Unter Berufung auf den Thread-Titel möchte ich abseits des Ukraine-Kriegs neue Meldungen betreffend außereuropäsche Entwicklungen thematisieren, die Gegenstand der heutigen Nachrichten waren.
1. Bundesaußenminister Habeck berichtet von entscheidenden Verbesserungen der Menschenrechtslage in Katar. Zwar sei der deutsche Standard nicht erreicht, Vorbehalte aus der Vergangenheit seien in nennenswerten Teilen aber ausgeräumt.
Wer sich an die bis vor wenigen Wochen gebetsmühlenartig wiederholten Vorwürfe von politischer Seite gegen die Fifa erinnert, die auf dem Vorwurf beruhten, eine demokratisch und rechtsstaatlich geprägte Gesellschaft dürfe auf gar keinen Fall Geschäftsverbindungen zu einem Regime unterhalten, welches Fremdarbeiter bei geringsten Löhnen menschenunwürdig behandelt, reibt sich vor diesem Hintergrund die Augen.
Wie rechtfertigt die Bundesregierung ihre (im Ergebnis) wohl haltlosen Vorwürfe? Die Fifa hatte doch stets darauf hingewiesen, dass Sport verbindet und die Gemeinschaft fördert. Diese nunmehr unstreitige Weitsicht eines internationalen Sportverbands wurde regelrecht mit Füßen getreten.
2. Venezuela hat seit heute endlich wieder eine rechtmäßige Regierung!
Seit der bisher als rechtmäßig angesehene Präsident Juan Guaidó von einer Junta um Nicolas Maduro gewaltsam entmachtet wurde, war das Land bis gestern ohne handlungsfähige Regierung und zudem mit Sanktionen belegt.
Umso erfreulicher war die Meldung, dass das Land dank einer international anerkannten Regierung seit heute wieder handlungsfähig ist und nach Aufhebung von Sanktionen hoffentlich bald wieder am Weltmarkt teilnehmen kann. US-Präsident Joe Biden hat als Starthilfe umgehend die Abnahme größerer Mengen Rohöl zugesagt.
3. Nachdem sich das Mullah-Regime des Iran nach Aufkündigung des Atomabkommens wider Erwarten als zuverlässiger Partner erwiesen hat, schwinden Vorbehalte. Die Befürchtung der USA, das Regime könnte trotz eines Abkommens an der Entwicklung von Atomwaffen festhalten, ist ausgeräumt.
Einem neuen Abkommen und anschließender Aufhebung von Sanktionen (etwa des Embargos auf Öl-Exporte) stünde damit nichts mehr im Wege.
Ist es nicht wenigstens ein kleiner Lichtblick, wenn es abseits vom menschenverachtenden Umgang mit Europäern auch Positives zu berichten gibt?