Ich war 89 bei der Grenzöffnung immerhin 16, und konnte das schon einigermaßen bewußt miterleben. Wenn auch aus dem Westen.
Ich war 87 mit meinem Onkel eine Woche in Berlin. Damals konnte ich noch die Mauer "Live" bewundern. Wenn mir damals einer erzählt hätte, daß es die in 2 Jahren nicht mehr gibt, ich hätte den für verrückt erklährt. Damals mußten wir noch nach berlin Fliegen, weil mein Onkel als Berufssoldat kein Transitvisum bekahm. Obwohl mich das mit 14 nicht wirklich gestöhrt hat, daß wir Fliegen "mußten" 
Ein Jahr später konnte ich mit der Klassenfahrt die grenzanlagen in der nähe von Hof bewundern.
Auch wenn ich 89 nicht persönlich anwesend war, allein die Fernsehbilder, führen zu einer art Tagelangem Rauschzustand. Man wußte uch im Westen zuerst nicht so richtig was man davon halten sollte.
Wenn ich mir vorstelle, daß das schon 15 Jahre her ist... Für mich ist das heute noch wie gestern, als ich zum ersten mal meinen Fuß auf Ostdeutschen Boden (ich hatte damals mit einem anderen Onkel) einen kurzausflug von hof nach Dresden gemacht. Einfach so. Ich war bei dem über das Wochenende zu Besuch, und wir haben das spontan beschlossen. Damals war die Grenze gerade so offen, aber es waren noch 2 Staaten. Irgendwie komisch. Noch ein paar Wochen davor hätte ich nicht daran gedacht, und jetzt stand ich mitten in Dresden.
1953 war ich natürlich nicht dabei, aber zumindest ein bischen kann ich nachvollziehen was die Menschen damals gefühlt und gedacht haben.