Beiträge von joschi

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    Original geschrieben von Merlin
    Nein, die Firmen nehmen alles, was ihnen ihr Vertriebsbeauftragter zum guten Preis anbietet. Das hat nichts mit gut oder schlecht zu tun, nur mit dem Preis. Ok, Exchange muss das Teil noch können, das ist alles ;).


    Ich weiß ja nicht, wo Du arbeitest... Bei uns in der Firma gibt es ein ziemlich fixes und sehr detailliertes Anforderungsprofil für Smartphones, die a.) sich überhaupt mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden dürfen und b.) von der Firma für dienstliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Android (nur mit Third-Party-App Moxier) und iPhone fallen zwar unter a.) und dürfen dann auch mit dem Exchange-Konto connecten, für b.) sind sie aber gescheitert in der Evaluierung, ob tauglich und sicher genug für den Zugriff auf File Shares bzw. ob und wie aufwendig unternehmenseigene Apps ausgerollt und administriert werden können. Jetzt ging der Auftrag an den Einkauf, entweder neue Blackberrys anzuschaffen oder Windows Phones. Erst ab diesem Punkt greift bei uns dann tatsächlich der angebotene Preis für Endgeräte und Service als Entscheidungskriterium.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Welchen Vorteil sollte das für mich als Nutzer haben?


    Zum einen ständig aktuelle Daten, die entweder im Hintergrund vollautomatisch oder bei Bedarf angetriggert gesynct werden. Zum anderen reduziert sich so massiv die Notwendigkeit, lokal teure und stromfressende Ressourcen vorzuhalten.


    Theoretisch. Praktisch lassen sich Smartphones aktuell noch nicht genügend abspecken, um wirklich einen Vorteil zu haben in Sachen Preis oder Akkuschonung. Heutige Smartphones müssen auf jeden Fall auch im Offline-Betrieb noch - recht weit gefasste - Basisfunktionalität liefern können, brauchen deshalb gigabyteweise lokalen Speicher und fette CPUs. Marginale Vorteile gibt's für mich durch den Verzicht auf Offline-Wörterbücher und ähnliche Nachschlagewerke, die ich stattdessen in einer Online-Version nutze. Rein interessehalber: Ich hatte früher, zu PDA-Zeiten, immer einen Offline-Abzug der Wikipedia dabei - gibt's sowas heute noch?


    Bleibt in der Praxis der Vorteil der Datenaktualität. Um mal drei, wie ich denke, recht allgemeingültige Beispiele zu nennen: Ich persönlich weiß das schon zu schätzen, dass mir die Bahnauskunft-App wirklich aktuelle Daten liefern kann und nicht nur Soll-Werte, die der Fahrplan vorsieht. Ich persönlich bin inzwischen auch ein großer Fan von Offboard-Navis, deren Kartenmaterial bisher zwar auch nicht das Optimum an Aktualität darstellt, in meinem Erleben aber doch regelmäßig die ollen Onboard-Systeme in den Schatten stellt, sofern die nicht taufrisch sind. Das banalste und gleichzeitig beste Beispiel sind aber Telefonbücher - die einzigen Bücher, die schon völlig veraltet aus den Druckmaschinen bzw. CD-Kopierwerken purzeln.


    Tja, wie weit ist Windows Phone mit abgeschalteter Datenverbindung noch nutzbar? In den Grundfunktionen schon. Nachinstallierte Apps sind nicht zwangsläufig auf Offline-Betrieb ausgelegt. Das kenn' ich aber auch von anderen Smartphone-Plattformen; evtl. ist unter Android oder iOS im Fall des Falles aber die Auswahl an Alternativ-Apps größer, die auch offline noch halbwegs nutzbar sind.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Den Gesamtmarkt schaetze ich fuer Q2/14 auf 305-320 Mio Stueck, was fuer meine 5% umgerechnet bedeutet, dass Nokia weniger als 16 Mio Lumias absetzen wird.


    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Mit 15 bis 16 Mio. Lumias wäre Nokias Smartphone-Sparte in den schwarzen Zahlen. Wenn sie diese Zahlen in Q2/14 hinbekommen haben, wären sie außerdem schneller gewachsen als der Markt (sofern sich der Gesamtmarkt so entwickelt, wie harlekyn prognostiziert). Beides keine schlechten Nachrichten, wenn's so eintritt, oder?

    Ist der Marktanteil nicht irrelevant? Aktuell ist ja auch Apple auf dem besten Wege, nächstes Jahr um diese Zeit nur noch einen einstelligen Prozentsatz des Smartphone-Marktes zu besetzen. Diskutieren wir dann, ob's im November 2014 Apple überhaupt noch gibt?
    An die Damen und Herren Wettlustigen hier: Nennt doch mal absolute Verkaufszahlen für die Lumias, die Ihr in einem Jahr erwartet - Ashas lassen wir mal außen vor, anderes Thema. Die absoluten Stückzahlen sind ja auch das, was Nokias Smartphone-Sparte rentabel macht oder eben auch nicht.

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    Original geschrieben von torcida
    ...und ich dachte, hier geht es um Nokia.


    Mindestens mittelbar tut's das ja :) Gibt ja mehr als genug Stimmen, die Nokia gern im Android- und damit Google-Lager sehen würden. Kurz-, womöglich sogar mittelfristig wäre das für Nokias Geschäftsergebnis möglicherweise besser gewesen. Auf lange Sicht bin ich da keineswegs sicher. Zumal Nokia ja eben kein reiner Gerätehersteller ist, sondern mit Google da und dort im direkten Wettbewerb steht (HERE vs. Google Maps) und sich in Patentfragen auch schon mal vor Gericht mit Google kabbelt.


    Außerdem mag ich Vielfalt :). Ohne Nokia wäre Windows Phone längst den Bach runter und wir hätten auf Smartphones das, was wir am PC schon lange kennen: die Hegemonie einer einzigen übermächtigen Plattform, daneben Apple für lifestyle-bewußte Besserverdiener und Linux für nerdige Randgruppen.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Die Frage ist doch nicht ernstgemeint, oder? Durch die Vermarktung von Werbung natuerlich. Alles andere ist nur Beiwerk und dient letztendlich dem Ziel, den Kunden moeglichst eng an sich und die eigenen Dienste zu binden, um ihn und sein Verhalten moeglichst gut analysieren zu koennen und damit zielgerichtetere (= teurere) Werbung verkaufen zu koennen.


    Ganz ernstgemeint war die Frage zwar tatsächlich nicht, aber Deine Antwort beleuchtet nur die Spitze des Eisbergs, denke ich. Werbung ist "nur" das, was sie im Moment vielleicht am besten in klingende Münze umsetzen können oder wollen.


    Im Kern dürfte es zum einen darum gehen, möglichst viele Nutzer in den eigenen Diensten zu haben bzw. in möglichst vielen Diensten anderer Daten zum Nutzerverhalten abgreifen zu können. Das "an sich und die eigenen Dienste binden" ist dabei vom Ansatz her was ganz anderes als Apples Walled Garden, weil's nicht darum geht, den Nutzer direkt zu melken. Was Google macht mit den Daten, dürfte GfK & Co. blaß werden lassen vor Neid: Die umfassendste Echt- und Langzeit-Marktforschung, die die Welt je gesehen hat. Trends früher und zuverlässiger als der Rest der Welt zu erkennen und dann noch kontrollieren zu können, welche meiner Erkenntnisse ich an Dritte weitergebe, das ist schon wow. Theoretisch könnte Googles Geschäftsmodell schlicht darauf aufbauen, anhand der eigenen Trendanalysen an der Börse zu spekulieren, gezielt Anteile von Unternehmen zu kaufen, wenn sie steigendes Interesse an deren Produkten registrieren, und zu verkaufen, wenn das Interesse nachläßt.


    Zum anderen geht's vielleicht auch ein Stück weit darum, User zu bestimmtem Verhalten zu konditionieren mit den eigenen Diensten. Wir haben vor einiger Zeit in der Firma uns eine Google Search Appliance hingestellt. Das ist eine verplombte Blackbox im LAN (nicht mal ein Backup der Index-Datenbank kannst Du ziehen) und kein wirklich billiger Spaß. Mir persönlich wäre eine Apache Lucene/SOLR Installation erheblich lieber gewesen - open source, keine Lizenzkosten, nach Belieben konfigurierbar und in sauberer Konfiguration keinen Deut schlechter, was die Qualität der Suchergebnisse betrifft (zumal eine Google Search Appliance mitnichten so gute Ergebnisse liefert wie das "echte" Google). Aber: Ist halt keine Google-Suche. Und das ist, was unsere User aus dem Internet gewöhnt sind. Aus dem selben Grund haben wir schon vor längerem auf Google Maps umgestellt, um Layer mit eigenen geografischen Daten mit Kartenhintergrund zu versehen, und Teleatlas den Laufpaß gegeben. Gespart haben wir dabei nichts - wenn Google nämlich mal Geld will für seine Produkte, ist's gleich vorbei mit billig.

    Wäre durchaus eine Überlegung wert. Evtl. sogar ein Versuch ganz ohne Outlook 2013, sofern das extra kosten würde - Windows 8 kommt mit Apps für Mail, Kontakte und Kalender, die für den Hausgebrauch durchaus reichen und ebenfalls über EAS an z.B. outlook.com angebunden werden können.

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    Original geschrieben von dham
    Man kann auch entwickeln, weil man einen bestimmten Fortschritt erreichen will.


    Klar. Aber trotzdem glaube ich nicht, daß Google hier rein altruistisch handelt.


    Googles Geschäftsmodell ist hochinteressant und, zumindest für mich, immer noch schwer zu durchschauen. Google läßt mich kostenlos seine Suche nutzen, seinen Mail-Dienst, Maps, Kalender etc. Google verschenkt Applikationen, selbst entwickelte wie den Browser Chrome, zugekaufte wie Picasa. Google verschenkt ganze Betriebssysteme. Wie zur Hölle verdienen die Geld?


    Einer der Eckpfeiler der Google-Strategie scheint identisch zu der von Amazon zu sein: Marktmacht aufbauen, Mitbewerber verdrängen und dann aus ungefährdet starker Position Partnern und Kunden die Bedingungen diktieren - Amazon macht das mindestens in den USA ausgesprochen erfolgreich mit Verlagen wie auch direkt mit Autoren, und es gibt gar nicht wenige, die Apple bei dem Deal mit den amerikanischen Verlagen als "Weißen Ritter" sahen, der die Knechtschaft unter Amazon beinahe beendet hätte.


    Unumschränkte Marktkontrolle zu erreichen könnte auch bei WebM erstmal der Antrieb sein, gerade im Zusammenspiel mit den schon marktmächtigen Google-Produkten YouTube und Android - den Codec am Markt etablieren, für lau möglichst viele Endkunden versorgen damit, dann irgendwann in YouTube und Android H.264 abklemmen, woraufhin alle anderen Smartphone-Plattformen WebM implementieren müssen, damit ihre Clients noch YouTube gucken können, und alle Video-Portale ihren Content auf WebM umcoden dürfen, um die Android-Kundschaft nicht zu verlieren. Zum Finale etabliert Google dann ein Sperrfeuer an WebM-Updates in so schneller Folge, daß keine Plattform mehr hinterherkommt, bietet gleichzeitig aber einen feinen Transcoding Proxy an, den die gehetzten Plattform-Betreiber gegen eine durchaus annehmbare Gebühr für ihren Content verwenden dürfen, die aber gar keinen signifikanten Teil des WebM Revenue einbringt. Der kommt über die Metadaten rein, die der Transcoding Proxy abgreift und den User-Profilen hinzufügt, die Google schon über Suche, Maps, Mail etc. anlegt... Nur ein Gedankenspiel und ohne jeglichen Anspruch, Googles Geschäftsmodell wirklich verstanden zu haben, wie gesagt.


    Tja, muß mich das als Endanwender überhaupt kümmern, falls das so kommt? Ich genieße Amazons Politik günstiger Preise bei gleichzeitig erstklassigem Service. Trotzdem hab' ich mich für einen E-Book Reader abseits des Kindle-Universums entschieden und kaufe meine E-Books bei anderen Händlern. Sony als Hersteller des Readers und Adobe als Lizenzgeber des DRM-Schutzes sind alles andere als gemeinnützige Einrichtungen, wahrscheinlich keinen Deut fairer zu ihren Mitarbeitern als Amazon, aber im Vergleich kleine Fische und bei weitem nicht in der Position, in absehbarer Zeit ein marktbeherrschendes Monopol/Oligopol zu errichten. Auch mein Arbeitgeber will Profit machen, u.a. um mich bezahlen zu können. Deshalb hab' ich grundsätzlich nichts gegen ein bißchen Profitstreben. Die Unternehmen hinter H.264 sind allesamt keine Engelchen, die Lizenzgebühren aber ausgesprochen fair. Wenn Googles WebM irgendwann H.264 den Rang abläuft, haben wir, fürchte ich, ein paar kleine Teufelchen ausgetrieben mit einem richtig dicken Beelzebub.

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    Original geschrieben von derKarlsruher
    Und leider doch: ich nutze den Kalender extrem intensiv. Daher kann ich nicht
    von manuell mit dem Auge abgleichen.


    Hmm, dann wird's schwierig, zumal in einem intensiv genutzten Kalender die Daten ja zu wertvoll sind, um sie bei Experimenten zu riskieren.
    In dem Fall würde ich tatsächlich zum Testen ein zweites Konto nur für den Kalender benutzen, den Kalender komplett aus dem originalen Konto exportieren, ins Zweitkonto importieren und dann gucken, ob der Sync fehlerfrei klappt. Wenn ja, kannst Du wahlweise mit den getrennten Konten für einmal Kalender, einmal Mail/Kontakte weiterarbeiten oder im Originalkonto den Kalender komplett löschen und auch da neu importieren, dann sollte auch da der Sync wieder sauber durchlaufen.


    Aber vor so drastischen Schritten:

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    Original geschrieben von derKarlsruher
    Was aber bitte meinst Du denn klappt der Sync mit Lumia problemlos ?
    ich synce doch den Kalender über das Outlook und nie direkt.


    Du mußt umdenken :cool:. Früher hast Du lokal Smartphone <-> Outlook gesynct, richtig? Da gibt's nur zwei Beteiligte, die im Prinzip gleichberechtigt sind, wobei die meisten Nutzer gedanklich ihr lokales Outlook als zentrale Instanz ansehen und das Smartphone nur als Peripheriegerät. Jetzt in der Cloud ist auch Dein lokales Outlook nur ein Peripheriegerät, die Cloud ist die zentrale Instanz.


    Du hast Dein outlook.com Konto doch auch auf dem Lumia eingerichtet und syncst Kontakte, Termine, Mail, oder? Aktuell klappt der Sync von Cloud zu einem Peripheriegerät, nämlich Deinem lokalen Outlook auf dem PC, nicht richtig. Deshalb frage ich, ob der Sync mit dem anderen Peripheriegerät, Deinem Lumia, ohne Fehler durchläuft. Wenn da der selbe Fehler mit dem Kalender auftritt, haben wir einen defekten Datensatz in der Cloud, den Du vermutlich über den Browser direkt online eingegeben hast - das könnte die in Frage kommenden Kandidaten schon mal eingrenzen. Wenn's dagegen klappt mit dem Lumia, könnten wir's mit einer Inkompatibilität zwischen outlook.com und Deinem schon etwas betagten Outlook 2003 zu tun haben (sofern Du seit den Startschwierigkeiten, die Du im 920er Thread beschrieben hattest, nicht ein Update für Dein Outlook gekauft hast); das wäre dann auch ein Ansatzpunkt, um mal zu googlen.

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    Original geschrieben von derKarlsruher
    Meine Gedanken gehen schon dahin mal die die pst reparieren zu lassen.


    Dein PST-File ist an dem ganzen Thema völlig unbeteiligt :cool:. EAS-basierte Cloud-Konten werden in OST-Files verwaltet.

    Ok, das ist doch schon mal was, wenn der Fehler "nur" den Kalender betrifft und dabei nicht gleich den kompletten Sync auch für Mail und Kontakte blockiert. Das deutet auf fehlerhafte Kalendereinträge hin, womöglich einen einzigen solchen.


    Wenn Du in Outlook mal das Synchronisieren erzwingst (je nach Version irgendwas in Richtung "Alles senden/empfangen"), solltest Du eigentlich eine etwas aussagekräftigere Fehlermeldung bekommen, evtl. auch nur eine kryptische Zahl, also einen Error Code, über den sich womöglich die Ursache weiter eingrenzen läßt.
    Wenn wir von einem einzigen kaputten Eintrag ausgehen, kannst Du mal Deinen Online-Kalender mit der Offline-Version in Outlook vergleichen. Sofern Dein Kalender nicht proppevoll ist, hast Du ganz gute Chancen, den im Offline-Kalender fehlenden Termin zu identifizieren. Den dann einfach Online mal löschen und neu anlegen (manuell bitte, nicht per copy&paste), dann abwarten, ob der Sync Cloud -> Outlook jetzt funktioniert.


    Klappt denn der Sync mit dem Lumia problemlos?


    Diese Sync-Geschichten sind alles andere als trivial. Dabei ist es egal, ob Du lokalen Sync Device <-> PC versuchst oder den Sync mit einer wie auch immer gearteten Cloud. Und es ist auch völlig egal, über welche beteiligten Plattformen wir reden. Wenn ich - weil Du Apfel sagst - zum Beispiel nach "iphone icloud sync issues" google, bekomme ich über 2,3 Millionen Treffer angezeigt. Bei "iphone exchange sync issues" bin ich schon bei 2,8 Millionen Treffern. "iphone google sync issues" treibt die Trefferzahl auf über 20 Millionen hoch. Und "iphone outlook sync issues" liefert 51 Millionen Ergebnisse.


    Edit: Zahlen korrigiert.