Natürlich, aber dasselbe Recht gönnst Du den Bewohnern der Krim oder im Donbass nicht?
Genau das findet doch gerade statt!
Die Bürger dieser Regionen möchten mehrheitlich zu Russland gehören - Putin ist damit wohl ein wahrer Gönner!
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Natürlich, aber dasselbe Recht gönnst Du den Bewohnern der Krim oder im Donbass nicht?
Genau das findet doch gerade statt!
Die Bürger dieser Regionen möchten mehrheitlich zu Russland gehören - Putin ist damit wohl ein wahrer Gönner!
Ich zähle mich auch nicht zum "deutschen Volk", obwohl ich die deutsche Staatsbürgerschaft habe. Ich bin ich. Mein Nachbar ist mein Nachbar. Mein Freund mein Freund. Mein Feind ist mein Feind. Das "Volk" ist mir egal.
De nada. Persönlich komme ich damit klar, "Urdeutscher" zu sein, dessen Vorfahren ihre Abstammung bis ins 18. Jahrhundert (1753) lückenlos nachweisen konnten, um ihre Berufswahl umzusetzen.
Zudem bin ich weder Russe, noch kenne ich einen und bin sicherlich kein ausgewiesener "Russlandversteher". Allerdings bin ich in der Lage, mich in die Situation anderer Menschen hineinzuversetzen. Und genau das vermisse ich auf Seiten derer, die das Karussell gegenseitiger Provokationen immer weiter beschleunigen. Und das auf BEIDEN Seiten.
Ihr "BRD-Faschisten" vielleicht.
Das "Wir" weise ich schärfstens zurück!
Ich weiß nicht... das deutsche Volk (also wir) scheint sich immer noch indoktrinieren zu lassen wie in der Vergangenheit (auch schon VOR oft beschworener "Machtergreifung"). "Obrigkeitshörigkeit" wird in Deutschland wohl immer noch mit der Muttermilch verabreicht. Das ist wohl kaum rauszukriegen...
Edit: Falscher Kontext.
Danke für den Link, diese Aussage von Genscher kannte ich so nicht. Leider ist nicht erkennbar, wann er diese Aussage getroffen hat. Es klingt für mich nach vor der Wiedervereinigung und vor dem 2plus4-Vertrag. Es kann ja durchaus sein, das in späteren Verhandlungen das anders besprochen wurde. Aber entweder ist ein Land Teil der NATO oder eben nicht.
So ist es. Nach intensiven Verhandlungen wurde im Hinblick auf den Beitritt zur Bundesrepublik für das ehemalige Staatsgebiet der DDR ein Ausnahme vereinbart verbunden mit der Bekräftigung der Zusage, dass es eine weitere Osterweiterung nicht geben wird.
Was hat die Zusage, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, mit dem Bestand der UdSSR zu tun? Zudem war Russland wesentlichster Teil dieses Staatengebildes.
Niemand käme auf die Idee, einem US-Bundesstaat Rechte vorzuenthalten, die man der US-Regierung gegenüber zugesichert hat.
Ergänzung:
Selbst absurdeste Aussagen werden dem dummen Volk gegenüber als Fakten verkauft. Wer Russland Propaganda und "Gehirnwäsche" unterstellt, sollte aus seinem Glashaus heraus nicht mit Steinen werfen.
In der Tat habe wurden mir schon als Schüler (seinerzeit nur drohende) Gefahren der Demokratie als Mehrheitssystem vermittelt. Damals kaum vorstellbar, hat sich das Argument, es gebe im Volk mehr dumme als schlaue, zwischenzeitlich als schlagkräftig erwiesen.
Von daher kann man jammern wie mies die NATO in der Vergangenheit Russland behandelt hat, aktuell geht die Aggression aber ganz klar von Russland aus.
Stimmt! Habe ich nie bestritten.
Allerdings war diese Aggression bestellt wie eine Pizza vom Lieferdienst. Und auch die kommt in der Regel an...
Eine Aggression, die widerrechtlich, aus Sicht Russlands faktisch aber existenziell ist. Das muss jedem klar gewesen sein, der die Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands in Erwägung zieht.
Frage:
Warum dürfen wir (hier im Westen) einen Überfall Russlands befürchten (das im Übrigen seit Jahrhunderten keinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg iniitiiert hat), während wir den Russen die Angst vor einem Angriff von Staaten, von den völkerrechtswidrige Übergriffe regelmäßig ausgehen, absprechen?
Zudem:
Angst ist subjektiv. Solcher Angst mit Drohungen seitens der Angstgegner entgegentreten zu wollen, halte ich für einen Irrsinn. Warum nimmt man diese Ängste nicht ernst und versucht, sie auf diplomatischem Wege auszuräumen?
Jedes unabhängige, souveräne Land hat das Recht der NATO beizutreten, ...
Dem ist nicht so. Ein Recht besteht lediglich datauf, einen Aufnahmeantrag zu stellen. Ein Anrecht auf die Mitgliedschaft selbst besteht dagegen nicht.
Ich verbleibe dabei:
Russland wird um JEDEN Preis verhindern, dass die UA in die NATO aufgenommen wird. Das halte ich für ein Faktum, das nicht zu verhindern sein wird. Auch wenn das Vorgehen Russlands völkerrechtswidrig sein mag; international ist es im Kreis der Großmächte üblich, das Völkerrecht zu missachten. Paradebeispiel sind die USA, die das Völkerrecht als obsolet behandeln - jedenfalls solange, wie es in ihrem Sinne ist.
Aber abgesehen von rechtlichen Erwägungen:
Keine noch so schwere Sanktion wird Russland davon abhalten, seine Sicherheitsinteressen zu ignorieren. Angst ist halt subjektiv. Und genau so, wie der Westen einen Angriffskrieg Russlands befürchtet, existiert diese Angst (nur mit umgekehrten Vorzeichen) auf Seiten Russlands.
So nebenbei:
Ich bewundere die Reaktion des ukrainischen Präsidenten. Er scheint einer der Wenigen zu sein, der die zugrundeliegende Problematik erkannt hat. Er rät dazu, besonnen zu bleiben.
Ich hoffe nur, dass er sich nicht unseren "Scharfmachern" beugen wird, von deren finanziellen Zuwendungen er abhängig ist. In der Tat muss die Ukaine noch mittelfristig finanziell unterstützt werden, um die dortige demokratische Bewegung zu unterstützen. Einer Annäherung der UA an den Westen (etwa einem Assotiatonabkommen mit der EU) tritt Putin ausdrücklich nicht entgegen.
Noch mal ein Blick in die Vergangenheit:
Vor dem Beitritt der neuen Bundesländern zur BRD (fälschlicherweise oft "Wiedervereinigung" genannt) war u.a. Österreich neutraler Puffer und NICHT Mitglied der NATO. Niemand hatte seinerzeit die Befürchtung, Österreich könne deshalb Ziel eines Angriffskriegs werden.
Ergänzung:
Ich wundere mich über die Realitätsverweigerung, die westliche Regierungen an den Tag legen. Zumindest Joe Biden dürfte (altersbedingt) den Streit um die NATO-Osterweiterung miterlebt haben. Zumindest er dürfte als "bösgläubig" einzustufen sein.
Russland wird eine Ausdehnung der NATO um JEDEN Preis verhindern. Jeglicher Versuch der Erweiterung kann nur zum Scheitern verurteilt sein und stellt aus meiner Sicht eine vollkommen überflüssige Provokation dar.
Eine weitere Eskalation schadet einfach nur allen. Selbst den USA. So ist etwa die Flugzeugindustrie handlungsunfähig ohne Lieferung von Werkstoffen aus Russland (wie Titan).
IM ERGEBNIS wird kein Weg daran vorbeiführen, die Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands zu unterlassen. Das von Westen initiierte "loose-loose"-Zsenario halte ich für so nützlich wie einen Kropf.
Wie hätte denn das funktionieren sollen? Klingt für mich nur wie eine (nachträgliche) Rechtfertigung für das heutige Tun.
Hier möchte ich einfach nur einige Umstände der Vergangenheit einflechten, die ich (als nicht aktiv Beteiligter) seinerzeit einfach nur wahrgenommen habe:
Beginnen möchte ich in der Ära Reagan/Gorbatschow. Im Rahmen des Beitritts der neuen Bundesländer wurde anlässlich des Zwei-plus-vier-vertrags vereinbart, dass die neuen Bundesländer (wider vorherige Erwartungen) Teil der NATO werden dürfen. Es war unstreitig, dass dieses Zugeständnis eine absolute Ausnahme bleiben sollte und die NATO nicht weiter nach Osten ausgedehnt werden sollte. Ein Selbstverständnis, das nicht einmal eines ausdrücklichen Vertrags bedurfte. Hier sei nur erinnert an die Absicht, Raketenstellungen in Polen einzurichten. Eine Krise fast so gefährlich wie die gegenwärtige.
Dies haben Zeitzeugen wie Bundesaußenminister a.D. Genscher und der Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz a.D. Horst Teltschik immer wieder bestätigt. Die dann doch erfolgte Ausdehnung der NATO wurde von Russland (zähneknirschen) akzeptiert - insbesondere, weil Russland seinerzeit nicht über die Mittel vefügte, dem entgegenzutreten. Für jeden (halbwegs gescheiten) Menschen war aber klar, dass Russland NIEMALS eine Ausdehnung der NATO bis an seine Grenzen akzeptieren würde.
Und ja, Putin IST berechenbar. Vollkommen klar war, dass Putin dies mit allen Miteln verhindern wird. Nachdem die NATO zu keinerlei Entgegenkommen bereit war, war zu erwarten, dass Putin einen "Plan B", verfolgen wird, den Beitritt der UA faktisch zu verhindern. Der Plan B:
Die NATO-Statuten sehen vor, dass kein Land aufgenommen wird, das sich bei Aufnahme im Kriegszustand befindet. Und letzteres hat Putin nun geschaffen. Ein (unblutiger) Kriegszustand, der eine Aufnahme dauerhaft behindern wird. Und dieser (kampflose) Kriegszustand ist das, was beabsichtigt ist. Einen "Einmarsch" in das unumstrittene Territorium UA und daraus folgende Kampfhandlungen wird es nicht geben. Darauf verwette ich meinen A*sch.