Zitat
Original geschrieben von kofferroland
... Sinngemäß - wenn das Handy 3 Masten empfangen kann, wird es genauer geortet. Es wird der Eindruck erweckt, als würden die Betreiber tatsächlich von jedem vom Handy empfangbaren Masten eine Ortung durchführen und die Messungen zusammenführen.
Das ist aber nicht der Fall - weil das viel zu aufwändig wäre. ...
Ermittlungsbehörden gegenüber wird aber suggeriert, dass es bei einer konkreten Ortung ohne vorhandenes GPS genau so funktioniert. Allerdings nur dann, wenn das Gerät ins Netz eingebucht ist.
Auch andere Quellen gehen von dem "Drei-Masten-System" aus. Betrachtet man die Genauigkeit mancher Ortung, kann es ohne GPS eigentlich nur so laufen .... :confused:
Edit:
Ich habe mir gerade mal Angebote zur Handyortung im Netz angesehen. Die Anbieter Handylocator und handy-ueberwachen und etliche weitere werben mit dem ausdrücklichen Merkmal einer recht genauen Dreieckspeilung. Allerdings muss das nicht unbedingt stimmen ... Werbung halt.
Ansonsten finde ich im Netz nur wenig konkretes zum Thema, welche Möglichkeiten in Bezug auf die Handyortung bestehen - etwa die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des umtriebigen Herrn Gysi und seiner Truppe.
Der Abschnitt
[Frage:]
16. Bis auf welchen Bereich ist eine Ortung im innerstädtischen Bereich sowie
im ländlichen Raum mittels von Bundesbehörden versandten „Stillen
SMS“ bzw. der darauf folgenden Funkzellenabfrage möglich (bitte mög-
lichst nachvollziehbare Entfernungen angeben)?
[Antwort:]
Die Größe von Funkzellen wird aufgrund verschiedener Parameter von den
Netzbetreibern bestimmt. Dazu zählen z. B. die genutzte Frequenz, geographi-
sche Gegebenheiten, Anzahl der potenziellen Nutzer in einem Gebiet. Zudem
kann die Größe einer Funkzelle im gewissen Umfang dynamisch angepasst wer-
den (z. B. bei unterschiedlich starker Nutzung). Die Größe der Funkzellen im
innerstädtischen Bereich ist naturgemäß wesentlich kleiner als im ländlichen
Raum. Sie kann in Abhängigkeit von der Art der Funkzelle einige Meter klein
sein, aber auch 10 km betragen.
könnte in der Tat dafür sprechen, dass lediglich der Bereich einer gesamten Funkzelle (zum Teil sehr ungenau) als Ortungsergebnis zur Verfügung steht. Wer die (aus meiner Sicht ausweichende) Antwort genau liest, erfährt aber nur die Größe einer Funkzelle ohne weitere Angaben dazu, inwieweit eine genauere Ortung möglich wäre.
Der (interessante) Rest: VS (Verschlusssache)
Es ist also durchaus möglich, dass noch andere Ortungsverfahren zur Verfügung stehen, die bei einem Handyfinder für Privatpersonen aber kaum Bedeutung haben dürften.