Zitat
Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
Es liegt nicht an der "bösen" Industrie, oder den doofen Motorkonstrukteuren, dass die Autos heute zwischen 4 und 25 Liter auf 100km brauchen. Das liegt ausschliesslich an der Kundschaft, die es sich noch leisten kann, soviel Sprit zu bezahlen.
Ganz ehrlich, ich würde auch ein 3 Liter Auto fahren, wenn es denn eins gäbe, in das man auch etwas einpacken kann. Oder versuch mal ein Auto zu finden, in das eine fünfköpfige Familie, samt Urlaubsgepäck reinpasst, und das trotzdem nur 3 Liter oder weniger braucht. Natürlich gibt es die Autos mit dicken Reifen, Klimaanlage und allem denkbaren Spritfressenden Luxus. Aber manche Menschen sind eben auch auf ein größeres Fahrzeug angewiesen, nicht als Statussymbol, sondern weil das Leben sowas eben erfordert. Ein Auto hat nicht nur die Aufgabe einen einzelnen Menschen zur Arbeit uns zurück zu bringen, und ansonsten seine Männlichkeit zur Schau zu stellen, sondern manch einer braucht das Auto auch für andere Aufgaben.
Das Problem ist ein anderes. Die Autos dürfen nicht weiter mit Benzin oder Diesel fahren. Zumindest nicht mit Benzin und Diesel aus Mineralöl. Dahingehend muß die Entwicklung gehen. Dabei ist gar nicht das Problem, daß und das Erdöl ausgeht, sondern, daß die Luft knapp wird. CO2 lässt sich aus dem Autoabgas nicht rausfiltern, weil das Abgas nach dem Kat fast vollständig aus CO2 und Wasserdampf besteht. CO2 lässt sich auch mit Technologie nicht in unschädliche Substanzen umwandeln, weil dazu Energie zugeführt werden müsste, und zwar soviel wie bei der Verbrennung rausgekommen ist.
Die einzige Lösung kann also nur sein:
Hybridautos mit Dieselmotor, und Rußpartikelfilter. Der Filter muß so konstruiert sein, daß er auch mit Biodiesel betrieben werden kann, genau wie der gesamte Motor.
Und zusätzlich muß sogenannter BTL-Treibstoff (BTL = Biomass to Liquid, Treibstoff der aus Biomasse gewonnen wird) gefördert werden. Der ist zwar noch in Entwicklung, aber kann rein theoretisch in ein paar Jahren zur verfügung stehen. Die ersten Anlagen dafür sind im Bau.
Weiter müssen Gesetze dahingehend angepasst werden, daß weitere Möglichkeiten zur verfügung stehen. Hanfanbau ist derzeit immer noch illegal, selbst sorten die nicht für Drogenproduktion geeignet sind. Dabei könnte man mit Hanf pro Hektar Anbaufläche mehr als doppelt so viel Biodiesel produzieren, als mit Raps, dem derzeitigen Hauptrohstoff für Biodiesel.
Hier ist also die Politik, die Industie, die mineralölkonzerne und der Kunde gefragt.