfehler?

    Dein Denkfehler ist: NIEMAND weiß, wann, in welcher Höhe und wie lange es Rabatte geben wird.


    Wäre mir auch viel zu mühsam, mir darüber ständig Gedanken zu machen. Also investiere ich einfach jeden Monat einen Betrag X. Damit mache ich langsam und stetig ein Plus (weitaus mehr als auf dem Tagesgeldkonto - ich kalkuliere stets mit 7 %, tatsächlich liege ich deutlich darüber). Wenn es dann Rabatte gibt, erhöhe ich meine monatlichen Investitionen auf X + Y. Wenn es die Rabatte nicht mehr gibt, reduziere ich wieder auf X.


    Nicht perfekt, aber simpel und dennoch äußert ertragreich.

    Wenn du jetzt Geld in den Markt pumpst, und kurze Zeit später 30% weniger hast

    Ja. Weil das lediglich temporär ist. Ich denke weiter als nur bis morgen. Die Sparpläne laufen in einem Crash selbstverständlich weiter, ergo kaufe ich mit Rabatt.


    Wenn ich jede Woche eine Packung Butter verbrauche und die Butter ist bei Aldi gerade im Angebot (-30%), dann kaufe ich ggf. einfach mehrere Packungen Butter, statt nur einer. So ähnlich mache ich das mit Unternehmensbeteiligungen auch. Wenn es Rabatt gibt, wird auf "Vorrat" gekauft.

    Die Warnungen von Fachkundiger Stelle sind eindeutig, und das kann man auch nicht mit "Reaktion Haha" weglachen.

    Doch - weil du die „Warnungen“ fehlinterpretierst.


    Dass du Angst hast ist ja in Ordnung und du kannst dementsprechend agieren. Aber bitte erwarte nicht, dass alle anderen sich deiner Angst anschließen und sich davon leiten lassen. Ich freue mich auf den nächsten Crash (so denn überhaupt einer kommt). Dann kann ich endlich wieder Unternehmensanteile zu Discountpreisen abgreifen.


    Es ist schon kurios in Deutschland. Wenn es z.B. Elektronikartikel am Black Friday mit 30 Prozent Rabatt gibt, dann ist das toll und die Leute greifen zu. Wenn es aber Unternehmensanteile mit 30 Prozent Rabatt gibt, dann ist das schlecht?

    Ja, schön, aber das geht am Thema vorbei. Wir reden von auf Tagesgeldkonto schlummerndem Geld, und von Analysten die vor einem Crash in den nächsten 12-24 Monaten warnen, nicht davon was in den letzten 6 Jahren war.


    Ich habe keine 20 Jahre mehr bis zur Rente, und einfach Angst an der Börse, sollte es wirklich zu einem großen Crash wie in der Weltwirtschaftskrise vor pi mal Daumen 100 Jahren kommen (manche Analysten sehen dafür Frühindikatoren), massiv Geld liegen zu lassen.

    Auf dem Tagesgeldkonto schlummert das Geld nicht, sondern stirbt langsam siechend vor sich hin. Aber immerhin linear und planbar. Wenn das für dich das Richtige ist, dann mach es so. Es gibt immer Analysten, die vor einem Crash in der nächsten Zeit warnen. In einem von zehn Fällen haben sie dann auch mal Recht. Auf einen Crash zu spekulieren ist viel mehr Casino, also stur und stetig zu investieren.


    Ich habe auch keine 20 Jahre mehr bis zur Rente (weil ich voraussichtlich früher und mit entsprechenden Abschlägen aufhöre), brauche aber auch nicht alle meine Unternehmensbeteiligungen an Tag 1 oder Jahr 1 meiner Rente „versilbern“. Daher kann ich selbst unmittelbar vor Renteneintritt einen Crash schlicht aussitzen.

    Reales Gegenbeispiel: Am 3. Dezember 2019 Betrag X bei quirion angelegt (80% Aktien/20% Anleihen) Ergebnis heute: +42,04%.

    Da habe ich auch ein schönes Beispiel:


    Portfolio meines kleinen Neffen, Sparplan auf den MSCI World von Februar 2019 bis Februar 2021. Saldo per heute: +118 Prozent.


    Ggf. möchte Thomas diese Beiträge in den Börsenthread verschieben? Gelöscht werden muss m.E. diesmal (noch) nicht, es geht ja (noch) vergleichsweise gesittet zu ;)

    Du hast die Zinsen falsch gerechnet. In deinem Beispiel wären es auf dem Tagesgeldkonto nach 24 Monaten „sogar“ 10.404 €


    Hingegen Unternehmensbeteiligungen bei Einstieg mit 10.000 € wären bei (theoretischem) Rückgang von 20 Prozent nach 24 Monaten 8.000 €, das stimmt. Aber nach 10 Jahren wären 15.000 bis 20.000 € realistisch. Beim Tagesgeld wären es hingegen 12.190 € nach 10 Jahren. Nach 20 Jahren Unternehmensbeteiligungen: knapp 40.000 €. Tagesgeld nach 20 Jahren: 14.859 €.


    Ich entscheide mich da (viel) lieber für die Vervierfachung nach 20 Jahren.


    Wenn du die Aussicht hättest, mit dem bestehenden Geld auf dem Tagesgeldkonto in 24 Monaten nominal 2% mehr zu haben, oder es in Wertpapiere zu stecken, und 10-20% weniger zu haben. Was würdest du tun?

    Freilich Variante 2. Denn mich interessieren die Kurse in 12 und auch die Kurse in 24 Monaten nicht. Die Minus 10 - 20 Prozent (zu denen es vielleicht kommt) sind lediglich temporär. Die nominalen 2 Prozent auf dem Tagesgeldkonto sind hingegen gesicherter realer Verlust.


    Auf dem Tagesgeldkonto parke ich nur den „Notgroschen“. Ich habe doch kein Geld zu verschenken.


    Hingegen einer meiner ersten Sparpläne (Unternehmensanteile der Allianz, 50€ pro Monat) resultiert in mittlerweile über 10 Prozent Dividendenrendite pro Jahr. Zusätzlich zu den satt dreistelligen (in Prozent) Kursgewinnen. Was juckt mich da ein vielleicht- aber vielleicht auch nicht - demnächst eintretender temporärer Kursrückgang von 10, 20, 30 oder meinetwegen auch 50 Prozent? :)

    Und auf seinen "Bankberater" kann sich der Normalo sicherlich nicht verlassen, das geht immer nach hinten los, da die eigene Produkte verkaufen, die sehr oft nach hinten losgehen. Selbst die Sparkassen.

    Das war doch „schon immer“ im so. Nur dass es früher viel weniger Möglichkeiten gab, sich selbst vernünftig zu informieren. Es war noch nie so leicht wie heute, sich in Finanzthemen selbst zu informieren.

    Deutschland ist Schlusslicht mit den 48%?

    Deutschland ist in etwa so weit vom Schlusslicht entfernt, wie es vom Spitzenplatz entfernt ist - nämlich im Mittelfeld in Europa: https://www.euronews.com/busin…lowest-pensions-in-europe?



    Beamte … on Top gibts noch Zuschüsse für die private Krankenversicherung.

    Kann man so sehen, wenn man es so sehen will. Dann müsste man aber auch so fair sein und sagen: „Gesetzlich Versicherte bekommen on top zu ihrem Gehalt auch noch die Hälfte ihrer Krankenversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber finanziert“.