Beiträge von frank_aus_wedau

    Wie schon weiter oben geschrieben wurde, gibt es keine Qualifikation für einen Politiker. Das Bundestagswahlrecht ist bewusst so gestaltet worden, damit eben jede(r) mitmachen kann. Ich finde daran auch überhaupt nichts schlimm oder verwerflich.

    Das mag richtig sein. Aber darum geht es überhaupt nicht.


    Daher schrieb ich bewusst "politisches Amt" und meinte das auch so. Das ist was ganz anderes als ein durch eine Wahl erlangtes Mandat in einer Volksvertretung. ;)


    Edit:

    Wie bereits geschrieben, war es bei Abfassung meines Beitrags schon spät. Korrekt müsste die Themenüberschrift lauten: "Welche Behauptung ist richtig?"

    1. Ein Medizinstudent, der sein Studium erfolglos abbricht, kann sich dennoch als Arzt niederlassen.


    2. Ein Student, der sein rechtswissenschaftliches Studium mangels kognitiver Kompetenz "versägt", darf als Rechtsanwalt auftreten.


    3. Ein Student, der sein Politikstudium erfolglos abbricht, kann im Anschluss ein politisches Amt bekleiden, das dem Rang eines Bundesministers enspricht.

    Dennoch können "wir" nichts dafür und der Bürger schon gar nicht.

    Das sehe ich anders.


    In einer parlamentarischen Demokratie müssen "wir" (also das deutsche Volk) all das verantworten, was die von uns demokratisch gewählten Volksvertreter (sei es nun die Regierung oder das Parlament) veranstalten.


    Eben aus demselben Grund lasse ich es nicht gelten, wenn politische US-amerikanische Blüten allein einem Despoten wie Donald Trump angelastet werden.


    Denn: Selbst ein Trump benötigt zum Amtserwerb (nahezu, abhängig vom lokalen Wahlsystem) die Mehrheit der Wahlberechtigten, um seinen Dünnschiss in internationale Politik umsetzen zu können.


    Hier sehe ich in Sachen "Seiteneinsteiger" im Fall der Ukraine einen absoluten Glücksgriff. Entgegen der verbreiteten Meldungen, Selenskyj sei "nur" ein Schauspieler, ist festzustellen, dass er ein rechtswissenschaftliches Studium erfolgreich abgeschlossen hat. "Künstlerische Naivität" wird man ihm definitiv nicht ankreiden können. Auch der Umstand, dass ein kubanischer Fidel Castro ein (sogar promovierter) Jurist war, kann daran nichts ändern. Selenskyj ist definitiv ein Ausnahmetalent!

    Aber bei all den ggf. sogar korrekten hier aufgelisteten Fakten, wer oder was um alles in der Welt gibt dem Putin das Recht, einfach ein Nachbarland zu überfallen, ...

    Dieses Recht hat natürlich niemand. Allerdings besteht eine latente Gefahr, dass Mitglieder einer Gemeinschaft, die sich ausgegrenzt oder übervorteilt fühlen (etwa in Bezug auf die Ost-Erweiterung der NATO) zu "Outlaws" werden.


    Und genau diesen Mechanismus sehe ich im aktuellen Konflikt. Ist jemand erst einmal richtig ausgegrenzt, wächst in ihm die Erkenntnis, nichts mehr zu verlieren zu haben. Und genau in dieser Position sehe ich Putin.


    Er hat also keinerlei Interesse mehr daran, auf irgendwen Rücksicht zu nehmen. Folglich geht es jetzt erst richtig los.


    Und nein, ich beschreibe hier nicht eigene Wunschvorstellungen, sondern Zusammenhänge, die sich oftmals verwirklichen.

    Erinnert mich irgendwie an meine Vergangenheit. Hatte über viele Jahre täglich Loveradio/UA zu laufen. Irgendwann war es dann aus dem Angebot des Internetradio-Anbieters verschwunden.


    Seitdem bin ich wieder auf UKW/DE. Das läuft auch ohne Internet-Anbindung und ist einfach nur bequem - allerdings lässt das Angebot des WDR m.E. stark zu wünschen übrig. Aber es läuft... und läuft...