Beiträge von saintsimon

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    Original geschrieben von Der Schakal
    Deutsche Soldaten haben in Syrien nix verloren! Da sollen schön andere den Kopf für hinhalten!


    http://www.zeit.de/politik/deu…eutschland-syrien/seite-2


    "... Die Weltöffentlichkeit weiß, was sie von Deutschland zu erwarten hat: Viel Kritik, wenig Einsatz. Um dieses Verhalten vor sich selbst zu rechtfertigen, erregt man sich hierzulande gern umso lauter über die Fehler der anderen. Niemand kennt die Sünden der Amerikaner, der Russen, der Italiener, der Israelis und Chinesen besser als die Deutschen. Und niemand weiß besser als sie, wie man selber solcher Kritik aus dem Weg gehen kann. Wer nichts tut, macht schließlich auch keine Fehler. ... "

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    Original geschrieben von pithein
    ...
    Einfach die Macht aufgeben, dass machen nicht mal demokratisch gewählte Präsidenten.


    :confused: Wulff? Nixon? etc.


    Rücktritte gehören zur Tagesordnung in demokratischen Ländern. Man wartet in Zivilgesellschaften nicht erst, bis Blut fließt.

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    Original geschrieben von Timba69
    ... Die breite Bevölkerung scheinbar nicht und Wahlen gab es auch keine ....


    Fangen wir jetzt schon wieder an, "Die Rebellen" in einen Topf zu werfen?
    Ohne Unterstützung durch die örtliche Bevölkerung kann sich kein Aufstand so lange halten. Die syrischen Kurden haben sich auch gegen Assad gewandt und sich abgespalten. Die radikalen internationalen Islamisten haben den Kampf gegen Assad usurpiert, wie woanders auch, aber sie kämpfen letztlich gegen jeden (moderate einheimsiche Aufständische, Kurden und eben gegen Assad und "den Westen").
    Involviert ist nunmal (abgesehen von den Kurden) die sunnitische Mehrheit gegen die herrschende alavitische Minderheit.

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    Original geschrieben von Timba69
      jimmy:


    Nun, Syrien ist immer noch ein souveräner Staat mit funktionierender Regierung und hat keinen anderen Staat angegriffen, oder irre ich mich?


    Die Regierung hat nur noch über Teile des Landes die Kontrolle- und es hat seine eigene Bevölkerungsteile angegriffen. Wenn man seine eigenen Städte mit Artillerie und Kampfflugzeugen bombardiert bzw. mit Strafaktionen belegt, dann ist das kein "Kampf gegen Terroristen".

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    Original geschrieben von Mozart40
    Bei diesen ganzen "das ist der böse Dikatator"-Diskussionen ist mir regelmäßig unwohl, egal ob jetzt Syrien, Ägypten oder sonstwo. Das liegt vorallem daran, das ich nicht einschätzen kann, wie die Mehrheitsverhältnisse in den Ländern tatsächlich aussehen. ...


    Das ist numal das Problem bei nicht durchgeführten oder nicht freien Wahlen bzw. Volksabstimmungen. Da behauptet jede Seite, was sie will ohne Nachweis.
    Die Assad-Dynastie ist per Militärputsch an die Macht gelangt, insofern fehlt jegliche Legitimität. Und natürlich gibt es unter jedem Regime Profteure (also Systemstützen), die ihre Pfründe und Privilegien nicht riskieren wollen und gegen Veränderungen kämpfen.

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    Original geschrieben von murmelchen
    Natürlich nicht. Aber man sollte sich dann nicht persönlich "betroffen" zeigen. Auch sollte man auf keinen Fall den beginn der Holocaust mit den Begründungen für Angriffskriegen der USA auf "souveräne" Staaten heranziehen.


    Das mit dem Sender Gleiwitz hat nicht unmittelbar mit dem Holocaust zu tun. Es war lediglich der gestellte Vorwand der Regierung für den Angriff auf Polen, letztlich die Umsetzung der mit der Sovjetunion vereinbarten Aufteilung Polens (Molotov/Ribbentrop-Pakt). Die SU hat ihren Teil Polens zwei Wochen später militärisch besetzt und sich dann zwei Jahre lang prächtig mit dem Deutschen Reich arrangiert.