Beiträge von RA Fries

    Re: O2 Berechnet 40 statt der richtigen 16 Cent


    Zitat

    Original geschrieben von o2 40statt16Ct
    Vom ersten Schock erholt, habe ich zwei Tage später meine Rechnung genauer geprüft. Hierbei habe ich festgestellt, daß mir immer und immer wieder 40 Cent für Anrufe berechnet wurden, welche nur 2 bis 3 Sekunden gedauert haben sollen. Wie kann ich solche 2-Sekunden-Anrufe vermeiden?


    Solche Zwei-Sekunden-Anrufe sind zumeist die Folge der blödsinnigen neuen SMS-Benachrichtigungsdienste für verpaßte Anrufe. Wenn Du jemanden anrufst, der z.B. sein Handy abgeschaltet, aber keine RUL zur Mailbox aktiviert hat, wird ihm eine SMS mit Deiner Rufnummer zugestellt. Für Dich ist das Gespräch dann kostenpflichtig, Du zahlst also - bei einer 60/1-Taktung - leider immer eine volle Minute.


    Mögliche Lösungen:
    - Deine Gesprächspartner bitten, diese Dienste bei ihrem jeweiligen Anbieter deaktivieren zu lassen (das werden diese aber u.U. nur ungern tun, weil es für sie ja kostenlos ist und zusätzlichen Komfort bringt)
    - selber in einen Tarif mit gescheiter Taktung wechseln, um wenigstens die Kosten möglichst gering zu halten

    Du kannst allerdings, wenn Dir diese Rufnummer wirklich sehr wichtig ist, einfach die Xtra-Card in einen neuen Relax 50 umstellen. Das ist ohne Probleme möglich.


    Bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin für den bisherigen Vertrag zahlst Du dann freilich zweimal den monatlichen Paketpreis.

    Zitat

    Original geschrieben von NokiSung
    Nein. Bitte genauer lesen. Es jammern hier so wie ich das sehe (neben wenigen zugegeben recht militanten E-Plus-Freaks ;) ) überwiegend T-Mobile-Poweruser, die das Netz seit Jahren kennen und schätz(t)en und in den letzten ein oder zwei Jahren zumindest regional und zumindest temporär katastrophale Entwicklungen in Sachen Gesprächsqualität festgestellt haben.


    Also ich würde mich durchaus als T-Mobile-Poweruser bezeichnen. Dennoch schätze ich das Netz nach wie vor sehr und habe bislang keinerlei "katastrophale Entwicklungen" in Sachen Sprachqualität feststellen können - weder regional noch temporär.


    Zugegeben: E-Plus klingt brilliant, wenn es denn funktioniert. Das habe ich vor einiger Zeit selber mit einer rein interessenhalber angeschafften Simyo getestet. Die Sprachqualität war für mich vom Festnetzniveau kaum mehr zu unterscheiden.
    Der Haken ist jedoch, daß dieses Netz eben nach wie vor gut mit einem Schweizerkäse zu vergleichen ist: fahre ich auf der A 95 aus München heraus, hagelt es spätestens ab Schäftlarn die ersten Gesprächsabbrüche. Und das kann ich mir als beruflich auf das Mobiltelefon angewiesener Kunden schlichtweg nicht leisten: wenn ich die Stimme eines Mandanten oder Kollegen in CD-Qualität genießen kann, aber jederzeit mit Netzverlust rechnen muß, ist das für mich nutzlos.
    Bei T-Mobile mag die Qualität nicht ganz so perfekt sein, aber dafür kann ich jedes Gespräch zumindest in gut verständlicher Weise zu Ende führen.


    Zitat

    Hörensagen oder selber als häufiger VFD2-Nutzer bemerkt? Wann war die letzte eigene D2-Nutzung bzw. entsprechende HR-Erfahrung? Selber auf dem Netmonitor gesehen oder wie bemerkt?


    Selber ausprobiert. Fahr mal an einem Wochentag zwischen 8:30 Uhr und 11 Uhr mit einem reinen GSM-Phone und eingeschaltetem Netzmonitor ein wenig in der Münchner Innenstadt herum... Oder im Großraum Rhein-Main, da fällt es noch viel unangenehmer auf als bei uns im beschaulichen Süden.

    Trotzdem sollten sich die ewigen Telekom und T-Mobile Basher vielleicht einmal fragen, warum es ausgerechnet dieses Netz ist, das immer wieder alle Tests - egal von welcher Zeitschrift etc. - mit großem Vorsprung gewinnt.


    Niemand behauptet, daß T-Mobile absolut perfekt ist. Das kann wohl kein Mobilfunkanbieter von seinem Netz behaupten. Speziell in Oberschwaben scheint es doch erhebliche Versorgungslücken zu geben, wie wir dank flo1982m und anderen Usern mittlerweile zur Genüge wissen. Das ist bedauerlich, aber dennoch müssen seriöse Netztests immer eine Gesamtbetrachtung vornehmen und dürfen sich nicht an Einzelfällen orientieren. Bei einer solchen Gesamtbetrachtung kann indes niemand ernsthaft bestreiten, daß nach T-Mobile netztechnisch erstmal sehr lange nichts kommt.


    Auch dieses ständige Gejammere über die angeblich so schlechte Sprachqualität ist doch von vorgestern. In den ersten Jahren des Mobilfunks war es tatsächlich so, daß die D-Netze durch FR oder gar HR teilweise eine recht bescheidene Qualität hatten. Außerdem waren die damals marktüblichen Mobiltelefone auch nicht gerade als Klangwunder zu bezeichnen (überhaupt wird die Bedeutung des Mobiltelefons beim Thema Sprachqualität hier anscheinend gerne unterschlagen - es ergibt eben wenig Sinn, ein Nokia N-Series mit irgendeiner Prepaid-Gurke zu vergleichen).
    Dann kam E-Plus mit EFR, AEC und anderen "Klangverbesserern" auf den Markt und wurde völlig zurecht für seine hervorragende Sprachqualität gerühmt.


    Leider setzte sich daraufhin bei einigen die scheinbar unumstößliche Meinung fest, daß E-Plus pauschal die beste Sprachqualität hätte, die D-Netze hingegen eine eher schwache. Dabei wird jedoch völlig übersehen, was in der Zwischenzeit passiert ist:
    Mittlerweile bieten die meisten Mobiltelefone eine Klangqualität, die in den 90er-Jahren völlig unbekannt war. Mittlerweile haben ALLE Anbieter die früher nur bei E-Plus eingesetzen Technologien in ihre Netze implementiert. Mittlerweile gibt es UMTS, wo die Qualität generell sehr viel besser ist, als bei GSM.


    Diese Dinge werden nur allzu gerne übersehen. So bieten beispielsweise die D-Netze eine immer dichtere UMTS-Versorgung mit der entsprechend hervorragenden Sprachqualität. Die E-Netze hinken diesbezüglich noch deutlich hinterher.
    T-Mobile setzt heute nahezu flächendeckend EFR ein, lediglich im ländlichen Raum mag es noch vereinzelt die eine oder andere BTS geben, die nicht damit ausgerüstet ist (für Leute, die sich häufig im Bereich einer solchen BTS aufhalten oder gar dort wohnen, ist das natürlich ärgerlich).
    Bei Vodafone hingegen landen Kunden mit reinen GSM-Telefonen in Ballungsräumen immer noch häufig auf HR-Trägern - mit den entsprechenden Konsequenzen für die Sprachqualität.
    O2 hat im gesamten Netz massive Echoprobleme und außerdem Halbduplex - dagegen ist T-Mobile nun wirklich ein Ohrenschmaus.


    Also: bloß nichts verallgemeinern!

    In meinem Bekanntenkreis ist leider ein sehr schwerwiegendes Problem bei der Abrechnung von Paketdaten bei O2 aufgetreten.


    Bekanntermaßen gelten die günstigen Sonderkonditionen für das Surfen innerhalb der Homezone (zeitbasierte Abrechnung zu 3 Cent pro Minute) ja nur bei Verwendung des APN "surfo2". Darauf wird in allen Preislisten etc. auch deutlich hingewiesen.
    Nun ist es so, daß man sich bei O2, genau wie bei den meisten anderen Anbietern, eine Konfigurations-SMS für die Dateneinstellungen schicken lassen kann. Installiert man diese SMS, werden folgende drei Verbindungsprofile auf dem Handy angelegt:


    o2 MMS Genion
    o2 WAP GPRS
    o2 Web Genion


    Jeder gewöhnliche Nutzer muß dann natürlich denken, daß das dritte Profil für das Web-Surfen über Genion gedacht ist, der Sinn der beiden anderen Profile (MMS bzw. WAP) ergibt sich ja auch aus deren Namen.
    Problem: in allen drei Profilen ist jedoch der APN "internet" eingestellt! Dieser wird, sofern kein Data-Pack mit volumenbasierter Abrechnung gebucht ist, standardmäßig zu 9 Cent pro 10 KB abgerechnet. Man kann sich nun leicht ausmalen, wohin es führt, wenn über diesen APN per Laptop gesurft wird.


    Entsprechend hat mein Bekannter also eine Abrechnung im hohen dreistelligen Bereich erhalten. Er ging freilich davon aus, in den ersten drei Monaten nach Vertragsschluß jeweils 10 Stunden gratis zu surfen (was bei Verwendung des richtigen APN im Rahmen einer momentanen Aktion auch so gewesen wäre).


    Hat irgendjemand hier Erfahrungen, ob man bei O2 in solchen Fällen auf dem Kulanzwege etwas erreichen kann?

    Mir ist allerdings tatsächlich schon zu Ohren gekommen, daß manche alternativen Anbieter generell keine Aufträge entgegennehmen, wenn bisher keine funktionsfähige TAL vorhanden ist (in der Regel bei Neubauten o.ä.). Speziell Alice soll hier Probleme machen.


    In diesem Falle mußt Du mit dem Bauherrenservice der Telekom Kontakt aufnehmen. Dieser wird Dir aber wahrscheinlich nur weiterhelfen können, wenn Du zumindest übergangsweise auch einen Anschluß von der Telekom beauftragst. Nimm dann einfach den Call Plus mit 6 Werktagen Kündigungsfrist und beauftrage sofort nach der Schaltung den Wechsel mit Portierung zu Deinem Wunschanbieter. Einziger Wermutstropfen sind dann die 59,95 Euro Bereitstellungspreis für den Anschluß.


    Oder Du entscheidest Dich natürlich dauerhaft für eines der attraktiven T-Com Angebote... :)

    T-Mobile verschickt zumindest bei Geschäftskundenverträgen die SIM und ggf. das Handy auch ohne PostIdent. Bei Privatkunden bin ich mir diesbezüglich nicht ganz sicher. Auf dem Auftragsformular ist aber in jedem Falle die Personalausweis- bzw. Reisepaßnummer anzugeben.


    Die Ausweisnummern können durch einen Prüfalgorithmus zumindest auf ihre theoretische Gültigkeit überprüft werden. Ob die Anbieter dies auch tatsächlich machen, ist mir nicht bekannt.


    Die rechtlichen Hinweise, die hier bereits gegeben wurden, sind zutreffend. Du bist verpflichtet, Dir unverzüglich einen neuen Ausweis oder Paß zu beschaffen. Solltest Du momentan über keines dieser Dokumente verfügen, mußt Du Dir für die Bearbeitungszeit sogar einen vorläufigen Ausweis beantragen (der auf der Gemeinde sofort ausgestellt wird).

    Zitat

    Original geschrieben von Paparazzi
    Wie sieht es eigentlich aus, wenn aus irgendeinem Grund die Portierung nicht zustande kommt. Ist man dann trotzdem 24 Monate gebunden? Sprich ist die Rufnummernportierung ein vertraglicher Bestandteil, welcher seitens des Netzbetreibers erfüllt werden muss?


    Das kommt darauf an, was Du vertraglich mit Deinem neuen Netzbetreiber vereinbart hast. Konkret bei O2 sieht es so aus, daß es in MNP-Fällen drei verschiedene Aktivierungs-Varianten gibt:


    - sofortige Aktivierung (mit temporärer O2-Rufnummer und nachträglicher Portierung)
    - Aktivierung zum Vertragsende (nahtlose Übernahme der alten Rufnummer)
    - Aktivierung unter Vorbehalt


    Nur bei der letzten Variante kommt im Falle eines endgültigen Fehlschlagens der Portierung kein Mobilfunkvertrag zustande.


    Achtung: bei Online-Verträgen ist generell nur die erste Variante möglich!

    Zitat

    Original geschrieben von Timeslot
    Im übrigen besteht natürlich im Falle einer rechtmäßigen Kündigung Anspruch auf Löschung etwaiger Negativvermerke. Meines Erachtens stellen diese dann auch eine Kreditgefährdung und womöglich eine strafrechtliche relevante Verleumdung dar.
    Vielleicht kann diesbezüglich auch Herr Rechtsanwalt Fries seine Würdigung mitteilen.


    Nicht nur ein Löschungsanspruch. Der unbegründete Eintrag eines Negativmerkmales bei der SCHUFA oder anderen Kreditauskunftsdiensten ist rechtswidrig und kann u.U. Schadensersatzansprüche des Betroffenen auslösen, wenn ihm hierdurch wirtschaftliche Nachteile entstanden sind.
    Insbesondere die Durchsetzung des Löschungsanspruches auf dem Rechtswege kann natürlich einige Zeit dauern, meines Wissens ist es aber zumindest bei der SCHUFA so, daß die entsprechenden Merkmale für die Dauer des Verfahrens gesperrt, also Vertragspartnern nicht mitgeteilt werden.


    Sollte ein SCHUFA-Eintrag angedroht werden, hilft eventuell auch die Erwirkung einer einstweiligen Verfügung. Dies führt aufgrund der gravierenden Folgen eines Eintrags meist zunächst zum Erfolg.


    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Bei einer Kündigung seitens des Anbieters schon, und darum geht es in diesem Thread...


    Das läßt sich aus dem Posting des Threaderstellers aber nicht eindeutig erkennen.