Ich müßte jetzt den Bericht raussuchen wo mal einiges drüber stand. Aber ich erzähle mal das was ich noch im Kopf habe.
1. Daß zu wenig Rettungsboote an Bord waren, kann man den kontrukteuren nicht vorwerfen. Nach damaligen Bauvorschriften für Schiffe waren nicht mehr vorgeschrieben.
2. Daß so wenige Leute gerettet wurden, liegt auch daran, daß die Boote nicht voll ausgenutzt wurden. Die Mannschaften hatten angst, daß die boote kentern könnten, wenn die mit der zulässigen Persohnenzahl besetzt werden. Dabie hielten die Boote sogar viel mehr aus, wie man an einigen völlig überladenen Booten erkennen konnte.
3. Die wenigsten Passagiere der unteren Klassen (3, 4, Klasse) konnten gerettet werden. Die Mannschaften hatten die Türen der unteren Klassen verschlossen, da sie auf den Gängen oben kein Gedränge wollten.
Aber auch andere Fehler führten zu der Katastrophe.
1. Der Stahl aus dem die Titanic gebaut wurde, enthielt zu viel Schwefel. Dadurch war dieser sehr spröde (besonders bei den tiefen Temeraturen in der Nacht). Daher platzte der Schiffsrumpf auf. Wäre die titanic aus modernem Schiffsstahl gebaut worden hätte sie wohl eine große Delle davongetragen, aber kein Leck.
2. Die Schotten im unteren Bereich hatten einen entscheidenden Konstruktionsfehler. Normalerweise dienen die zwischenwände mit Wasserdicht schließenden Türen dazu, das Wasser wenn es eingedrungen ist in einem teil einzuschließen, und so dem Schiff die Chance zu geben, über Wasser zu bleiben. Da die titanic über solche Wände verfügte galt sie als Unsinkbar. Aber die Wände waren zwar Dicht, aber oben offen. Dadurch konnte das Wasser nachdem es eingedrungen was, über die Wand überschwappen, und so das Schiff zum Sinken bringen. Wären die Schotten oben geschlossen gewesen, hötte die Titanic gerettet werden können.
3. Der Mann im Ausguck besaß kein Fernrohr. Ursprünglich war zwar eins vorgesehen, aber es wurde wiedr entfernt. Die Reederei hielt solche Kleinigkeiten wohl für überflüssig.
Aber immerhin sah der Mann im Ausguck den Eisberg, und meldete Ihn per Glocke und Sprechanlage an die Brücke.
Und auf der brücke passierten die weiteren Fehler!
1. Der Kapitän hatte trotz Einbergwarnung volle Kraft befohlen. Er wollte unbedingt die Atlaniküberquerung in kürzester Zeit schaffen um das "Blaue Band" daß bis heute für das Passagierschiff, daß die Atlantiküberquerung schneller schafft als alle anderen verliehen wird, haben.
2. Der Kapitän war mit einbruch der Nacht zu Bett genagen. Das Kommando hatte der 1. Offizier. Der Platz des Kapitäns wäre bei Eisbergwarnung auf der Brücke gewesen, damit sofort reagiert werden kann.
Der erste Offizier beging dann die nächsten Fehler:
1. Als die Meldung "Eisberg voraus" vom Ausguck kam, befahl er ein Ausweichmanöver und "volle Kraft zurück". Das war aber mit einem so großen Schiff nicht möglich. Er hääte nur Bremsen müssen, und frontal mit dem Bug auflaufen müssen. Der Bug ist stabiler als die Flanken, das hätte das Schiff aushalten können.
Oder altenativ die beiden Schrauben gegeneinander laufen lassen. Dann hätte sich die Titanic schneller gedreht. Ob das allerdings gereicht hätte, ist eher Spekulativ.
Als dann nach der kollision der Kapitän auf der Brücke war, befahl er "Schotten Dicht" und der 1.Offizier meinte, das hätte er schon befohlen.
Aber der Befehl war falsch. Aufgrund des oben erwähnten Konstruktionsfehlers wurde dadurch die titanic einseitig belastet, so daß der Bug zuerst sank. Hätte man die Schotten offen gelassen, wäre die Titanic gleichmäßig vollgelaufen, und dadurch gerade und langsamer gesunken. zu Retten war sich dadurch nicht, aber man hätte etwa 2 Stunden mehr Zeit gehabt.
Ein weiterer Fehler war der Befehl "halbe Kraft voraus". Durch die Vorwärtsbewegung wurde zusätzliches Wasser in die Titanic gedrückt, so daß der untergang beschleunigt wurde.
Nachdem der Kapitän und der Chafkonstrukteur den Schaden besichtigt hatten, wussten beide, daß die titanic nicht zu retten war. Dennoch unternahmen sie vorerst nichts. Ein sofortiges SOS, und eine Evakuierung hätte wesentlich mehr Menschen retten können.
Was allerdings zu dieser Zeit auf einem in der nähe fahrenden Schiff passierte, lässt den Kapitän der Titanic als entschlossenen und Tatkräftigen mann erscheinen.
Der Kapitän des anderen Schiffes war ebenfalls zu Bett genagen. Und auch der Funker deses Schiffes (der Name ist mir gerade entfallen) ist ins Bett gegangen. Dadurch konnte dort das SOS nicht empfangen werden.
Also die Titanic endlich Leuchtrakteten als Notsignale steigen lies, wurden diese zwar auf dem anderen Schiff gesehen, aber von der Brückenmannschaft fehleinterpretiert, so daß man nicht an eine Notsituation glaubte.
Ein Koch sah die Leuchtraketen auch, und erkannte sie auch als Notsignale, meldete sie aber nicht, weil das nicht seine Aufgabe war.
Ein weiterer Fehler geschah beim besetzen der Rettungboote. Die Mannschaft hatte die Männer auf der einen, und die Frauen und Kinder auf der anderen Seite aufstellen lassen.
Bei den Frauen und Kindern gab es kein Problem, aber die Männer wußten nicht was sie tun sollten, da sie ja nach dem Seerecht den Frauen und Kindern den Vortritt lassen sollen. Aber es waren ja keine da, die waren auf der anderen Seite.
Insgesamt also eine geradezu unglaubliche Verstrickung von Fehlern und Problemen.
Von den Storys wie der Verschwöhrung und dem angeblichen Austausch der Schiffe bzw der gewaltigen Diamantenmenge halte ich nichts. Das sind Storys die bei nahezu jedem größeren Unglücksfall auftauchen.