Beiträge von Brainstorm

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    Original geschrieben von Siemensanier
    Brainstorm:
    Es wird übrigens schon offiziell von bahnsprechern gesagt, dass zukünftig bei ähnlichen Ereignissen Seitens der Bahn im Umgang mit den Fahrgestern besser agiert werden muß. Und da wurde auch über bessere Versorgung gesprochen. Eine Quelle hierfür gebe ich jetzt nicht an, da sich die Presse-Meldeungen auf der Bahn-website leider zu schnell ändern.


    Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, daß die komplette Stilllegung absolut perfekt abgelaufen ist, und es keinerlei Probleme in diesem Zusammenhang gegeben hat. Aber trotz der damit verbundenen Probleme war die komplette Stillegung des Bahnbetriebes die einzige wirklich sinnvolle Entscheidung.


    Was die Aussage angeht, daß bei der Bahn nur noch Entscheidungen zu mehr Wirtschaftlichkeit getroffen würden:
    Vor ein paar Jahren wurden alle Fahrzeuge auf ein neues INDUSI System umgerüstet, das zuverlässiger verhindern soll, daß Züge versehentlich an roten Signalen vorbeifahren. Das war bestimmt teuer, und das alte System weiterzubetreiben wäre sicher wirtschaftlicher gewesen. Also eine klare Entscheidung hin zu mehr sicherheit.
    Ich könnte noch mehr Beispiele aufzählen, will aber den Thread nicht sprengen. Aber es gab und gibt genug Entscheidungen, die nicht der Wirtschaftlichkeit, sondern der ehöhung der Sicherheit dienen. Nur lassen sich die eben in der Presse nicht so schön ausschlachten, um mal wieder auf die böse Bahn zu schimpfen, deswegen erfahrendie meißten davon nix. Das heißt aber nicht daß es solche Entscheidungen nicht gibt.

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    Original geschrieben von Siemensanier
    Nur schön, dass sich das Argument der Besorgnis um die Fahrgäste und die daraus resultierende Netzsperre halt öffentlich sehr wirksam einsetzen lässt. Hier wird auch verständlicherweise kein nachrichtliches Medium negativ drüber berichten. Der Grund dürfte ganz klar sein. Denn dann müßten Sie sich ja auch den Vorwurf gefallen lassen, Geld sei wichtige als Menschenleben.


    Egal wie oft Du das wiederholst, es stimmt nicht.
    Um bei einer Wetterlage wie in diesem Fall den Bahnbetrieb sicher zu gewährleisten, hätte man im Abstand von etwa 100 Metern Streckenposten mit Motorsägen "bewaffnet" an den Gleisen postieren müssen. Weil eben nur so sichergestellt ist, daß man einen umgefallenen Baum, oder ein anderes Hindeniß rechtzeitig endteckt. Da kannst Du sagen was Du willst, so viel Personal hat es bei der Bahn nie gegeben, und wird es auch nie geben. Wär aber eine schöne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, vorrausgesetzt, Du bist bereit für eine Fahrkarte von Bonn nach Köln 20 000 Euro zu bezahlen. Ich glaube langsam Du verwechselst realen Bahnbetrieb, mit einer überschaubaren Modelleisenbahn.


    Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, die Bahn ist nunmal ein Wirtschaftsunternehmen, und als solches zu wirtschaftlichem Handeln verdonnert. Wenn Du alles für Lau willst, musst Du Dich an die Wohlfahrt wenden.


    Übrigens wurden am Nürnberger Flughafen etwa 1000 hängeggebliebene Fluggäste vom Rotkreuz-Helfern mit Essen versorgt. Soviel zu Deinem Catering-Service der Fulggesellschaften. Mal ganz abgesehen davon, daß die sicher dort wo es sie gab, genug zu tun hatten, die Fluggäste auf den jeweiligen Flughäfen zu versorgen, und daher gar nicht in der Lage gewesen wären, das auch noch auf Bahnhöfen zu zelebrieren. Zusätzlich ist noch nicht gesagt, wie die Catering Services von den Flughäfen plötzlich zu den Bahnhöfen hätten kommen sollen. Ist ja nicht immer so, daß die direkt nebeneinander liegen. Der Flughafenservice ist eben für den Flughafen konzipiert, dort sind die Küchen, und Versorgungs-Entsorgungseinrichtungen. Das kann man nicht einfach mal so, durch die Gegend fahren.

    Daher spare ich mir inzwischen den Umweg über die Ebay eigene Problembehandlung. Nützt sowiso nix.
    Auch wenn ich sonst so ein verhalten nicht mag, gehe ich bei Problemen bei Käufen/Verkäufen über Ebay immer sofort zum Rechtsanwalt (vorrausgesetzt ich bin im Recht natürlich :) ). IMHO die einzige Möglichkeit, die Erfolg verspricht. Auch wenn es nervig ist.

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    Original geschrieben von leibi111
    BaWü hat also keine "Grenze" zu Österreich?


    Geographie 6. Setzen!


    Bayern reicht mit seiner Südgrenze bis zum Bodensee. Daraus folgt, daß BaWüe keine Grenze zu südlichen Nachbarländern östlich des Bodensees hat. Und westlich den Bodensees gibt es nur die Grenze zur Schweiz.


    Wenn Du noch eine Grenze zwischen BaWüe und Österreich findest, vergiß nicht die Karte zu posten. :)

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    Original geschrieben von Siemensanier
    Wäre die Entscheidung zur Einstellung des Bahnbetriebes bei der Verantwortlichen Stelle in Frankfurt gefallen, so wäre auch ICH damit vollkommen einverstanden gewesen. Meiner Information nach ist es aber in Berlin geschehen (Punkt). Und über deren Beleggründe lässt sich nunmal mehr als nur spekulieren.


    Du hast weder hier noch jetzt irgendwas darüber ausgesagt, woher Du diese Information hast. Weder in den Medien noch sonstwo wurde das gesagt.
    Deswegen denke ich, daß Du Dir das selbst zusammengereimt hast, weil das einfach besser in Deine Schublade von der bösen Bahn passt, als zuzugeben, daß hier wirklich mal Sicherheitsrelevante Punkte berücksichtigt wurden.


    Aber an Deinem letzten Posting sehe ich, daß Dir scheinbar langsam die Argumente ausgehen :)

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    Original geschrieben von nutella-mann
    Wer meint, dass dicke Audis, Benzen und BMWs nur spritfressende Verbrauchsschleudern sind und diese bestrafsteuert werden sollten, der halte bitte ein paar Haustiere, um Milch selber zu melken, um mit seinen Pferden die mit der Axt gefällten Bäume nach Haus zu schaffen, keine Ölheizung zu benutzen, der schicke seine Frau zu Fuß mit einem Jute Sack voller Wäsche zum nächsten Bach oder See, der kaufe bitte die Wurst beim Metzger in eigens gestricktem Wollsäckchen, der hole sein Brot beim Bäcker in diesem, damit ich demnächst noch ein Snickers auspacken darf und eine Wagner Pizza aus der Folie nehmen kann, um mir anschließend noch ein Cola aus der leichten Kunststoffflasche reinziehen zu können. Axo ja, hätt i fast noch vergessen, wenn's in den Stroh-Lehmhütten, in denen die wohnen, demnächst zu kalt wird, i weiß noch, wo es ein paar Tiere zu jagen gibt, getreu dem alten Indianer-Motto: kann man essen und kann man anziehen.


    Was ist denn das für ein Vergleich?
    Die von Dir vorgeschlagenen Alternativen zu Supermarktprodukten sind nicht nur unbrauchbar, sondern auch teilweise Illegal (Wilderei).
    Ein kleineres Spritsparendes Auto ist aber keinesfalls Unbrauchbar, und schon gar nicht Illegal.
    Und Sprit sparen, bedeutet ja nicht unbedingt die 100%ige vermeidung von Produkten die auf Erdölbasis hergestellt werden. Denn dann dürfte man überhaupt nicht mehr Auto fahren.
    Das bedeutet natürlich im Umkehrschluß, daß man im Supermarkt auch Produkte kauft, die weniger Verpackung haben, oder eine Verpackung aus Papier oder Recyclingfähigen Materialien oder Pfandverpackung (Echtes Mehrwegsystem, nicht das Pseudopfandsystem bei Dosen). Das geht nicht überall, aber doch öfter als man glaubt.
    Und genauso ist es beim Auto. Man kann nicht (zumindest nicht alle und immer) darauf verzichten, aber man kann versuchen das Auto möglichst wenig zu benutzen, oder ein Modell zu wählen, daß weniger verbraucht, und entsprechend angepasst fahren, und so Sprit sparen. Und wenn man mit einem Schaltgetriebe gut umgeht, kann man damit eben mehr Sparen, als mit einer Automatik.

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    Original geschrieben von Siemensanier
    Die Bahn hat den Betrieb eingestellt. Viele Gestrandete haben nun in eigener Verantwortung versucht Ihren Weg fortzusetzen. Dieses halt meistens durch die Verwendung von PKW`s . Lässt sich in dieser Kette wenn es zu einem Unglück gekommen wäre, jetzt der Punkt Medien durch den Punkt Bahn ersetzen?


    Und was hättest Du gesagt, wenn ein Zug mit einem Baum oder ähnlichem Kollidiert wäre? Oder ein Baum auf den Zug gefallen wäre? Das wäre natürlich auch unverantwortlich gewesen, den Zug unter diesen bedingungen fahren zu lassen. Also wie jetzt?

    Um das Problem nochmal anzusprechen, daß viele meinen, man hätte die Züge ja mit 30 40 oder 50 km/h fahren lassen können:
    Hätte man nicht! Der Grund ist ganz Einfach: Um 21.00 Uhr im Winter ist es Dunkel. Das gilt auch für Schienen. Die "Beleuchtung" an der Spitze von Zügen ist eine rine Positionsbeleuchtung, und hat nahezu keine Leuchtwirkung auf die Strecke. Der Lokführer sieht Nachts maximal 5 Meter weit. Und selbst bei 30 km/h reichen 5 Meter Wegstrecke nichtmal um mit der Hand den Bremsgriff zu erreichen. Ich weiß daß es einzelne Moderne Fahrzeuge mit Fernlicht gibt, aber die sind noch nicht weit genug verbreitet, um das als Option anzusehen, und Bäume haben nunmal nicht die Angewohnheit, durch übermäßige Beleuchtung auf sich aufmerksam zu machen. Selbst dann nicht wenn sie eine Gefahr für den Verkehr darstellen.
    Nun könnte man einwenden, daß bei 30 km/h das Risiko bei einem Unfall für die Fahrgäste nicht so groß ist. Möglich, aber was nützt das, wenn am nächsten Morgen der Bahnbetrieb eingestellt werden muß, weil sämtliche Züge verbeult in der Werkstatt stehen? Und das dauert dann nicht nur ein paar Stunden.
    Und warum man den Zug nicht die letzten 25 km bis zu Dir nach hause fahren lässt? Weißt Du wie weit 25km sind? Kannst Du garantieren daß da nix ist? Der nächste Baum kann 100 Meter weiter liegen.
    Und warum wurden die Wartenden in den Bahnhöfen von THW und Rotkreuz versorgt? Und nicht vom Bahnpersonal? Gibt es wirklich Personal für sowas? Gibt es in jedem Bahnhof eine unterirdische Kammer wo 200 Mitarbeiter Tag für Tag darauf warten, daß Deutschlandweit der Bahnbetrieb eingestellt werden kann, um dann die Wartenden mit Suppe zu versorgen? Also ehrlich: Wer von der Bahn hätte das übernehmen sollen? Und wenn Du sagst, daß man ja Leute für sowas einstellen könnte, dann viel Spaß bei den nächsten Preiserhöhungen. Ständig wird gerufen, daß die Preise zu hoch sind, und man wirtschaftlich werden sollte, aber für Fälle die in über 100 Jahren nur einmal eintreten, soll genug Personal da sein. :rolleyes:
    Womit wir bei der Wirtschaftlichkeit wären:
    Natürlich gibt es daß, daß Bahnstrecken von örtlichen THW oder Feuerwehrkräften von Bäumen befreit werden, wenn das nötig ist. Und natürlich wird das dann von der Bahn bezahlt. Aber daraus kann man nicht schlussfolgern, daß man denen einfach hätte sagen müssen, die sollen die Strecken freihalten, und schon wäre der Zugbetrieb weitergegangen. So läuft das nämlich nicht. Sondern die kommen nur dann, wenn schon ein Baum drinliegt, und der Zug davorsteht (oder sich drumrumgewickelt hat). Aber eben das sollte ja vermieden werden. Und das geht nur so. Und Du kannst Dir sicher sein, daß die Bahn, mit dieser Aktion einige Milliarden Euro verlohren hat. Von den Folgeschäden und Imageschäden ganz zu schweigen. Aber es ist schon richtig: Trotzdem war das billiger, als Milliarden zu investieren, um alle Züge zu reparieren, oder den kompletten Zugbestand auf einen Schlag neu zu kaufen (ein Zug kostet übrigens etwas mehr als ein Golf). Von den ganzen Geldern, die nötig wären um Hinterbliebene zu entschädigen will ich gar nicht reden.


    Manchmal ist es eben einfacher zu meckern, als sich über die Hintergründe zu informieren.

    Das Problem ist, daß die Medien die "Anti Bahn Meinung" schon soweit gepusht haben, daß an wirklich allem die Bahn schuld ist. Vermutlich hat die Bahn das Unwetter sogar verursacht.
    Wenn ein Flugzeug 2 Stunden Verspätung hat, weil ein Pilot eine Maus im Cockpit vermutet, und das als Sicherheitsgefärdend einstuft, dann sitzen alle gelassen im Warteraum, weil ja keiner die Sicherheit gefärden will.
    Wenn die Bahn 5 Minuten verspätung hat, weil aufgrund höherer gewalt Lebensgefahr für 200 Passagiere bestand, dann ist die Bahn ein unverantwortlicher Katastrophenhaufen.
    Wenn man also als Bahnvorstand entscheidet, daß sicherheitshalber langsamer oder gar nicht mehr defahren werdern darf, ist das ein Weltuntergang für alle Betroffenen, wenn weiter gefahren wird, und später reihenweise Züge mit umgestürtzten Bäumen kollidieren, und folglich mehrere hundert Menschen tot sind, ist das natürlich auch falsch.


    Also bitte, wie hätte man entscheiden sollen? Und denk dran: Ein zug fährt nicht nur 100 Meter aus dem Bahnhof raus, sondern 200 oder 500 km weit durch die Landschaft. Da kann keiner kalkulieren, wie die Strecke weiter draußen aussieht.
    Die Entscheidung war extrem, das geben ich zu. Mich hat es überrascht, als ich die Meldungen gelesen habe,und ich hab von anfang an damit gerechnet, daß da einige kommen werden, die ihren persöhnlichen Frust, da wieder loswerden müssen. Aber ich bin mir sicher, daß das die einzig richtige Entscheidung war. Auch wenn einige oder auch mehr Leute da jetzt unanehmlichkeiten deswegen haben.


    Und wenn Du antwortetst, denk dran nicht nur zu sagen, was falsch ist, sondern auch wie es richtig wäre. Denk weiter dran, daß es eine absolute Ausnahmesituation ist, die bisher so nie vorher eingetreten ist. Und wenn Du sagst, daß man trotzdem Züge fahren lassen soll, dann denk auch dran, die damit verbundenen Unfälle und Toten zu erklähren.