Beiträge von frank_aus_wedau

    Ich sag ja ... ein potenter Ansprechpartner für Eure Fragen ist das Bundesministerium für Staatssicherheit. Dort weiß man, was TK-Anbieter in Sachen Identifizierung zumindest anbieten müssen.



    Edit


    Hier ein kurzes Zitat aus Connect:
    "Neukunden, die eine Aldi-Talk-Karte wie bislang an der Ladentheke kaufen, können sich bequem übers Internet, mit der neuen Aldi-Talk-Registrierungs-App oder per Hotline-Anruf unter 0211/68773-260 erfassen lassen. Abschließend erfolgt die Identitätsprüfung mittels gültigem Ausweis in über 10.000 bundesweiten Partnershops."


    Neben dem Video-Ident-Verfahren, welches vielen Bürgern ohne entsprechenden Zugang ohnehin nicht zur Verfügung steht, wird zumindest ALDI noch eine Aktivierung vor Ort (in Partnershops) anbieten. Inwieweit allerdings eine dahingehende rechtliche Verpflichtung eines jeden Anbieters besteht, dürfte beim BIM oder der BNetzA zu erfragen sein.

    Entgegen dem seinerzeitigen Sprachgebrauch der DDR, wo die Nationalität auch die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Volksgruppe bedeuten konnte, sind die Begriffe Nationalität und Staatsangehörigkeit im Bundesdeutschen Recht bedeutungsgleich.


    Hier war der Begriff der Nation immer schon politischer und nicht ethnischer Natur. Eine sorbische "Nation" existiert nach bundesdeutschem Verständnis nicht. Der Begriff Nation gehört zu dem des Nationalstaates. Und das ist in unserem Fall Deutschland in seinen aktuellen Grenzen.



    Edit:
    Und nein ... ich möchte hier ganz sicher keinem Sorben zu Nahe treten. Einige kenne ich persönlich und schätze sie sehr ... selbst wenn sie nur deutscher Nationalität sind. ;)

    Da EU-Bürger im EU-Ausland (in diesem Fall Deutschland) nicht benachteiligt werden dürfen, steht der Ausweis eines EU-Landes dem deutschen gleich. Sehen die AGB das nicht vor, müssen sie - gegebenenfalls mit gerichtlicher Hilfe - geltendem Recht angepasst werden.


    Wenn UK-Bürger ohne Ausweis ein damit Problem haben, sollte sich das spätestens in zwei Jahren erledigen. ;)



    Edit zum Problemfall UK:
    Weil GB nicht zum Schengenraum gehört, frage ich mich, wie ein Brite ohne Ausweisdokument nach Deutschland einreisen will, um hier eine SIM-Karte zu erwerben?

    Zitat

    Original geschrieben von VoIPTom
    Nein, sind die nicht.


    Ob die Einzelzimmer und Chefarzt inkl. hast bei einer PKV, hängt von deinem persönlichen Tarifpaket - ich habe beides nicht mehr versichert, weil es zu teuer ist.
    ...


    De von mir genannten Leistungen bezogen sich auf die private Zusatz-KV (zusätzlich zur GKV) aus dem Verwandtenkreis, die mit etwa 150,- € monatlich zu Buche schlägt. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern.



    Zitat

    Original geschrieben von lisari
    ...
    Der Patient konnte vor Schmerzen nicht mehr denken, noch entscheiden. Seine Frau hatte "von den Versicherungsdingen keine Ahnung", hat immer er gemacht (er ist ja Arzt). Er hat zwar überlebt, erhielt jedoch hinterher eine Rechnung von 30.000 € für Sachen, die er nicht versichert hatte, aber in der Situation im Krankenbett unter extremen Schmerzen unterschrieb.
    ...


    Ein leider recht unglückliche Folge der PKV:


    Ist man wirklich ernsthaft erkrankt, hat man andere Sorgen, als sich mit Vertragsbedingungen und Abrechnungsfragen auseinanderzusetzen. Ein ähnliches Problem hatte ich auch mal. Zwar wurde im Endeffekt alles erstattet ... bis ich dann endlich die Abrechnung hinbekommen habe, war ich aber bereits mit einem fünfstelligen Betrag in Vorleistung getreten. Wessen Portokasse das nicht hergibt (so geht im Ausland vieles nur gegen Vorkasse), ist in der PKV nicht gut aufgehoben.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Den ganzen Kleinkram mitzuversichern finde ich auch unnoetig.
    ...


    Nun ja ... die Debeka, die ich persönlich bevorzuge, bietet lediglich wenige Tarif, die zudem stets für alle Altersgruppen offen sind.


    Das führt einerseits zwar zu einer potentiellen Überversicherung, andererseits spart dieses Vorgehen Kosten und sorgt zudem dafür, dass nicht Jüngere in einem günstigen Sondertarif versammelt werden, während für Ältere nur ein vergleichsweise teurerer Allgemeintarif bleibt. Letzteres ist nämlich der Trick, mit dem vermeintlich günstige Anbieter jüngere Versicherte anlocken. Werden die dann älter, wird ihr Tarif geschlossen und wieder ein neuer für Jüngere geschaffen, in den Stammversicherte wegen höherer Leistungen de facto (was de iure möglich sein müsste, steht auf einem anderen Blatt) nicht wechseln können.



    Mein persönliches Fazit:
    Ich warne davor, einen Anbieter nur im Hinblick auf den Einstiegsbeitrag oder (schlimmer noch) wegen eines Cashbacks auszuwählen. Wichtiger ist in meinen Augen das langjährige Verhalten des Versicherers im Markt, wozu auch Kulanzentscheidungen gehören können.


    Persönlich habe ich als Versicherter (oder deren Angehöriger) jahrzehntelange Erfahrungen mit der Debeka und der KUK-Coburg. Diese beiden kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Versicherer, die mir aus Schilderungen Bekannter vom Hörensagen als problematisch bekannt sind, werde ich dagegen nicht offenbaren. Das halte ich im Hinblick auf die beiden Positivbeispiele nicht für zwingend erforderlich.

    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    ...
    Mit dieser "Einstellung" bin ich zum Mini-Preis PKV-versichert, in einer Gruppe von leuten mit ähnlicher Einstellung zum Thema PKV. Ob das insgesamt langfristig für mich Sinn macht, wird sich noch zeigen.


    Das ist richtig ... erst hinterher weiß man, wie man es zu Beginn am besten gemacht hätte. ;)


    In der Vorschau kann man allenfalls versuchen, grobe Fehler möglichst zu vermeiden.


    Hierin liegt auch der größte Vorteil der GKV:


    Läuft etwas nicht rund, lässt sich durch den Gesetzgeber auch für die schon Versicherten gegensteuern, während in der PKV die Bedingungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgeschrieben sind. In meinem Fall heißt das, dass mich einige Einschnitte im Wesen der KV nicht getroffen haben, aber eben auch, dass gewisse Behandlungsmöglichkeiten oder Hilfsmittel, die bei Abschluss der Versicherung noch nicht absehbar waren, für alle Zukunft nicht zum Versicherungsumfang gehören.

    Zitat

    Original geschrieben von surfmobile
    Darüber kann man sich vorzüglich streiten. ...


    Richtig.


    Und die Standpunkte könnten kaum weiter auseinanderliegen als in der gegenwärtigen Diskussion um dieses Thema. Und dabei sind die Maximalforderungen unseres Ministeriums für Staatssicherheit wenig hilfreich, weil sie oft nur Bestand haben, bis sie rechtsstaatliche Einrichtungen wie das BVerfG wieder aufheben.


    Auf einem Ohr habe ich heute den Nachrichten entnommen, dass auch der neueste Vorstoß der Bundesregierung in Sachen Vorratsdatenspeicherung wiederum rechtswidrig sein soll. Das passte lückenlos in das Bild, welches die Bundesregierung dem Bürger in diesem Punkt stetig vermittelt. Das ist nicht vertrauensschaffend ... ebenso wenig wie das aktuelle Theater um den Abschlussbericht des NSA-Untersuchungsausschusses, bei dem die Veröffentlichung des Votums der Opposition verweigert wird.


    Das sind Umstände wie im totalitären Staat Absurdistan, in dem unsere Regierung die Überwachung der Bevölkerung als menschenrechtswidrig anprangert. Nur sind es in unserem Fall schon die eigenen rechtsstaatlichen Institutionen, die sich immer wieder dazu berufen fühlen. Ein Armutszeugnis!