Beiträge von frank_aus_wedau

    Zwar ist es zuweilen noch möglich, die Editierfunktion aufzurufen, der Versuch, den Beitrag mit Zusatz abzusenden, schlägt dann aber fehl.

    Genau das ist mir gerade eben wieder passiert. Bevor das Thema in Vergessenheit gerät:


    Wäre es nicht möglich oder gar tunlich, die zeitliche Beschränkung der Editierfunktion zumindest für die Ü50/UHU-Generation moderat zu verlängern?

    Damals hat die SIM-Karte das "Homezone"-Häuschen eingeblendet, wenn die per CB auf Kanal 221 laufend übertragene Position des Senders in einer auf der SIM hinterlegten Ellipse lagen.

    Leider hat dieses "Damals" auch heute noch seine Auswirkungen und induziert eine Frage, die theoretisch woanders hin gehören mag, aber nur durch die "Notfall-CB" überhaupt Bedeutung erlangen kann:


    Mein neues "Lieblings-Telefon" Nokia 2720 Flip zeigt (naturgemäß) kein Häuschen mehr an, lärmte aber mit gewisser Regelmäßigkeit rum, weil es stattdessen den Eingang der Koordinaten auf Kanal 221 sowohl hör- als auch sichtbar quittierte. Hiervon betroffen dürften etliche neue Nokia/HMD-Geräte sein, die mit einer o2-SIM bestückt sind.


    Eine Deaktivierung des Cell-Broadcast Dienstes war die Lösung dieser Erscheinung. Sofern - woran ich in D zwar immer noch nicht so recht glaube - Warnungen über CB eingeführt werden, stellt sich die Frage, ob Kanäle gezielt aktiviert/deaktiviert werden können.


    Falls diese Thematik in eine andere Rubrik besser passt, bitte ich darum, sie zu verschieben.



    Edit:
    Diese o2-SIM gehört nicht zu einem Genion-Vertrag (o.ä.), so dass die Übermittlung der Geo-Daten aus meiner Sicht ohnehin sinnfrei ist.

    Auf "Seniorenhändies" werden die Cell Broadcasts dann halt von irgendwas anderem angezeigt, aber sie werden es, ohne dass irgendwas installiert oder eingerichtet werden muss.

    Habe ich je etwas anderes behauptet?


    Ich habe nur geschrieben, dass der Cell-Broadcast Dienst aktiviert sein muss, um Nachrichten empfangen zu können. Und dabei bleibe ich!

    Wo steht dass es Senioren Handys nicht können? Es ist in GSM, 3G, 4g und 5G implementiert.

    Die Google-Message-App? Um die ging es nämlich.


    Den weiter angesprochenen Menüpunkt "Warnmeldungen" habe ich allein auf meinem Nokia mit KaiOS. Was das für eine Technik ist, verschließt sich mir noch... ob das mit Cell-Broadcast zusammenängt? Dieser Menüpunkt liegt jedenfalls fernab der Konfiguration von SMS und CB.


    Und betreffend diese beiden Punkte dürften etliche Senioren-Handys außen vor sein.

    Bei Nutzung dieses Dienstes blieben aber viele Senioren-Handys außen vor - also die Telefone eines zum Teil besonders gefährdeten Personenkreises. Dadurch würde die Nutzung von Cell-Broadcast keineswegs obsolet.


    Mal eine Frage an die Technik-Spezis hier:

    Bestünde seitens der Netzbetreiber nicht die Möglicheit, eine Massen-SMS an alle Geräte zu schicken, die in Sendeanlagen der gefährdeten Region eingebucht sind? Das hielte ich für die pragmatischere Lösung. SMS kann jeder empfangen, während Cell-Broadcast auf vielen Geräten erst aktiviert werden müsste. In Sachen Aktivierung entstünde ein zusätzlicher Aufklärungsbedarf.


    Aber gut... wen scheuert's? :D

    Ich dachte auch eher an die Absenderseite. Also die Phase vom Zeitpunkt des Eingangs der Warnung bei der zuständigen Stelle bis zum Versand einer geeigneten Nachricht an die Mobiltelefone. Die Entwicklung allein des Prozederes wird hier in D oft schon zum Mammutprojekt, das meist damit beginnt, externe Gutachter zu involvieren. Dann haben unsere politisch Verantwortlichen "Aktion gezeigt" und die Klamotte ist erst einmal weg vom eigenen Schreibtisch. Glücklichstenfalls legt sich bereits kurzfristig der Mantel des Vergessens über drohende Diskussionen mit Mobilfunkbetreibern, aus deren Richtung mit nicht unerheblichem Widerstand zu rechnen sein dürfte... sie wollen einfach nicht. Um das vorauszusagen, brauche ich nicht einmal eine Glaskugel...

    Entscheidend für ein wirksames Alarmierungssystem ist dessen Verbreitung und gesellschaftliche Akzeptanz. Im Katastrophenfall verfällt nahezu jeder in angelernte Verhaltensweisen - ein Amber-Alert benötigte sicher mehr als nur eine Generation, um irgendeinen Effekt zu erzeugen.


    Beispiel:
    Viele Senioren tragen einen Hausnotrufmelder am Handgelenk oder einer Halskette. Bonusfrage: Wie viele von ihnen denken im Ernstfall (etwa nach einem Sturz) gar nicht daran, den Button zu betätigen? Antwort: Erschreckend viele.


    Fazit:
    Alle Theorie ist grau... selbst eine noch so gute Vorbereitung auf denkbare Krisensituationen wird niemals den im Nachhinein diskutierten Anforderungen gerecht werden können. Leider ist das so. Im Ergebnis wird man alles daran setzen müssen, unvorhersehbare Situationen nach deren Eintritt bestmöglich zu bewältigen. Rein persönlich würde ich dabei nicht unbedingt auf komplexe Technik wie etwa Mobilfunk setzen - unabhängig von nationalem Roaming oder nicht.

    Lasse ich diesen Thread wirken, betrachte ich meine Verfahrensweise inbezug auf meine Eltern nach wie vor für richtig:


    Deren analogen Telefonanschluss via Kupferdraht habe ich bis zum Schluss (im letzen Jahr) gegen jede aufgeschwatzte "Besser- und Billiglösung" verteidigt. Ich erinnere nicht einmal mehr, wie viele Widersprüche ich betreffs unwiderstehlicher Vertragsangebote "so netter Herren" formuliert habe. Glücklicherweise dauert so was nur Minuten.


    Bis zuletzt war nicht nur in jedem Zimmer ein DECT-Telefon per Handgriff erreichbar, auch das gewohnte elfenbeinfarbene W48, zu dem meine Mutter stets lief, wenn irgendwas klingelte, funktionierte wie gewohnt. Und das bei absolut vorzüglicher Verständigung zu jeder Zeit - jedenfalls nachdem ich die alte Kohlesprechkapsel gegen was Modernes aus den 1970ern ausgetauscht hatte. ^^

    Wichtig erscheint mir eine Gewichtung der Warnmeldungen, egal über welches Medium sie nun ausgesendet werden. Wenn ich 3 mal eine "Unwetterwarnung" für meinen Wohnort erhalte und dabei keine bis einige wenige Regentropfen fallen, rechne ich bei der 4ten Warnung auch nicht mit einer nie da gewesenen Sturmflut!

    Genau das dürfte aus meiner Sicht eine kaum lösbare Aufgabe sein. Die Auswirkungen insbesondere von Naturkatastrophen, hängen von dermaßen vielen (auch lokalen) Faktoren ab, dass schon wenige Kilometer Entfernung ausreichen können, um vollkommen unterschiedliche Schadenbilder entstehen zu lassen. Für umso wichtiger halte ich ein Kommunikationsmedium, das auch während der Notlage geeignet ist, die Bevölkerung mit Informationen zu versorgen.


    Abgesehen von schon ausgetauschten Argumenten halte ich auch die Abkehr vom UKW-Rundfunk (als unerwünschtes analoges Medium) für fatal. In fast jedem Haushalt dürften sich mehrere einfache UKW-Empfänger gesammelt haben, die mit läpp'schen Batterien oder gar einer Kurbel zu betreiben sind. Die europaweit gerade initiierte Abkehr vom UKW-Radio zugunsten von DAB+ wird aus meiner Sicht eine weitere große Lücke reißen. Mögen manche (netzstromabhängige) Home-Entertainmentsysteme mit DAB+ noch in vielen Haushalten zu finden sein, sehe ich für Empfänger a la batteriebetriebenem "Transistorradio" gerade in höher entwickelten Industrieländern schwarz.


    Fassen wir mal kurz zusammen:

    - Der analoge BOS-Funk, dessen Funktionalität selbst mit Gewalt kaum zu stören wäre, ist tot,

    - "Jedermann-Funk" (etwa der früher verbreitete CB-Funk) liegt ebenfalls danieder,

    - das analoge Telefonnetz, welches über eine (strom-)netzunabhängige eigene Spannungsversorgung über die Telefonleitung verfügt, ist prakitisch nicht mehr vorhanden. NGN braucht Netzstrom,

    - ein früher absolut zuverlässiges bundesweites System von Alarmsirenen wurde komplett abgeschaltet. Versuche von Kommunen, als Folge leidlicher Erfahrungen lokalen Ersatz einzurichten, betrachte ich als gescheitert,

    - der UKW-Rundfunk ist zum Sterben verurteilt,

    - und und und...


    Besser nicht weiterdenken, sonst befördern wir noch vom Verfassungsschutz als hochgefährlich eingestufte "Prepper"... :rolleyes:


    Edit:

    In diesem Zusammenhang fällt mir eine Binsenweisheit ein: Wenn's dem Esel zu wohl wird,...

    Der Cell-Broadcast-Dienst ist mangels lukrativer Einnahmequelle für Netzbetreiber derzeit mehr als tot. Zum Teil existiert netzbetreiberseitig nicht einmal mehr eine geeignete Infrstruktur im GSM-Netz.


    Betrachten wir in diesem Zusammenhang die Abneigung deutscher Regierungen, Unternehmen Verpflichtungen jedweder Art aufzuerlegen, sehe ich keinerlei Chance auf Umsetzung weiterer Kurzschlüsse des Scheuerschen Hirns - enden diese doch in aller Regel als kostenträchtiger Rohrkrepierer.


    Zudem:
    Wen eine Nachricht per terrestrischem Rundfunk oder Internet (FB und ähnliche) nicht erreicht, dürfte auch kaum durch Cell-Broadcast zu alarmieren sein - jedenfalls nicht in einem eher dicht besiedelten Industrieland.