ZitatOriginal geschrieben von Dennis2002
Hi,
könntest du mir bitte erklären, was UMTS TDD mit WLAN Hotspots zutun hat?
Ja.
UTRA-TDD ist vor allem für asymmetrische Anwendungen mit hohen Datenraten vorgesehen, insbesondere Internet-Zugang.
Hohe Datenraten funktionieren bei TDD nur bei niedrigen Bewegungs-Geschwindigkeiten (Doppler-Effekt?), mehr als 10 km/h sind bei maximaler Datenrate nicht drin. Handover spielen daher nicht so die grosse Rolle.
Die TDD-Zellen werden ausserdem ziemlich klein sein.
UTRA-TDD besitzt daher meiner Ansicht nach hinsichtlich des schnellen Internet-Zugangs kaum Vorteile gegenüber WLAN. WLAN ist dafür ausgereift und verfügbar. Darüber hinaus betreiben die Netzbetreiber bereits entsprechende Hotspots.
Zukünftige Smartphones (neuer Nokia-Communicator, P900-Nachfolger) werden mit WLAN ausgestattet sein und Voice-over-IP funktioniert bereits.
ZitatWarum bist du der Meinung, dass TDD nur als Picozelle funktioniert?
Okay, es funzt auch in Mikrozellen. Aber damit es Sinn macht (hohe Datenraten), müssen die Zellen doch auf jeden Fall sehr klein sein, oder?
ZitatWarum sollten drei Netzbetreiber auf die Nutzung ihrer TDD Frequenzen verzichten? Nur weil der vierte NB keine TDD Frequenz hat?
Weil Implementierung und Marketing von TDD Geld kosten und der Nutzen zweifelhaft ist (siehe oben).
Ich bin mir sicher, dass es Anwendungsfälle gibt, in denen TDD gegenüber FDD und WLAN deutliche Vorteile hat. Es fragt sich nur, ob diese so zahlreich sind, dass sich die Implementierung lohnt.
Kunden, die hohe Datenraten im Auto haben wollen nutzen FDD.
Kunden, die hohe Datenraten im Hotel/Bahnhof/Flughafen/Messe/Café haben wollen nutzen WLAN.
Kunden, die hohe Datenraten zuhause haben wollen nutzen ADSL/SDSL.
Möchte allerdings hinzufügen, dass ich die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen habe und nicht aus der Branche bin.
Freue mich daher über jeden Kommentar. ![]()
Ciao,
Antonov