Beiträge von RA Fries

    Wer zuhause so wenig telefoniert, daß sich die Festnetzgrundgebühr nicht rentiert, braucht trotzdem noch lange kein Genion. Die Kombination von einem E-Plus Professional-Tarif (keine Grundgebühr dank BMWmobil) für Gespräche ins Festnetz mit Simyo (sowieso keine Grundgebühr) für Gespräche in Mobilfunknetze ist immer günstiger als Genion, in der Homezone genauso wie unterwegs.

    Trotzdem sehe ich die Attraktivität dieses Angebotes gegenüber Simyo nicht. Außerhalb der Homezone ist Genion zu keinem Zeitpunkt günstiger als Simyo. Und der Sinn einer Homezone ist mir auch Jahre nach deren Einführung nach wie vor dunkel. Im Festnetz zahle ich bei Nutzung der richtigen Anbieter einen Bruchteil der Mondpreise von Genion, das wegen der miserablen Inhouse-Versorgung von O2 ohnehin kaum nutzbar ist.


    Bei den Minutenpaketen unterliegt O2 - wie in anderen Threads vorgerechnet - bei subventionierten Tarifen zumindest E-Plus und im unsubventionierten Bereich sogar den Angeboten der D-Netze.


    Schön zu sehen, wie sich dieser windige Anbieter langsam, aber sicher sein eigenes Grab schaufelt...

    Zitat

    Original geschrieben von s.win


    d1 taugt mir irgendwie nicht fragt mich nicht warum ich mag die telekom nicht.


    Ich respektiere natürlich Deine Meinung, aber vielleicht solltest Du einmal von diesem Vorurteil abrücken. Es gibt keinen anderen Mobilfunkanbieter in Deutschland, der auch nur annähernd ein Produkt auf dem Niveau von T-Mobile anbietet.
    Wenn Du wirklich Student bist, ist bei den Minutenpaketen der Preisunterschied zu E-Plus mit 0,50 bzw. 2,50 Euro nur minimal. Und da Du offensichtlich einen 10/10-Takt wünschst, kommt E-Plus wohl nicht mehr in Frage. Bei T-Mobile kriegst Du den für 3 Euro im Monat.
    Debitel wäre wegen des fehlenden Studentenrabattes auf jeden Fall teurer. Außerdem ist es immer noch ein Service-Provider, wenn auch vielleicht einer von den seriöseren (wobei in den letzten Monaten auch dort vieles daneben lief).


    Daß Deine Freunde alle bei O2 sind, ist auch insofern kein absolut schlagendes Argument, als daß sich dies schon sehr bald ändern wird. Kaum jemand hält es länger als 24 Monate bei denen aus.

    Zitat

    Original geschrieben von s.win


    ich überlege im moment eplus zu nehmen und zwar time and more student



    Das ist ja nicht die schlechteste Wahl. Z.B. 50 Minuten in alle Netze für 12 Euro, 100 Minuten für 20 Euro und dazu 150 SMS bei den Online-Verträgen. Da die Minuten in alle Netze gelten, ist es auch egal, daß Deine Freunde alle bei O2 sind.


    Wenn Du der Netzabdeckung von E-Plus nicht über den Weg traust: T-Mobile RelaxStudent bietet die 50 Minuten in alle Netze für 12,50 Euro, 100 Minuten für 22,50 Euro. Allerdings ohne Frei-SMS.


    Wenn Du so wenig telefonierst, daß sich selbst 50 Minuten nicht lohnen, oder generell keine Minutenpakete nutzen willst, nimm Simyo.


    Alles auf jeden Fall besser als der Sauhaufen O2 oder ein Service Provider.

    Zu den Formalitäten beim Kauf einer US-Prepaid noch eine Anmerkung:
    Die Sache mit der Adresse sollte eigentlich kein Problem sein, notfalls kann man hier einfach die Adresse seines Hotels o.ä. angeben, wichtige Korrespondenz gibt es bei Prepaid-Verträgen ohnehin nicht. Das läuft ja in vielen anderen Ländern ganz ähnlich.
    Schwieriger ist es mit der SSN. Eine solche als Ausländer zu erhalten, ohne eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis (die sogenannte "Green Card") zu besitzen, ist nahezu unmöglich. Man kann aber bei der US-Steuerbehörde eine sogenannte ITIN beantragen. Die sieht vom Format her genauso aus wie eine SSN und hat explizit den Zweck, Ausländern den Zugang zu diversen Finanzdienstleistungen und eben auch Dingen wie Mobilfunkverträgen zu ermöglichen, ohne aber eine Arbeitserlaubnis zu implizieren, was bei einer SSN der Fall wäre.
    [URL=http://www.irs.gov/businesses/small/international/article/0,,id=96690,00.html]Hier[/URL] gibt es nähere Informationen zu dem Thema. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, das ganze über die US-Botschaft in Berlin abzuwickeln, damit es schnell geht. Schickt man den Antrag und die Unterlagen direkt nach Amerika, dauert die Bearbeitung ca. einen Monat.

    Also ich muß leider sagen, daß das Argument mit der Netzabdeckung schon sehr berechtigt ist. Um den mutigen Vorstoß von Simyo zu unterstützen habe ich mir auch so eine Karte besorgt und mußte feststellen, daß sich in puncto Netz leider entgegen aller Aussagen, die man in diesem Forum finden kann, nicht viel gebessert hat. Zumindest im Raum München/Oberbayern ist die Qualität der Inhouse-Versorgung in der Stadt bzw. die Zahl der Funklöcher auf dem Land immer noch schlichtweg miserabel.


    Gut, ich bin halt verwöhnter T-Mobile-Kunde, aber daß E-Plus nach wie vor so schlimm ist, hätte ich echt nicht gedacht.

    Zitat

    Original geschrieben von booner
    Ich vermute eher, dass MC die Karte "verspätet" abschaltet, um bei (versehentlicher) Nutzung der Dienstleistung durch den Kunden nach dem Stichtag eine "Rücknahme" der Kündigung zu konstruieren.


    Eine interessante Theorie. Gerade bei solchen generell problematischen Service-Providern ist für den Kunden größte Vorsicht geboten. Rechtlich wäre das nämlich durchaus möglich.


    Es ist aber meines Wissens gängige Praxis, sogar bei seriösen Anbietern wie T-Mobile, das die SIM nach dem Vertragsende noch nicht sofort deaktiviert wird (wenn nicht ein Portierungsauftrag vorliegt).

    Zitat

    Original geschrieben von booner


    Als Rechtsbehelfe mit "gewährleistungsrechtlichem" Touch würde ich alleine noch den Nacherfüllungsanspruch an sich und das Gestaltungsrecht der Minderung bezeichnen.


    Gut vertretbar, aber ich habe mir irgendwie so angewöhnt, alle in § 437 genannten Rechte als "Gewährleistung" zu bezeichnen. Machen viele Praktiker so, auch wenn Du dogmatisch natürlich recht hast.
    Fakt bleibt aber, daß die direkte Anwendung des Leistungsstörungsrechtes bei Sachmängeln gesperrt ist. Hier muß immer über die Verweisungen des § 437 vorgegangen werden, wenn das auch im Ergebnis selten einen Unterschied macht.


    Hinsichtlich der ersten Aussage hast Du recht, daß bezüglich des Mobilfunkvertrages natürlich von Kündigung und nicht von Rücktritt zu sprechen ist, wenn der Vertrag in Vollzug gesetzt wurde. War von mir wirklich etwas unsauber formuliert.


    Ich denke, da das hier immer noch ein Mobilfunk-Forum ist, sollten wir diese spannende Debatte gegebenenfalls per PN fortsetzen.