Beiträge von saintsimon

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    Original geschrieben von Felsen2000
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    Diese ständige Relativiererei geht mir mächtig auf den Senkel. Ich sage ganz ehrlich: Ich bin davon überzeugt, dass die westliche Kultur in toto Stand HEUTE mitmenschlicher, offener, toleranter, friedlicher, gleichberechtigter, moderner und sozialer ist als die dortige lokale Kultur. Wie man das anders sehen kann ist mir ehrlich gesagt ein Rätzel.


    Ich bin davon überzeugt, dass der Westen weder verpflichtet noch in der Lage ist, sich um jeden durchgeknallten Diktator, um jeden Stammeskrieg oder um jede Region zu kümmern, die zu verbohrt oder rückständig sind, ihre Bürger wenigstens mit Wasser und Brot zu versorgen. Und schon gar nicht lasse ich mir da eine Mitschuld aufreden. Mitgefühl ist das eine - aber VERANTWORTUNG würde wenn überhaupt die dortige Region haben. Und das sind nun mal muslimische Länder. Und wenn die nicht dieser Verantwortung gerecht werden, dann ist es mehr als gerechtfertigt zu sagen: DIE haben versagt, nicht wir.


    :top: +10³

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
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    Man munkelt ja das der eigentliche Grund für einen Einsatz in Syrien die Schuldenobergrenze ist (im Kriegsfall dürften neue Schulden gemacht werden) und das es eine Hintertür zum Iran wäre. ;)


    Die Wahrscheinlichkeiten dafür können aber gerne andere ausrechnen :)


    Nochmals zu Deiner hirnlosen Munkelei:


    http://en.wikipedia.org/wiki/D…_war_by_the_United_States
    "For the United States, Article One, Section Eight of the Constitution says "Congress shall have power to ... declare War"."


    Nun müsste also der republikanisch dominierte Repräsentantenhaus, der gerade fundamentalistische fiskalische Erpressung mit der Schuldenobergrenze gegen Obama betreibt, einen Kriegsfall erklären, dessen Fiskaleffekt der eigenen Erpressungsstrategie im Haushaltsstreit zuwiderlaufen würde? Die Republikaner sind ja bereit, das eigene Land zu ruinieren, damit "Obamacare" scheitert.


    So viel zu "macht doch Sinn". Peinlich ...

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
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    Man munkelt ja das der eigentliche Grund für einen Einsatz in Syrien die Schuldenobergrenze ist (im Kriegsfall dürften neue Schulden gemacht werden) und das es eine Hintertür zum Iran wäre. ;)


    Die Wahrscheinlichkeiten dafür können aber gerne andere ausrechnen :)


    Ich Munkele mal, daß Du das Posting über Deinem einfach ignorieren mußtest, denn sonst paßt die vorgefasste Story "der wahren Durchblicker" nicht mehr.

    Zitat

    Original geschrieben von hansnorbert
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    Hat jemand eine Idee was hier das Mißverständins sein kann?...


    Mißverständnisse gibt es in einem Handyshop nicht, sondern die üblichen hinterhältige Absichten. Die Verkäufer wollen dem Kunden das aufschwatzen, wofür sie mehr Provision erhalten, nicht das, was der Kunde will oder braucht.

    Ein wichtiger Grund dafür, daß Obama um eine Intervention in Syrien herummanövriert, liegt am aktiv begonnen Tauwetter mit Iran seit der Wahl Rouhanis. Iran ist letztlich wichtiger:


    http://www.theguardian.com/wor…r-khamenei-hassan-rouhani


    "... Khamenei was speaking a few days after it emerged that the US president, Barack Obama, had exchanged letters with Rouhani raising chances of a historic meeting between the two men at the UN general assembly next week and possible high-level meetings between Tehran and Washington in future.


    Iran's foreign ministry spokeswoman, Marzieh Afkham, confirmed on Tuesday that letters had been exchanged, saying Obama had written to Rouhani congratulating him on his election victory, and Rouhani had responded.


    Seyed Hossein Mousavian, a former Iranian nuclear official who worked as Rouhani's deputy in Iran's supreme national security council from 1997 to 2005, wrote in an article last week that Khamenei has given consent for direct talks with the Obama administration.


    "Iranian Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei has issued permission for President Hassan Rouhani's new administration to enter into direct talks with the US," he wrote in the Japan Times. "No better opportunity to end decades of bilateral hostility is likely to come along."


    Khamenei told the guards, who are accused by the west of largely supporting Bashar al-Assad's regime in Syria both militarily and financially, that they should stay away from politics. "It is not necessary for the guards to have activities in the political field," he said, echoing Ayatollah Rouhollah Khomeini, the late founder of the Islamic republic, who banned the elite forces from involvement in politics after the 1979 Islamic revolution.


    Despite this, the guards have been extensively involved in Iranian politics recently, especially under the eight-year rule of the former president, Mahmoud Ahmadinajd, during which time they expanded their political and financial operations.


    Khamenei's words echoed those of Rouhani on Monday, when he asked the guards to "stay above and beyond political currents", and warned them against competing with the will of the people.
    ..."

    Zitat

    Original geschrieben von Loke
    Ich persönlich denke ja, dass die UN-Inspektoren es durchaus veröffentlicht hätten, wenn es Beweise für den Anschlag von Assads Seite aus gegeben hätte....


    Das war nicht deren Mandat. Sie "durften" es nicht, weil einige im Sicherheitsrat es nicht wollten. Aber sie haben veröffentlicht, aus welcher Richtung die Raketen kamen.


    http://www.nzz.ch/aktuell/inte…en-asad-schwer-1.18151853


    "... Besonders belastend sind die Angaben über die errechnete Flugrichtung der Artillerieraketen, die als Träger des chemischen Kampfstoffes zum Einsatz kamen. An zwei Fundorten konnten die Inspektoren aufgrund der untersuchten Wrackteile und Einschusslöcher die wahrscheinliche Flugbahn bestimmen. Zum einen handelt es sich um eine Artillerierakete des Typs M14 mit einem Kaliber von 140 Millimetern und mit einer Markierung in kyrillischer Schrift. Sie ging im Vorort Moadamiya südlich der Hauptstadt nieder. Die Inspektoren kommen zum Schluss, dass sie aus nordnordwestlicher Richtung abgefeuert wurde. In dieser Richtung befinden sich keine Gebiete unter Kontrolle der Rebellen, jedoch in wenigen Kilometern Entfernung ein Militärgelände der Regierungstruppen.


    Mehr als 50 Liter pro Rakete


    Zum andern untersuchte das Uno-Team eine Einschussstelle im Gebiet der Vororte Ain Tarma und Zamalka. Dort waren am 21. August mehrere Artillerieraketen eines grösseren Typs und unbekannter Herkunft mit einem Kaliber von 330 Millimetern gefunden worden. Sie waren laut den Inspektoren zum Transport von schätzungsweise 56 Litern, also einer sehr grossen Menge von Giftgas, geeignet. Die untersuchte Rakete dürfte laut der Uno eine Flugbahn in ostsüdöstlicher Richtung zurückgelegt haben. Diese Linie zeigt in umgekehrter Richtung direkt auf eine Militärbasis von Asads Republikanischer Garde nordwestlich von Damaskus.


    Laut Experten dürften die mit chemischen Kampfstoffen bestückten Raketen von Mehrfachraketenwerfern aus abgefeuert worden sein. Die Rebellen verfügen zwar vereinzelt über Artillerie, aber Mehrfachraketenwerfer für die beschriebenen Kaliber sind in ihren Arsenalen bisher nie aufgetaucht. Auch dies deutet klar auf eine Verantwortung der Regierungstruppen hin. ..."

    Re: Aufreger


    Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    Ja und vor 80 Jahren war es scheinbar noch kein Aufreger, Leute aufgrund ihrer Religion zu entrechten und sie zu zwingen, mit einem gelben Stern herumzulaufen. Wie sich die Zeiten und Einstellungen ändern. Mit Deinem moralischen Relativismus kannst Du jede Untat rechtfertigen, die jemals als gesellschaftlich akzeptiert galt. Du argumentierst im Prinzip genau wie das durchschnittliche Ex-NSDAP-Mitglied anno 46....


    Wie kommst Du darauf, daß ich das relativieren will? Damals vor 30 Jahren fehlte ein hinreichendes Unrechtsbewußtsein, bzw. man konnte sich das schönreden, ohne dafür vorgeführt zu werden. Das war ein offensichtlich ein gesamtgesellschaftliches Problem - ebenso z.B. daß von den pädophilen Priestern niemand was wissen wollte, obwohl sie auch damals ihr Unwesen trieben.


    Die Behandlung von Kindern in den ersten sieben Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts in den "ziviliserten" Ländern läßt einen ohnehin erschaudern. Die volle Verfügbarkeit der Erwachsenen über die Kinder war charakteristisch - ob für Mißbrauch, Entwurzelung oder Ausbeutung, alles war akzeptiert oder wurde ignoriert.
    Kinder von armen Leuten oder alleinerziehenden Müttern zwangsweise wegzunehmen und in Heime oder Pflegefamilien zur freien Verwendung zu stecken war Weltweit gang und gäbe. In Kanada und Australien wurden den Ureinwohnern zwangsweise ihre Kinder weggenommen und zur "Assimilierung" in Heime oder "Pflegefamilien" gesteckt. In Europa traf es eben die Armen. In staatlichen oder kirchlichen Heimen waren sie dann vogelfrei.


    Mein "Leiblingsbild" dazu kommt aus der Schweiz, ca 1910: