Beiträge von rasputin

    Es geht als nicht um meine persönlichen Bedingungen. Noch mal: Mehr als die Hälfte (für dich, die Mehrheit) der Bevölkerung Deutschlands lebt zur Miete. Dennoch beachtet die Politik die Mieter nicht. Ist das so schwer zu verstehen?

    „Die Politik“ hat die Mieter durchaus auf dem Schirm, da bin ich mir sicher. Aber es geht eben nicht alles gleichzeitig und sofort. Ich finde es daher nachvollziehbar, dort anzufangen, wo es vergleichsweise einfach und schnell geht. Mietwohnungen, wo die Schaffung von Lademöglichkeiten komplexer (u.a. WEG) ist, als in einem Einfamilienhaus, werden u.a. deshalb bislang nicht priorisiert. Selbst bei den ach so privilegierten Eigentümern wird es noch dauern, bis eine erhebliche Durchdringung mit Elektroautos erreicht wird.


    Würde dein Vermieter eine Wallbox an deinem Parkplatz installieren, würdest du doch auch wieder motzen - z.B. weil die Miete erhöht wird, obwohl du gar kein Elektroauto hast und folglich gar keine Verwendung dafür hast.


    Ich muss übrigens irgendwas total falsch gemacht haben. Mein Eigenheim gab es nämlich nicht zum Nulltarif. Das hat einen Haufen Geld gekostet. Manche deiner Postings erwecken den Eindruck, als würdest du glauben, ein Eigenheim gäbe es geschenkt.

    Antwortest du nur, oder liest du auch was ich schreibe? Stichwort Wallboxen für Mieter, Stichwort Ladewucher und Ladekartenzirkus an öffentlichen Säulen. Darum soll sich die Politik mal endlich kümmern, damit wir Rahmenbedingungen bekommen, die E-Autos für die Masse interessant machen. So lange solche Grundvorraussetzungen nicht gelöst sind, wird das nichts.

    Du hast allerdings immer noch nicht erläutert, wie das nennenswert etwas an der Situation der deutschen Automobilindustrie verbessern soll. Für diese spielt nämlich der deutsche Markt eine nachgeordnete Rolle.




    Hier auf den P+R Ladeplätzen (AC) hier kann man den ganzen Tag kostenlos stehen bleiben.

    Ist hier am Kleinstadtbahnhof ebenso :thumbup:

    Mit Verlaub, ist das immer noch nicht angekommen? Das sind zwei Seiten der selben Medaille.

    Das ist deine Meinung - was noch lange nicht bedeutet, dass sie den Tatsachen entspricht. Deswegen war ja offen, was überhaupt deine Frage ist.


    Denn, mit Verlaub, der deutsche Automarkt ist viel zu klein und unbedeutend, als dass hiesige Rahmenbedingungen das Ruder herumreißen könnten (bzw. die deutsche Autoindustrie ist viel zu groß, um vom hiesigen Markt leben zu können). Das ist allenfalls ein Tropfen auf dem glühend heißen Stein. In der Autoindustrie haben zu viele zu lange die Vogel-Strauß-Taktik angewandt und sich auf der Vergangenheit ausgeruht.


    Wenn die deutsche Autoindustrie in Zukunft in vergleichbarem Maße bedeutend bleiben soll, so muss sie die großen Automärkte zumindest in Teilen zurückerobern. Das wird nach der langen Phase des Dornröschenschlafs schwer. Und da ein BEV bekanntermaßen weniger komplex ist, wird schlicht ein erheblicher Teil der bisherigen Arbeitsplätze überflüssig. Ein Ansatz wäre die schnellere Anpassung die geänderte Nachfrage, u.a. ein beschleunigter Ausbau der E-Modellpalette, insbesondere in preissensiblen Segmenten und den stark wachsenden Märkten für Elektrofahrzeuge. Anpassung der Fahrzeugmodelle an die Bedürfnisse und Vorlieben regionaler Märkte (z. B. China setzt zunehmend auf Technologie und smarte Features in Autos. Ob "wir" das für notwendig erachten ist irrelevant. Für zig Millionen Kunden ist es offensichtlich ein Kaufargument). Investitionen in Forschung und Entwicklung, Verkürzung von Entwicklungszyklen, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Kostensenkung durch u.a Effizienzsteigerung in der Produktion, durch Automatisierung, durch Optimierung der Lieferketten. Jedoch wird auch dies unweigerlich zum Verlust von Arbeitsplätzen führen. Die deutsche Automobilindustrie ist zu aufgebläht und ineffizient. Sie reagiert behäbig wie eine gigantische Behörde.


    "Die eine", einfache und schmerzfreie Lösung gibt es nicht. Wahrscheinlich gab es sie nie. Wenn man dann aber auch noch 5 - 15 Jahre zu spät anfängt, wird es unweigerlich noch schwerer.

    Wer soll denn das Ladekartenchaos Made in Germany, oder den Umstand, dass fast alle Mieter keine eigene Lademöglichgkeit haben, so lange sie nicht bereit sind in fremden Besitz zu investieren, sonst abräumen? Auf die freiwillige Einsicht der Stromkonzerne muss man da nicht hoffen. Der Markt regelt eben nicht alles. Anders gefragt: Was wäre denn deine Alternativlösung?

    Alternativlösung wofür? Das "Ladekartenchaos" und die Lademöglichkeiten für Mieter? Oder die Misere der deutschen Autoindustrie?


    Das ist nicht deckungsgleich! Auch mit aus deiner Sicht perfekten Lademöglichkeiten gäbe es die Misere der Autoindustrie hierzulande.

    Lieber Kunde, lass dir sagen, Rabatt wird vorher draufgeschlagen.

    Gut, bei den Apps ist es ggf. anders, da bezahlst du ja mit deinen Daten und bekommst dafür das Produkt selbst zu einem niedrigeren Preis.

    Bei diesen Apps ist das m.E. nicht die Regel, dass die Preise vorher erhöht werden. Quelle: meine alten Eltern. Die nutzen nämlich mit ihren rund 80 Lenzen die Apps von Lidl, Netto und Co. ^^

    Aber das ist doch genau die Misere der europäischen Autoindustrie.

    Die Misere ist doch eher, dass sie an der Nachfrage des Weltmarkts vorbei entwickelt und produziert. Die Misere auf dem deutschen und europäischen Automarkt besteht schon seit vielen Jahren und konnte in der Vergangenheit lediglich mit Gewinnen andernorts kaschiert werden. Diese Gewinne sind mittlerweile jedoch nicht mehr vorhanden.

    Ich habe inzwischen die dritte Silikon Hülle von Apple, bei der der "Steg" am Ladeport gerissen ist. Das kommt bei mir dadurch zustande, dass ich die Hüllen gelegentlich wechsle. Bei älteren Fabrikaten und Hüllen anderer Anbieter ist mir dies allerdings noch nie passiert. Ist kein Drama, ich benutze sie dennoch weiter. Künftig kaufen werde ich allerdings eher keine mehr.