Die Kenntnisse und Handlungsweisen, über die "Profis" hier diskutieren, wird man bei jemandem, der "unbefangen" an eine solche Sache mit zwei SIM-Karten herangeht, in meinen Augen nicht voraussetzen dürfen.
Der Netzbetreiber hat meines Erachtens dafür Sorge zu tragen, dass derartige Fehler überhaupt gar nicht erst möglich sind, wenn der für für solche Vorkehrungen erforderliche Aufwand nicht unverhältnismäßig hoch ist. Und einen solch hohen Aufwand sehe ich nicht ... mit einfachsten Mitteln, die hier schon diskutiert wurden, könnte die Sache "idiotensicher" gestaltet werden.
Bei keinem anderen Produkt würden es die hier diskutierenden Profis hinnehmen, wenn ein simpler Bedienungsfehler zu einem Schaden von mehreren Tausend Euro führt. Warum dann hier? Wenn eine Kaffeemaschine in Abwesenheit des Wohnungsinhabers zu einem Wohnungsbrand führt, würde keiner der hiesigen Schlaumeier sagen: "Ganz klar ... ist selbstverständlich meine Schuld, weil ich den Netzstecker nicht bei jedem Verlassen der Wohnung ziehe (wie es in der Bedienungsanleitung steht)". Auf diese Idee käme hier niemand ... zunächst würde man es dem Hersteller der Kaffeemaschine vorwerfen, wenn er sein Produkt nicht ausreichend "sicher" konstruiert hätte und es dauernd zu Wohnungsbränden käme (die bei Entfernen des Netzsteckers aber alle hätten vermieden werden können).
Und zudem:
Der TE scheint ja kein Einzelfall zu sein ... E-Plus ist diese Fehlerquelle also durchaus bekannt. Und wer wer eine bekannte Fehlerquelle "ausnutzt", indem er nachdrücklich auf Begleichung der auf dieser Fehlerquelle beruhenden Rechnung besteht, obwohl er gegenüber seiner Kundschaft eigentlich das hat, was der Jurist "Garantenstellung" nennt ... für den kann schon ein reines Unterlassen strafrechtlich relevant sein.
An alle die, die E-Plus hier schon mit dem Staatsanwalt winken sehen:
"Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen!"
Gruß aus Wedau