Ich versuche nochmal meine Argumentation beim Mindestlohn darzulegen:
Die Preise für Produkte und Dienstleistungen werden zwangsläufig steigen. Dort wo dies nicht möglich ist, wird man rationalisieren oder das Geschäft mangels ausreichendem Gewinn aufgeben.
Beleuchten wir nun mal den Fall der erhöhten Preise:
Auch mit 8,50€ wird der Arbeitnehmer auf Leistungen aus dem SBG II angewiesen sein.
Somit hat dieser Arbeitnehmer nicht einen Cent mehr Einkommen, allerdings muß er die höheren Preise aufbringen!
Merkt ihr was? Gerade der Personenkreis, der profitieren soll, verliert entweder seinen Arbeitsplatz oder muss mehr leisten und darf zusätzlich noch mehr für Waren/Dienstleistungen aufwenden.
Einzig die Geschäftsmodelle mit großem Gewinn bei sehr niedrigen Löhnen werden auf einen Teil der Gewinne verzichten.
Aber gerade die ungelernten Kräfte sind oftmals in Bereichen mit hoher Personalkostenquote tätig.
Irgendwo ist dann die Schwelle, wo man entweder Maschinen anschafft oder Produktionen ins billigere Ausland verlagert.
In den Fällen, wo keine Verlagerung möglich ist, wird der Preis steigen.
Dann ist eben diese Dienstleistung für diese Klientel auch nicht mehr möglich und somit werden dort wieder Arbeitsplätze wegfallen.
Frankreich wird das nicht sein. ![]()
Der Staat spart dabei die Quersubventionierung, das ist richtig. Das Geld wird dann für die Arbeitslosen benötigt.
Gerade im Osten der Republik, mit dem sehr hohen Anteil Niedriglöhner.
Ob es einem passt oder nicht, viele dieser Arbeitsplätze sind erst durch das niedrige Lohnniveau entstanden.
Es hat doch seinen Grund, warum die anderen europäischen Länder auf uns schimpfen.
Gespannt bin ich auch auf die Reaktion beim Mindestlohn in den Bereichen ohne Sozialabgaben für den AN, also die 450€-Kräfte oder die Spargelernte etc.
Zu den ganzen Argumentationen, dass in anderen Ländern schon lange ein Mindestlohn existiert, kann ich nur sagen, dass wir Deutschen schon jetzt nicht bereit sind für Service zu bezahlen.