Ich vervollständige mal die Lücken, die ich noch nicht geschildert habe:
Mein Freundin hat sich natürlich erst telefonisch bei Euronics gemeldet und gesagt, dass Sie das Handy bereits per Nachnahme bezahlt hat. Aber wie das bei Frauen so ist, wenn sie irgendwo aufgeregt anrufen, da lässt sich nichts sinnvoll rekonstruieren. Frauen schildern da mehr so Stichworte und Gesamteindrücke: Die Gegenseite war unfreundlich, es fiel das Wort Anwalt, man will mal bei der Post fragen.
Von der Post wissen wir ja nun, dass tatsächlich eine Nachforschung eingeleitet wurde. Dies geschah jedoch erst nach dem Brief von Euronics.
Auf der ursprünglichen Rechnung von Euronics steht übrigens nicht Nachnahme, sondern nur die für Nachnahme typischen 10,90 Versand.
Die Gegenseite scheint kaufmännisch und rechtlich übrigens nicht sonderlich bewandert zu sein. Die "Mahnung" trägt die Überschrift Kontoauszug und enthält bereits Verzugszinsen von 12,5%. Das sind mehr als 5% über dem Basiszinssatz und sowieso sind sie nicht gerechtfertigt, da meine Freundin nie in Verzug gesetzt wurde.