Beiträge von frank_aus_wedau

    Mich freut es meiner Tochter zu sagen:

    ...

    Und wenn sie sogar auf ihr Taschengeld verzichtet und ich es spenden soll - dann freue ich mich über ihre Solidarität.

    Solche Solidarität halte ich für lobenswert und auch angebracht. Für mich persönlich ist sie sogar selbstverständlich.


    Das Drehen an einer "Eskalationsspirale", deren zerstörerische Folgen insbesondere im Verhältnis der widerstreitenden Parteien kaum mehr rückgängig zu machen sind, halte ich dagegen für eine ganz andere Baustelle und zudem für brandgefährlich.


    Beispiel:

    Früher stellte man Despoten, die sich offensichtlich verrannt hatten, eine Villa an der Cote d'Azur im Gegenzug dafür, dass sie freiwillig abdankten und den Weg für eine friedliche Einigung bereiteten.


    Ein Bruch zeichnete sich in der Causa Gaddafi ab. Anstatt eine friedliche Übergabe vorzubereiten, wurde Gaddafi mit jeglichen Konsequenzen gedroht, die sein Weiterleben zur Hölle gemacht hätten.


    Logische Folge:

    Gaddafi dankt nicht ab und kämpft weiter, bis selbst der letzte gemeuchelt ist (einschließlich ihm selbst). Des "Prinzips wegen" wird der Tod zehn- oder gar hunderttausender Unbeteiligter in Kauf genommen.


    Das kann man gerecht finden, man muss es aber nicht. Zehntausende zu töten, um einer gesuchten Person habhaft zu werden, entspricht halt nicht meinem Weltbild.


    Auch in Sachen Putin droht ein solches Szenario. Ihm wird jede Chance genommen, gesichtswahrend aus der Angelegenheit herauszukommen. Dann gibt es halt wieder Tote... und Tote... und Tote. Aber wir sind ja so was von im Recht!


    Nützt den Toten und ihren Angehörigen aber leider rein gar nichts... wenn wir auf "unser Recht" bestehen. Sind zwar unsere Opfer... das was Recht ist, muss halt Recht bleiben... :/

    Ach Meier, du sprichst bestimmt „von dem der nie die Ukraine“ überfällt.

    "Irren ist männlich"... und ich gestehe unumwunden zu, dass ich mich in diesem Punkt geirrt habe, wie ich es zuvor nie für möglich gehalten hatte. :(


    Und dennoch lege ich weiterhin Wert darauf, die Beweggründe sämtlicher an einem Konflikt beteiligter Parteien zu kennen. Und das wird eben erschwert, wenn RT und andere Sender einfach aus dem Angebot des Mainstream-Sendebetriebs (terrestrisch/Kabel) verbannt werden.


    Mozart40:

    Obwohl ich längere Zeit Einzelunterricht in Russisch genießen durfte, bin ich definitiv nicht in der Lage, russisch in einem diesem Zusammenhang gerecht werdenden Umfang zu verstehen.


    Daher konsumiere ich RussiaToday, Al Jazeera u.a. in ihren englischen Ausgaben, die erforderlichenfalls Simultan-Dolmetscher einsetzen. Und nein, ich stimme den dort verbreiteten Aussagen keineswegs unkritisch zu. Ich lege aber Wert darauf, die Beweggründe zu kennen, die Grundlage manch despotischem Handelns sind - auch im Hinblick auf die Erkenntnis, dieses mit ein wenig gutem Willen zu verhindern zu können. Ein daraus resultierendes Ergebnis: "Betonköpfe" existieren nicht nur im Osten.

    Darum ging es nicht.

    Die aktuelle Situation führt wirklich dazu, sich seinerzeit von John Lennon vertretener Werte zu erinnern. Ich verstehe allerdings, dass der jüngeren Generation dieses "Lebensgefühl" nicht zugänglich ist. Allerdings dürfen wir älteren durchaus in Erinnerungen schwelgen, die durch derartige Mucke ausgelöst werden.


    Der Tipp eines "Greises" im Kreis der TT-Mitglieder: ^^

    Das Musical "Hair", welches seinerzeit in vorzüglicher Weise verfilmt wurde.


    Mit der Folge, dass ich mir sofort folgendes ansehen/anhören muss:


    Das ist ja das Erfreuliche, wenn ich möchte kann ich mir auch die kompletten Reden von Lawrow, Putin etc anschauen (BBC und/oder Al Jazeera liefern eigentlich zuverlässig, ggf. nimmt man rt via Internet)

    Ich finde die Darstellung des Konflikts in unseren westlichen Medien entsetzlich. Sachverhalte werden durch Weglassen von Details und ganz bewusst gewählte polarisierende Wortwahl so dargestellt, dass ich sogar den Begriff "Propaganda" für angemessen halte. Insbesondere die Aussagen von Lawrow werden in einer Weise beschnitten, die schon fast sinnentstellend ist.


    Das Schlimmste:

    Um zu verhindern, dass interessierte Bürger auch die Beweggründe der Gegenseite überhaupt nur wahrnehmen können, wird das Portefeuille des Sendebetriebs im Rundfunk gleichgeschaltet, indem Medien der Gegenseite aus dem Angebot herausgenommen werden.


    So langsam zweifele ich an unserer demokratischen Rechtsstaatlichkeit. Die aktuell sogar in einem Akt vorauseilenden Gehorsams vorgenommene Zensur auswärtiger Medien lässt aus meiner Sicht schlimmes befürchten. Die deutsche Gesellschaft scheint in altbewährte Verhaltensmuster zurückzufallen, die angeblich längst nicht mehr existieren.

    Damit beauftragt man einen qualifizierten Fachmann, der das dann zum Laufen bringt. Mit dem Einkauf der Hardware ist es eben nicht getan.

    Wurde nicht aus diesem Grund seinerzeit der Telefontreff gegründet? Als eine Selbsthilfeinstitution von Mitgliedern, die solche Hilfestellung untereinander leisten?


    Edit:

    Zum Problem an sich spare ich mir hier Ausführungen. Es existieren wahrlich genügend Threads, die dieses Thema duchkauen.


    Und nein, T.38 muss nicht auf der gesamten Strecke verfügbar sein. Es reicht vollkommen aus, wenn dieses Protokoll bis zum eigenen Anbieter unterstützt wird, wenn der (soweit erforderlich) die Umsetzung auf T.30 übernimmt und die Daten nicht nur blind durchreicht.


    Solche Anbieter sind deutlich in der Unterzahl - und dürften es wohl auch bleiben.

    Es ist erst mal alles erlaubt was nicht explizit verboten ist. Wo es keinen Vertrag gibt, gibt es auch keinen Bruch.

    Oh doch... und zwar ein Bruch von Vertrauen, das auf diplomatischer Ebene von existenzieller Bedeutung ist.


    Der Westen traut Russland nicht mehr und umgekehrt. Schlechtere Voraussetzungen für eine Wiederherstellung des Weltfriedens kann es nicht geben. Durch die Osterweiterung der NATO hat der Westen das Vertrauen Russlands verspielt, Russland durch die gegenwärtige Aktion das des Westens.

    Schöner Beitrag! :thumbup:


    Bargeld halte ich persönlich allerdings nicht für ganz so obsolet. Ich besitze keine Kreditkarte (mehr). Meine letzte (VISA-Affinity-Credit-Card eines größeren Sportverbands) wanderte von einem Betreiber zum anderen und wurde von der ING schon vor Jahren endgültig beerdigt. Mangels (jedenfalls damals) Bedarfs habe ich sie bis heute nicht ersetzt.


    Und tatsächlich, zumindest meine gerade hier liegende Girocard trägt (wieder) das Maestro zeichen. Hatte ich bisher gar nicht bemerkt und war davon ausgegangen, dass Maestro insgesamt durch V-Pay o.ä. abgelöst wurde.


    Mir persönlich würde eine Bank-Card, die Bargeldabhebungen in einem der größeren Verbünde an vielen Automaten und kleinere Einkäufe (im Notfall) kostenfrei ermöglicht, ausreichen. Aber das ist eben nicht mr zeitgemäß.


    Ergänzung:

    Daneben habe nur eine einzige Zahlungsmöglichkeit im Internet: PayPal mit Lastschrifteinzug. Damit geht über mehr als ein Jahrzehnt eigentlich alles, was ich banötige.

    Ich denke, es wäre klug, wenn sich Europa (wieder) einem führenden US-amerikanischen Zahlungssystem (Maestro? - das funktionierte für Giro-Karten vorzüglich) anschließen würde. Schwierigkeiten hatte ich (wenn auch in eher seltenen Fällen) erst nach Umstellung auf das seinerzeitige V-Pay-System. Steht man wenn auch nur im Einzelfall plötzlich "nackt inne Erbsen", ist das so was von peinlich...


    Mein persönliches Fazit:

    Ein im westlichen Bereich marktführendes System

    - funktioniert einfach (auch im Ausland) und

    - ist aus meiner Sicht potenter aufgestellt gegen ein aufstrebendes chinesisches System, das sich für die Zukunft sicher nicht auf die BRICS-Staaten beschränken wird.


    Oder sehe ich das falsch?