Beiträge von frank_aus_wedau

    Momentan wird von den Öffentlich-rechtlichen wieder verkündet, Russland stehe unmittelbar vorm Staatsbankrott. Ich würde es nur zu gern glauben - hätten die westlichen Sanktionen dann zum Erfolg geführt. Etwas, das ich bisher nicht für möglich gehalten hatte.


    Rein logisch kann ich diese Erfolgsmeldung immer noch nicht nachvollziehen. Die berichtenden Rundfunkanstalten vermelden außer ihrer forsch vorgetragenen Behauptung leider nicht einmal den Hauch einer Begründung, warum das so sein soll. Kennt hier jemand eine Quelle? Ich denke etwa an Berichte, dass in Russland Gehälter staatlich Bediensteter nicht mehr gezahlt werden oder eine andere konkrete Tatsache, die auf einen Staatsbankrott hindeutet.

    Bereits weiter oben hatte ich angedeutet, dass die BRICS-Staaten ein zu SWIFT parallel laufendes internationales Zahlungssystem unterhalten. Schließt man nun ein Land des BRICS-Bündnisses weitestgehend aus SWIFT aus, wird es sich halt des alternativen Zahlungssystems bedienen. Leitwährung ist dort (noch) der russische Rubel, der irgendwann durch die chinesische Währung abgelöst werden könnte. Da m.W. weder die USA noch Staaten der EU dort Mitglied sind, denke ich, dass Zahlungen in EUR oder USD vielleicht schon technisch nicht möglich sind.


    China als führende Kraft dahinter freut sich wahrscheinlich darüber kaputt - hegt man doch schon seit geraumer Zeit insgeheim den Gedanken, die Leitwährung USD langfristig durch die chinesische Währung abzulösen. Allein die geringe Wirtschaftskraft dieses Systems war bisher eines der größten Hindernisse. Nutzt Russland nun nur noch ausschließlich dieses System (sicher zur Freude Chinas), bedeutet das schon einen Schritt nach vorn.


    Die Wirkung des Ausschlusses Russlands aus SWIFT wird aus meiner Sicht ohnehin überbewertet. Existiert eine solvente Schnittstelle (wie etwa China, das beide Systeme nutzt) dürfte ein Transfer vom einen in das andere System bereits kurz- bis mittelfristig zum Tagesgeschäft gehören. Wer Russland wirklich großen Schaden zufügen wollte, müsste m.E. China in die Sanktionen einbeziehen. Ansonsten profitiert Russland ob der steigenden Preise seiner Exportgüter vielleicht noch durch sie. Apple und Co lassen sich leicht über China beziehen, wenn (nur) Russland nicht mehr beliefert wird.


    Wir müssen wirklich wachsam und vorausschauend sein. Verlöre der USD (vielleicht erst in einigen Jahrzehnten) seinen Charakter als alleinige Weltwährung, würde das für unseren westlichen Wirtschaftraum erhebliche Folgen nach sich ziehen. Das kann in unserer westlichen Hemisphäre wirlich niemand ernsthaft wollen - unabhängig davon, wie er zu den USA oder Russland steht.


    Edit

    Hier beispielhaft ein Link: https://www.btc-echo.de/news/b…ene-kryptowaehrung-80628/


    Wenn ich recht informiert bin läuft der gewöhnliche Zahlungsverkehr zwischenzeitlich problems. Allein von der im Link angesprochenen Krytowährung habe ich noch nie was gehört.


    Noch'n Gedicht: https://www.manager-magazin.de…80-486c-95b1-8805cec6ccc8


    Zwischen China und Russland läuft der Kaptalfluss durch Zusammenschluss beider nationaler Zahlungssysteme wohl vollkommen reibungslos.

    Ach Leute... mein Posting bezog sich auf den Beitrag davor, also auf die Vorgänge im Jahr 2014 vor Kriegsausbruch.


    Zudem:

    Ziehe ich eine logische Schlussfolgerung im Sinne von "aus A folgt B" rechtfertige ich damit weder A noch B. Ich sage nur, dass als Folge der Vorgänge auf dem Maidan und der sich anschließenden Diskussion um den NATO-Beitritt der UA (unter Berücksichtigung der Persönlichkeit Putins) zu erwarten war, dass er eine Lage heraufbeschwören wird, die diesen Beitritt verhindern wird. Und nein, ich billige dieses Vorgehen keineswegs. Ebenso wenig, wie die nachfolgenden Vorgänge und den sich daran anschließenden Angriffskrieg.


    Und mehr werde ich dazu nicht schreiben. Insbesondere werde ich nicht auf Provokationen von Mitgliedern eingehen, die "auf doof machen". Und wer es bis hierhin nicht verstanden hat, dem könnte ich mit weiteren Erklärungen ohnehin nicht mehr helfen.

    Na ja... als ewiger Kunde der Eisenbahn Spar- und Darlehenskasse im Bezirk der Bundesbahbdirektion Essen fühle ich mich dieser Bank schon irgendwie verbunden. Als Kind (als es noch keine Bank gab) konnte/musste ich Ein- und Auszahlungen auf meinem Sparbuch entweder am Fahrkartenschalter oder in der Zahlstelle einer hiesigen Bahnbehörde vornehmen.


    Von daher wäre es schon die Sparda-West, bei der ich aus alter Verbundenheit Genossenschaftsanteile zeichnen würde - ohne allerdings ein Hasardeur zu sein. ;)

    Einen Krieg rechtfertigen und Pazifist sein wollen passt nicht zusammen.

    Stimmt! :thumbup:


    Darum fiele es mir im Traum nicht ein, einen Krieg zu rechtfertigen. Das überlasse ich anderen.



    Es gibt sowohl von russischer Seite, als auch von ukrainischer Seite die Bestätigung, dass von dort Raketen abgeschossen wurden, und dass dort Militärtechnik und Munition gelagert wurde.


    Kann man in Kriegszeiten machen. Man zieht dann aber auch das Feuer des Gegners dort hin.

    Kann man... dürfen darf man das aber nicht!

    In manchen Satzungen gab es noch die Nachschusspflicht, d.h. Mitglieder hätten im Falle einer Insolvenz anteilig noch notwendiges Geld nachlegen müssen. Bei meiner Bank ist dieser Passus schon länger ausgesetzt, wie es bei deiner aussieht solltest du mal in der Satzung nachlesen.

    Die Nachschusspflicht existiert m.W. aktuell schon von Rechts wegen nicht mehr - unabhängig davon, was in der Satzung steht.


    Das gilt aber nur für Einlagen - nicht für die Geschäftsanteile. Die werden nur dann nicht wertlos, wenn die Genossenschaft als solche "weiterlebt". Wird die Bank abwickelt, ist die Kohle futsch.


    Die Geschäftsberichte würde ich aber bei jeder Genossenschaft zumindest mal überfliegen und mit den Vorjahren vergleichen.

    Die Sparda-West ist so was von Pleite - über etliche Jahre hinweg werden noch zweistellige Millionenverluste p.a. erwartet. Eine Quelle hatte ich meiner Erinnerung nach weiter oben verlinkt.


    Und vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Verband eine Bank auch dann rettet, wenn

    - sie zu den größeren zählt und

    - die finanzielle Schieflage durch "Zockerei" des Vorstands verursacht wurde. Etwas, dass laut Aussagen der Vergangenheit angeblich gar nicht passieren kann.


    Ich glaube, ich lasse es auch weiterhin...

    Ein Telefongespräch mit der Staatsanwältin hat ergeben, das eine Notwehr auch seine Grenzen hat und ein überzogenes Handeln nicht von der Notwehr gedeckt ist.

    In der Tat. Eine Überschreitung der Notwehr (Notwehrexzess) ist tatsächlich nicht vom Notwehrrecht (§32 StGB) gedeckt. Dazu braucht es keine Waffe.


    Lediglich in den Grenzen des §33 StGB kann eine Überschreitung der Notwehr straffrei bleiben. Die werden von Gerichten allerdings ziemlich eng ausgelegt. Insbesondere Tathandlungen zeitlich über die Gefahrenlage hinaus (vom Täter geht keine Gefahr mehr aus) werden in aller Regel nicht anerkannt.

    Wenn es denn ein Kriegsverbrechen (der Ukrainer) wäre. Das sehe ich in diesem Fall aber nicht. (Man korrigiere mich bitte, falls ich mich da irren sollte.)

    Kampfhandlungen von einem Ort aus, an dem sich erwartungsgemäß viele Zivilisten befinden (Einkaufszentrum) oder an einem solchen Ort Kampfmittel zu lagern, dürfte nach humanitärem Völkerrecht durchaus als Kriegsverbrechen gelten.


    Wie sicher ist die Info über das Vorgehen der ukrainischen Armee?